Kirchengemeinde Hille

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November 2021 - (Foto und Text FO)

Eine Woche Evangelisation in Hille: Etwas (wirklich) Besonderes !

ProChrist - hoffnungsfest

Einleitung:

Um ehrlich zu sein, als Kennzahl, mit dem zahlenmäßigen Besuch unserer Kirchen, sieht es – nicht erst seit Corona – vielfach mau aus! Weniger, als 5% gehen laut aktuellen Studien noch regelmäßig zur Kirche. Auf dem platten Land (Hallo Hille ;-)), sehen die Zahlen da zwar wohl noch etwas geschmeidiger aus als in der Stadt. Dreht man das Bild aber um, heißt es, dass große Kirchen der Metropolen, teilweise noch kärger (nicht nur in Prozent) besucht sindals manche ihrer kleinen Dorfgeschwister!
Ein unbefriedigender Zustand, für die, die dies bedauern – andere interessiert es wohl nicht! Diese Erkenntnis ist nicht neu, braucht man auch keine Studien für, lässt sich so mit sonntäglichen Auge verdrießen.

Gefahr, des Niedergangs, erkannt – tut die Kirche was dagegen?! Manche, aktuelle kirchliche Kritik (Stichwort: Mißbrauch) zielt ja auch noch in ganz andere Richtung, was hier kein Thema ist ... aber von ihren Kritikern immer wieder hervorgerufen wird. Eine Entgegnung darauf fällt schwer, diese lässt sich gedanklich nur umdrehen.
Nur, weil die augenblickliche Lage so ist … ist sie es nicht überall gleich … und ist die Kirche nicht allein schuld daran! Was ist denn mit den Menschen selbst … Warum kommen weniger als früher … Was hat sich in unserer Gesellschaft (Freizeitgestaltung) geändert ... Was ist nur vorgeschoben?!!

Flyer der Veranstaltung

Flyer der Veranstaltungsreihe

Dieser Artikel im WebBlatt ist in seiner Formulierung etwas anders, denn der Autor (Frank Ovesiek) möchte einmal aufzeigen, dass in diesem Medium nicht nur neutral berichtet sondern auch die eigene Meinung kund getan werden kann. Jeder der mitschreiben möchte, das ist unser Prinzip, ist dazu herzlich eingeladen. Meine Meinung ist die, dass es einen Gott tatsächlich gibt, wir Menschen uns dies bewusst machen können und aber auch sollten! Motto: Das gute Ende kommt noch ;-)

Der obige Bogen - in der Einleitung - wurde deshalb auch bewusst etwas angespannt (wenn nicht gar überzogen). Diese Spannung wird im Folgenden auch wieder etwas gelockert werden (nicht alle gestellten Fragen sind wohl folgerichtig zu beantworten), sollen aber dennoch – im Fokus unserer Kirchengemeinden – nicht daran verlieren! Daher die Bitte, bevor der ein oder andere Leser wieder etwas anderes über seinen Bildschirm jagt, mal einen Moment stille halten und den Blick auf etwas richten, was die Kirche gegen ihren Niedergang tut!
(man beachte das Bild rechts, welches der eigentliche Anlass dieser Zeilen ist)

Hauptteil:

... jeder, der (schreiben wir mal) in den 80´gern schon zur Kirche gegangen ist (wurde) ... kennt vielleicht (bestimmt) noch Aufforderungen, zum Stillsitzen, quälend lange Orgelvorspiele, das beschwingte Einüben von Chorälen und Kanons (Art wechselseitiges Singen) noch vor dem eigentlichen Gottesdienst, eine Jahrhundert alte bewährte und deshalb (?) auch so angeschlagene Gesangbuchsliederliste, eine Liturgie (Art Ordnung), welche einem laufend stehend ließ ;-( - kurz, war so nicht jedermanns (Kind) Sache! Womöglich auch eine Antwort darauf - wenn der wirkliche Mehrwert des Gottesdienstes noch nicht erkannt wurde - warum "manchermann" (Frau) sich heute anders von der Kirche fort bewegt!

... und ... ob oder, aber auch! Die Zeiten und Methoden, der an Kirche teilnehmenden Menschen ... haben sich inzwischen - durchaus - geändert! Nicht, dass die obige Schilderung, für alle so empfunden wurde ... sie war der Zeit angepasst und passte lange in diese ... im Glauben, waren einem (mir) die Großeltern echte Vorbilder!

ganz wichtig!

Es führen sicherlich mehrere Wege zum Glauben und Methoden, diesen zu verbreiten. Heute werden auch modernere Lieder, zusammen mit neuer Technik (Beamer) gesungen, gibt es spezielle Angebote für ältere und jüngere Gemeindemitglieder ... das Ziel, Menschen für das Versprechen Gottes, mit ihm heute und auch nach dem Tod leben zu können ... bleibt aber so bestehen!

... erkannt wird dieses Versprechen, für manche besonders durch Predigten, Auslegungen von Gedanken - für andere ebenso Musik, Lobpreise, die für sie wie gesungene Gebete klingen, sicher auch an einem Rahmen aus Liturgie. (Wofür der Autor berüchtigt ist), ist aber auch, dass (für ihn) weniger Gesangs-Strophen mehr sein können und es in Kirche nicht automatisch (so wie in einem Online-Shop heißt), "Wer das gekauft hat ... interessiert sich vielleicht auch für dies!" ... will schreiben, nur weil ich zur Kirche gehe, antizipiere ich nicht an einem Konzert und obliege darin mitzusingen (passiv zuhören geht ja auch).

Hintergrund:

Eventkirche Dortmund

... das, was gerade bei den - im persönlichen oder kleinen - gemachten Unterscheidungen möglicher Präferenzen des Auslebens des Glauben gilt ... gilt auch - im größeren, kirchlichen Umfeld. Natürlich hat die Kirche, ihr Umfeld auf sinkende Besucherzahlen reagiert und auch vielfach - damit sind wir u.a. bei der Veranstaltungsreihe für diesen Artikel angelangt - agiert:

"hoffnungsfest" ist ein moderner Name, für eine traditionelle Veranstaltung: ProChrist
... in eben dieser taten sich verschiedene christliche Gemeinschaften, evangelische wie katholische und auch Freikirchen, zu einem gemeinsamen Projekt zusammen. Seit gut 30 Jahren, finden alle 2 bis 3 Jahre, an einem zentralen Veranstaltungsort (Essen-93/03, Leipzig-95/18, Nürnberg-97, Bremen-00, München-06, Chemnitz-09, Stuttgart-13, Dortmund-21) thematische ProChrist-Wochen statt, welche jeweils an über 1000 Gemeinden (deutsch- und europaweit) vor Ort – per Livestreaming – übertragen wurden. Dort, hoff(t)en dann die Glaubens-Partner, mit dieser Art der Verkündigung, Menschen (neu/anders) interessieren zu könnnen.

Nach gut 20 erfolgreichen Jahren, in denen mit Großveranstaltungen von 10.000den Besuchern in Kongress- und Messehallen, mit Chören, Theater-Anspielen und einem festen, charismatischen Redner (Ulrich Parzany) viel bewegt wurde ... änderte sich diese Bewegung in den letzten Jahren.

Es treten nun mehrere Redner nacheinander ans Pult, wird mehr in Gruppen, mit Gästen diskutiert und Beiträge moderiert. Der zentrale Veranstaltungsort benötigte keine - mehrere hundert Menschen umfassende - Bühne mehr sondern konnte in der (speziell modernisierten) Dortmunder Eventkirche gelegt werden ... welche übrigens, nahezu baugleich, mit der Oberlübber Kirche ist!
Das obige Ziel blieb aber unverändert.

Die Veranstaltungswoche in Hille

Bild-Beschreibung:

... was ist hier besonders? Menschen in der Kirche, ok ... vorn am Altar (eine zusätzliche Video-Leinwand) ungewöhnlich, aber auch schon mal in Gottesdiensten gesehen ...

Bild-Beschreibung:

... nun hängt die Leinwand auf der Bühne des Volkening-Gemeindehaus, ok ... aber sicher haben auch hier schon einmal andere Gottesdienste, z.B. des CVJM, so außerhalb von Kirchen stattgefunden ...

Was anders ist?!

Inhalt des Flyers

Der Kerngedanke des hoffnungsfest ist, dass nicht auf Gäste im Kirchenumfeld gewartet wird ... sondern sich dieses ... auf diese zubewegt!

Dies allein, ist noch kein absolutes Alleinstellungsmerkmal ... sondern der Gedanke, vor Ort, im Ort, das dortige Umfeld (Vereine, Organisationen, Personen) in deren Räumlichkeiten mit einzubinden, ist ein solches "hüpfendes Komma" ;-)

Das Zwischenmenschliche (wie Geistliche tritt hervor ... denn christliche Aktive/Interessierte sind nicht nur in der Kirche/Glaubensumfeld zu finden und umgekehrt in dieser, auch durchaus anders Interessierte!

... ah, jetzt ja!

Bild-Beschreibung:

... jetzt, wird deutlich, was das besondere Konzept dieser Veranstaltung ist ... sie wandert durch das Dorf ... nach Kirche und Gemeindehaus ... zur Feuerwehr ... und von dort

Bild-Beschreibung:

... zum Schützenverein, auf deren Schießstand, mit zusätzlich vielen Vereinsmitgliedern ...

Bild-Bescheibung:

... in die Sporthalle, zum Sportverein Sachsenroß Hille, welcher im Vorprgramm der Veranstaltung, Teile seines Musicals zum 100-jährigen Vereinsbestehen vorführt ...

Hinweis: an dieser Stelle einmal ein Querlink, zur erwähnten (sehenswerten) 100-Jahr-Feier des Sachsenroß aus dem Archiv unseres Magazins!

Gedanken-Anstoß

Veranstaltungen, gibt es sicher viele über das Jahr, die meisten davon sind jedoch womöglich recht schnell wieder vergessen, was nur menschlich ist. Es lohnt sich andererseits auch nicht, jede in Erinnerung zu behalten. Dies gilt gleichfalls – aber dennoch anders - für das hoffnungsfest. An die Vielzahl, der vor Ort, in der Video-Schaltung gebotenen Eindrücke und Botschaften, werden sich wohl nur einzelne, im Einzelnen erinnern vermögen …

Was hingegen zählen würde, mit dem Glauben, wäre vielleicht einen ehrlichen (Neu)Anfang oder Stärkung zu suchen. Dabei kommt es - als Hilfe - nicht auf möglichen Orte, mehr noch auf die dort engagierten Menschen an!

Sei es, zum Beispiel, ein gut 70-Jähriger Fußballtreff-Manager, lange Jahre selbst noch im Tor aktiv, der sich seit Jahrzehnten um eine christliche Jugendarbeit (nicht nur sportlich erfolgreich) bemüht ...

... sein Augenmerk zusätzlich auf die Flüchtlingshilfe ausgeweitet hat, wobei sich an einem Veranstaltungsabend mehrere, inzwischen anerkannte und unter uns lebende Flüchtlingsfamilien, mit einem zubereiteten Snack-Imbiss aus deren Herkunftsländern (Afghanistan und Indien) bei ihren deutschen Mitbürgern für deren Hilfen bedankten, einen Rikscha-Fahrer (Art Fahrrad mit Beiwagen), der ältere, nicht mehr so vitalen Mitmenschen damit eine Freude bereiten möchte ... einen langjährigen CVJM-Mitarbeiter, der eine wegen Corona abgesagte Jugendfreizeit, durch ein gemeinsames, kreatives Online-Spiel ersetzt ... eine Gruppe, welche mit Jugendlichen jugendliche im Gefängnis Einsitzende besucht ... einen Diskutanten in Glaubensfragen, der auf zweifelnde Glaubensfragen hin, hilfreiche Literatur persönlich verschenkt ... nicht zuletzt die Verantwortlichen der externen (nicht kirchlich gebundenen) Vereinen/Organisationen, welche in diesen dafür gewirkt haben ... im besonderen private Hauskreise, die das Gesamtkonzept der Veranstaltung fortentwickelt haben ...

... alle, diese (und noch andere, dem Autor unbekannte) Menschen sind es, die einem einen solchen Gedanken-Anstoß geben können! Darüber nachzudenken, was - bei und mit ihnen - Antrieb für ihr Tun ist?!

Antwort (des Autors): Der Glaube, an etwas Gutes (Gott) über den Menschen, der sich durch Interesse an Mitmenschen, Freude am Weitersagen der Guten Botschaft (Gottes Wort), Hoffnung, dass das Leben eine Ewigkeit verspricht und deshalb nicht auf Erden völlig ausgeschöpft werden muss ... ausdrückt! Danke dafür!

Rand-Impressionen:

Schluss:

Sollte es keinen Gott geben, ist all das Bestreben von Christen im Leben, sich diesem zu nähern, da er dazu - über den Sühnetod seines Sohnes Jesus Christus am Kreuz - für alle Menschen aufrief, vergeblich … der religiöse Leugner (Grob-Skeptiker, Uninteressierte, echte Atheist) der Gewinner ,-( ? Dieser wird sich dann jedoch nicht auf sein „Rechthaben im Unglauben“ mehr berufen können „und ob oder aber auch“, der Gläubige, seinen (dann) vergeblichen Glauben, jemals bedauern.

Gibt es hingegen doch etwas (Gott), der über uns (mit obiger Aufforderung) stand und weiter steht, wird es den Gläubigen ewig freuen - aber dem Ungläubigen, dann wohl – in der Ewigkeit an anderer Stelle - ein „bewusstwerdenes Bedauern“ auf den Verstand legen!

In Kurzform, der Gläubige, kann mit obiger Gewissheit (Geschenk), nicht nur Trost vor seinem weltlichen Ende, sondern schon im Leben - nachvollziehbare Freude - an der Zukunft bieten … und von dieser, möchte er dann weitergeben.

Damit wären wir, nach diesen Feststellungen, bei der Ausgangslage der obigen Veranstaltung ProChrist (hoffnungsfest) angelangt.

Neu(Anfang):

Im weiteren kann - für einen schnellen Eindruck - von der obigen Veranstaltung, beispielhaft ein Video-Mitschnitt angeklickt werden!

Auf der zugehörigen Internetseite von ProChrist, sind zudem alle Videos verfügbar!

Nachsatz: ... wie oben erwähnt, bei diesem Artikel, kommt neben der Berichterstattung, auch die eigene (positive) Meinung des Autors über die Veranstaltung zum Ausdruck, welche vorher nicht mit den handelnden Personen selbst abgesprochen ist. Es wäre zu wünschen, dass sich die Kirchen zukünftig wieder mehr füllen würden ... sie können mit ihrem Angebot wie ein Training für den Glauben dienen, aber dieser lässt sich (auch davon unabhängig, ob eines permanenten Besuch) auf vielfältige Weise (mit Mitmenschen, Literatur, Internet-Anebote ...) stärken!

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