Was zum Schmunzeln

... wer sagt, Frauen können nicht einparken?

I was never this cool in school. ???? #diplymix

Posted by Diply Humor on Dienstag, 31. Januar 2017

Beitrag von Professor (em.) Dr. Wilfried Kürschner, Vechta

2017-Mai-27 Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]
OV-GASTKOMMENTAR: NOTIZEN AUS DER SPRACHEBENE

Depp 3
Von Wilfried Kürschner
Anfang des Monats begrüßte ein Redakteur dieser Zeitung seine Leser auf Seite 1 mit einem „Guten Morgen“ und der Überschrift „Deppen 1&2“. Es geht um Rechtschrei-bung. Depp 1 ist für unseren Redakteur der Schreiber, der den „Deppen-Apostroph“ benutzt, also das kleine Häkchen am Oberrand der Zeile. Als Beispiel wird „Tietjen’s Tanzsalon“ genannt. Doch wo liegt hier der Fehler? Diese Schreibung ist seit 1996 kor-rekt, als in der amtlichen Neuregelung der Rechtschreibung festgelegt wurde, dass die-ses Zeichen unter anderem „zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens vor der Genitivendung -s oder vor dem Adjektivsuffix -sch“ gebraucht werden könne. Beispiele: Carlo’s Taverne, Einstein’sche Relativitätstheorie. Damit wurde im Übrigen eine frühere Schreibweise wieder aufgegriffen, die Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell abgeschafft worden war. Dass sie jetzt auch auf Fälle übertragen wird, die nicht unter die genannte Regel fallen, konnte man schön über dem Eingang der Gaststätte im Diep-holzer Bahnhof sehen: „Bahnhof’s Bistro & Gaststätte“ – oder hieß der Inhaber nicht vielleicht doch Bahnhof? Umgekehrt scheint die OV gelegentlich unter Apostropho-phobie zu leiden. Wie sonst wäre zu erklären, dass am 22. Mai bei einem Bericht über den von der Firma Lammers geplanten Bau einer Brücke über die Keetstraße in Lohne in der Überschrift von „Lammers Brückenbau“ geschrieben wird? Korrekt wäre Lammers’ Brückenbau. Wenn die Firma Lammer hieße, wären Lammers und Lammer’s richtig.
Deppen 2 sind für den besagten Redakteur Schreiber, die das so genannte „Deppenleer-zeichen“ in zusammengesetzten Wörtern setzen, wo es nicht hingehört. Beispiele im Text sind „Bauern Frühstück“ und „Würfel Zucker“. Das widerspricht in der Tat der Regel, wonach Bestandteile von Zusammensetzungen zusammengeschrieben werden. Doch wie soll man einsehen, dass ein Wort wie ernst nehmen mit einem Leerzeichen in der Mitte, also getrennt, geschrieben wird, während sein Gegenstück leichtnehmen zu-sammenzuschreiben ist? 1996 war man da übrigens schon weiter, als beide getrennt geschrieben wurden wie in sehr ernst nehmen und sehr leicht nehmen. Dies wurde in der Revision der Reform 2006 wieder rückgängig gemacht.
Leider treffen die unschuldigen Augen der lernbegierigen Schüler auch in Vechta auf Schritt und Tritt auf Fehlschreibungen der vom Redakteur beanstandeten Art. Bei-spielsweise sind an der Kreuzung Windallee/Ravensberger Straße mit dem Dominika-nerweg zwei große Verkehrsschilder aufgestellt, die in der einen Richtung den Weg zum „Dominikaner Kloster“ (statt zum Dominikanerkloster) und zum „St. Thomas Kol-leg“ (statt zum St.-Thomas-Kolleg, das sich übrigens selbst „Kolleg St. Thomas“ nennt) weisen. In der anderen Richtung geht es zum (korrekt geschriebenen) Antoniushaus. Man weiß doch, dass sich falsche Wortbilder genauso einprägen wie richtige. Wenigs-tens amtliche Beschriftungen sollten daher korrekt sein.
Zu Beginn seiner Glosse stellt der Redakteur fest, dass „Liebhaber deutscher Recht-schreibung schon länger immer mehr Abstriche machen“ müssen. Bevor er sich dann den Deppen 1 und 2 zuwendet, klagt er: „Das Semikolon gibt es nicht mehr – es wurde

Ein Beitag von Professor(em.)Dr. Wilfried Kürschner, Vechta

!2017-Jun-24 Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]
OV-GASTKOMMENTAR: NOTIZEN AUS DER SPRACHEBENE

Von der Parkraumbewirtschaftungszone zum Fahreignungsregister
Von Wilfried Kürschner

Kürzlich fand meine Frau, als sie aus dem Niels-Stensen-Haus in Vechta zu unserem Auto zurückkehrte, unter den Scheibenwischer geklemmt einen Zettel vor. „Liebe/r Verkehrsteilnehmer/in“, so wurde sie auf Genderdeutsch begrüßt. Beruhigend wurde sie aufgefordert: „bitte nicht ärgern – aber leider haben Sie mit Ihrem Fahrzeug gegen geltende Verkehrsvorschriften (dieses Wort in einem roten Kasten hervorgehoben) verstoßen.“ Der Absender, „Ihre Stadt Vechta“, sehe sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen: „Deshalb müssen wir ein Verwarngeld erheben. Die Begründung schicken wir Ihnen demnächst ins Haus.“
Dies geschah ein paar Tage später, aber nicht mit einem Schreiben an meine Frau, sondern an mich, offenbar weil ich als Halter des Autos eingetragen bin. In der Betreffzeile des Schreibens des Bürgermeisters der Stadt Vechta, „Fachdienst Bürger- u. Ordnungsdienste“ (beim letzten Mal, 2008, hatte das noch „Amt für Ordnung und Recht“ geheißen) war angegeben: „Schriftliche Verwarnung mit Verwarnungs-geld/Anhörung“. Mir (also nicht meiner Frau) wurde vorgeworfen, am „Bürgermeister-Kühling-Platz, Punkt Genau, Parkplatz“ als „Führer(in)“ unseres PKW eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben – über mein Geschlecht war sich der Fachdienst offenbar nicht sicher, obwohl ich in der Anschrift und in der Anrede mit „Herr“ tituliert wurde.
Worin bestand die Ordnungswidrigkeit? „Sie parkten im Bereich einer Parkraumbewirtschaftungszone ..., ohne die vorgeschriebene Parkscheibe ... angebracht zu haben.“ Als Beweismittel wurden genannt: ein Foto des Autos, das im Schreiben wiedergegeben ist und offenbar am Punkt Genau aufgenommen wurde, sowie als „Zeuge/in“: „Zeuge 3 Ordnungsbehörde“ (offenkundig ein Mitarbeiter des Fachdienstes Bürger- und Ordnungsdienste). Das Ganze wurde belegt mit Angaben zu Paragrafen in den Rechtsquellen StVG, StVO, BKat und OWiG – bürgerfreundlicher hätte ich es gefunden, wenn diese Abkürzungen wenigstens aufgelöst worden wären.
Neu war mir der Begriff „Parkraumbewirtschaftungszone“. Ich nahm daher den Locus Delicti in Augenschein. Es handelt sich um die Parkflächen, die im Bereich des Bürgermeister-Kühling-Platzes, der eigentlich kein Platz, sondern eine lange, gewundene Sackgasse ist, liegen. In der Tat steht am Anfang der Straße, Pardon: des Platzes, ein Schild mit der Ausschrift „Zone“ und dem Parkscheibenschild mit Zeitangabe („2 Stunden“). Und auch den „Punkt Genau“ konnte ich identifizieren: Es ist der Name einer Arztpraxis am Ende der Sackgasse rechts.
Tröstlich war, dass das Verwarnungsgeld (nicht das „Verwarngeld“, wie es auf dem ersten Zettel gestanden hatte) verschmerzbare zehn Euro betrug. Wir zahlten sofort, zumal im Schreiben des Fachdienstes zu lesen war, dass Verwarnungen nicht ins Fahreignungsregister eingetragen werden. Das ist der neue Name für die Verkehrssünderkartei, die amtlich natürlich auch früher nicht so hieß. Von 1958 bis 2014 lautete die amtliche Bezeichnung „Verkehrszentralregister“. Noch kürzer ist der umgangssprachliche Ausdruck „Flensburg“ nach dem Ort, an dem das Kraftfahrt

Bundesamt sitzt. Das Amt führt insgesamt vier zentrale Register, unter anderem auch das Zentrale Fahrzeugregister. Dort dürfte die Vechtaer Bußgeldbehörde anhand des Kennzeichens meine Adresse ermittelt haben.
Einträge in besagter Kartei, dem Fahreignungsregister, können bekanntlich zum Verlust des Führerscheins führen. Halt – eigentlich zum Entzug der Fahrerlaubnis, denn der Führerschein ist genau genommen das Dokument, das dem Inhaber bescheinigt, die Fahrerlaubnis zu besitzen. Seit 2013 ist der Führerschein kein Schein mehr. Viele haben zwar noch den alten Lappen, wie er liebevoll genannt wird, in grau, später rosa. Sie müssen ihn aber spätestens am 18. Januar 2033 umtauschen in eine neue Plastikkarte im Scheckkartenformat – ob sich für sie die saloppe Bezeichnung „Pappe“ durchsetzt

Der Führerschein im Wandel der Zeiten, aus dem alten Lappen wurde eine Plastikkarte. Egal, ob Lappen oder Plastik, wenn man sie z.B. wegen Raserei oder Feierei abgeben mußte, weiß man erst, wie wertvoll sie sind. 

14.09.2017 (WW)

Gerda

Vor kurzem lernten wir uns kennen,

nicht jeder würde seine Ziege Gerda nennen;

bei Sanders sieht das anders aus,

der größte Schatz wohnt mit im Haus.

 

Doch ab und an versiegt die Quelle,

dann geht’s zum Bock ganz auf die Schnelle.

So gut zu Fuß ist Gerd auch nicht mehr,

der Günter mit dem Bollerwagen muss her.

 

Warm eingepackt in Sack und Leinen,

sind sie dann unterwegs, die Beiden.

Der Bock gibt alles, so kann man es erwarten,

Gerda und Günter sind schnell daheim in ihrem Garten.

 

Für Günter jetzt der Stress beginnt,

weil doch der Bock so furchtbar stinkt.

Die Mutter ruft von weitem laut,

du ziehst dich heute draußen aus.

 

Doch siehe da, es kommt noch schlimmer,

er wird vor der Türe abgeschrubbt – es ist wie immer.

Die Müh und Plage ist es wert,

weil Gerda doch die Familie mit ernährt.

 

 

Doch diese Zeit ist auch vergangen,

danach haben sie das Bauen angefangen.

Es hat sich nun mal so ergeben,

wo einst der Stall ist heute pralles Leben.

 

Die Sanders sind zwar nicht mehr jung,

doch unser Zusammentreffen war eine Bereicherung!

 

W.W. von Hille

23.12.2017 (HH)

2017-Dez-09 Oldenburgische Volkszeitung [Vechta]

OV-GASTKOMMENTAR: NOTIZEN AUS DER SPRACHEBENE

„... da wieget Maria ihr Kind“

Von Wilfried Kürschner

Auch wer eigentlich ziemlich firm in Weihnachtsliedern ist, kann beim Lesen oder Hören der Titelzeile auf falsche Gedanken oder wenigstens ins Nachdenken kommen. Wie viel wiegt Marias Kind denn? Oder wiegt sie das Kind gar nicht auf einer Waage, sondern in einer Wie-ge oder nur auf ihren Armen?

Auslöser solcher Fragen ist das doppeldeutige Wort wieg(e)t. Es kann so viel heißen wie ›mithilfe einer Waage das Gewicht feststellen‹ oder aber ›(ein kleines Kind, besonders in der Wiege) sanft schwingend hin- und herbewegen‹ (Universalduden). Die beiden Bedeutungen haben nichts miteinander zu tun, sodass eigentlich nicht nur ein einziges Wort wiegen vor-liegt, sondern zwei Wörter, wiegen1 und wiegen2, die zufällig dieselbe Lautung und Schrei-bung haben. Solche Wörter werden in der Sprachwissenschaft als Homonyme bezeichnet. Ihre Fälle sind nicht nur im Deutschen Legion. Man denke an Bremse: ›Bremsvorrichtung‹ – ›Stechfliege‹, kosten: ›wert sein‹ – ›probieren‹ und viele weitere.

Wenn man genau hinsieht, verhält es sich bei wiegen aber etwas anders. Wenn wir unsere Liedzeile ins Imperfekt (= Präteritum, in die „Vergangenheit“) setzen, verschwindet die Dop-peldeutigkeit: „da wiegte Maria ihr Kind“ und „da wog Maria ihr Kind“. Ebenso im Perfekt (in der „vollendeten Gegenwart“): „da hat Maria ihr Kind gewiegt – gewogen“. Man spricht hier von teilweiser oder partieller Homonymie. Sie kommt auch bei anderen Wortarten vor, zum Beispiel Bank: ›Sitzgelegenheit‹ – ›Geldinstitut‹, aber im Plural (in der „Mehrzahl“): Bänke – Banken.

Bisher hatten wir Beispiele, die gleich gesprochen und gleich geschrieben werden. Daneben gibt es aber auch Fälle, bei denen die Lautung dieselbe ist, aber die Schreibung unterschied-lich, zum Beispiel Weise (›Art‹) – Waise (›elternloses Kind‹). Hier liegt Homophonie („Gleichlautung“) ohne Homographie („Gleichschreibung“) vor. Der umgekehrte Fall: Ho-mographie ohne Homophonie, zum Beispiel umfahren1 (bei Betonung auf der ersten Silbe: ›durch Fahren zu Fall bringen‹) – umfahren2 (Betonung auf der zweiten Silbe: ›um ... herum fahren‹). In einem Unfallbericht sollte man daher besser nicht schreiben: „Ich wollte den Poli-zisten umfahren ...“

Was bei solchen Doppeldeutigkeiten jeweils gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang, in dem das betreffende Wort gebraucht wird. Dieser Zusammenhang kann sprachlicher Natur sein (dann spricht man vom „Kontext“) oder aber sachlicher Natur: Wenn man Geld holen will und sagt: „Ich gehe zur Bank“, kommt dem Gegenüber die Bank als Sitzgelegenheit ver-mutlich gar nicht erst in den Sinn. Wenn man sich dies vor Augen führt, wird einem noch einmal klar, welch komplexes System der im Kopf hat, der eine Sprache als Muttersprache erworben hat, und vor welchen Stolpersteinen der steht, der eine Fremdsprache erlernt.

Zurück zu unserem Weihnachtslied: „Auf dem Berge, da wehet der Wind, / da wieget Maria ihr Kind.“ Bis hierhin ist, rein sprachlich gesehen, nicht eindeutig, wovon da berichtet wird. Aber aufgrund unseres Weltwissens ist den meisten von uns klar, dass hier eine Wiege, je-doch keine Waage im Spiel ist. Auch die nächste Zeile ist noch nicht ganz eindeutig: „Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand“, wohl aber die folgende: „sie hat dazu kein Wiegen-

band“. Unter einem Wiegenband verstand man, wie in älteren Wörterbüchern zu lesen ist, ein Band, mit dem die Wiege hin- und hergezogen, also in schaukelnde Bewegung gebracht wur-de, ohne dass man Hand anlegen musste. Ein solches Band konnten Maria und Joseph sich nicht leisten, sodass die erschöpfte Mutter ihren Mann bittet: „Ach, Joseph, lieber Joseph mein, / ach, hilf mir wiegen mein Kindelein.“ Ihr Mann mit vor Kälte klammen Fingern ent-gegnet: „Wie soll ich dir denn dein Kindlein wiegen? / Ich kann ja kaum selber die Finger biegen.“ Das Lied endet im wiegenden Ton: „Schum, schei, schum, schei“.

Und damit frohe Weihnachten – und bleiben Sie mir gewogen

Die Weihnachtskrippe schmückte den Altar in der Holzhauser Kirche

14.12.2016 (HH) - Eine lustige, oder doch eher traurige Geschichte aus dem Rathaus? 

Am Freitag, den 09.12. 2016 wollte ein Holzhauser Bürger seinen seit langem beantragten Personalausweis (Perso) im Rathaus  Hartum abholen. Leider wurde nichts daraus, denn ein verantwortungsbewußter Mitarbeiter oder  eine Mitarbeiterin hatte den Perso in den Rathaustresor gelegt und beim öffnen des Tresors brach der Schlüssel ab! "Da war Holland in Not",  denn der Tresor ist fest eingemauert,  bietet er ja auch für wertvolle Siegel einen sicherer Aufbewahrungsort. Jetzt muß erst einmal gestemmt und gebohrt werden, um den Tresor zu öffnen und den Perso zu entnehemen. Kann der arme Holzhauser Bürger seine Reise noch antreten? - Zum Glück gibt es ja auch Ersatzausweise, zum Glück!  

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