Heimat und Gartenbauverein Hille e.V.

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Ziel: Lebendiges Museum, vielfältige Kulturveranstaltungen, Informationen zum Gartenbau
Gründung: 1939 als Obst- und Gartenbauvereinfusioniert 2002 mit dem Heimatverein
Mitglieder: 184
1. Vorsitzende: Friedrich Krüger
Web: http://www.altebrennereihille.de/heimat-und-gartenbauverein/
Mail: info@AlteBrennereiHille.de

Vernissage

24.07.2022 (Text und Foto HH)

Handwerk trifft Kultur

Fotoausstellung in der Alten Brennerei

Hille. Am 23.Juli hatte der Hiller Heimat- und Gartenbauverein zu einer Vernissage eingeladen. Thema der Fotoausstellung, „Handwerk trifft Kultur“. 12 Bilder des Fotografen Michael Trappmann aus Hiddenhausen wurden ausgestellt.

Hermann Böhne, Ehrenvorsitzender des Vereins, begrüßte die Gäste und teilte mit, dass diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Handwerk trifft Kultur“ entstanden sei. Hier handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Kreise Herford und Minden-Lübbecke, das vom Land NRW gefördert wird. Die Organisation betreut 14 Projekte und hat auch den Relaunch des Museums in den Coronazeiten gemeinsam mit den Verantwortlichen des Vereins durchgeführt.  

Ehrenvorsitzender Hermann Böhne begrüßte die Gäste. (auf der Treppe stehend)

Stefanie Keil, Mitarbeiterin des Projektes, stellte die Arbeit kurz vor. Sie ging insbesondere auf diese Fotoausstellung ein. Die Fotos zeigen verschiedene Handwerke aus der Region. Sie werden je nach Motiv auf dem ergänzenden Trägern präsentiert. So wird z.B. das Foto "Weben" auf Stoff und das Foto "Hobeln" auf Holz gezeigt. Ohne Ehrenamt wäre diese Arbeit nicht möglich. Sie dankte allen ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung.

Jutta Buhre, stellvertretende Bürgermeisterin, dankte den Initiatoren, die diese Vernissage ermöglicht haben. Sie sei eine Bereicherung für die Gemeinde.

Zwei Highlights bot die Poetry Slammerin Sarah Lau aus Paderborn. Sie hatte ihre beiden Vorträge ganz auf den Veranstaltungsort „Brennerei“ gemünzt. Vom ersten Vortrag blieb sicherlich folgender Satz bei einigen Gästen  hängen:“ Wir brauchen keinen Alkohol um Spaß zu haben, wir haben auch Spaß ohne Alkohol“.  Im zweiten Beitrag ging es um Zitronenlimonade und um die Feststellung „Was Mama sagt, stimmt“.

Sarah Lau erntete viel Beifall für ihre Vorträge. (v.r.Sarah Lau, Hermann Böhne und Stefanie Keil)

Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Gedanken zu den Fotos machen und bei manch älteren Bsuchern wurden Kindheitserinnerungen geweckt.

Weben, Webstube Ilse, Fotograf Michael Trappmann, Stoff, 180 x 120 cm

Hobeln, Handwerksmuseum Hiddenhausen, Fotograf Michael Trappmann, Holz, 180 x120 cm

Zigarren rollen, Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum Bünde, Leinen, 180 x120 cm

Brennerei: Bilder-Collage

Kabarett

Tag des offenen Denkmals - Museumstag am 11. September von 13:30 - 18 Uhr

Alte Brennerei, Mindener Str. 71, 32479 Hille

„Gärtnern im Klimawandel – wie machen wir unsere Gärten klimafit“

 

Donnerstag, 6. Oktober 2022 um 19:00 Uhr

 

Referentin: Dr. Petra M. Bloom,

seit April 2021 neue Geschäftsführerin des Landesverbandes der Gartenbauvereine in NRW e.V. 

Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Alte Brennerei, Mindener Str. 71, 32479 Hille

Vom Apfel zum Saft - die mobile Mosterei kommt nach Hille

am 9. Oktober 2022 

 

Bitte melden Sie sich telefonisch bei Regina Krüger unter 05703/5793 an. 

Museumstag am 9. Oktober von 13:30 - 18 Uhr

Alte Brennerei, Mindener Str. 71, 32479 Hille

„Wenn der Bauer pfeift“ - Vortrag und Film über das Heuerlingswesen

am Mittwoch, 9. November um 19:00 Uhr

 

Referentin: Karin Keller, Stadtführerin aus Espelkamp

Die Espelkamper Stadtführer haben den Dokumentarfilm "Ein Heuerlingshaus im Wandel der Zeit" erstellt, er handelt über das Heuerlingswesen und der Restaurierung eines Haus. 

Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Alte Brennerei, Mindener Str. 71, 32479 Hille

12.05.2022 (Text und Fotos HH)

Das Museum „Alte Brennerei Hille“ wurde 20 Jahre alt

Die ehemalige Brennerei  Chr. Meyer ist inzwischen zu einem Wahrzeichen von Hille und zu einem Besuchermagnet geworden

Hille. Der Heimat- und Gartenbauverein Hille e.V. hatte zur Geburtstagsfeier des Brennerei – Museums eingeladen. Sie fand am 8. Mai auf dem Vorplatz der Museums statt. Unter den vielen Gästen befanden sich auch etliche ehrenamtliche Helfer und Unterstützer, die zur Renovierung der Brennerei beigetragen hatten.

Zwanzigster Geburtstag des Brennereimuseums in Hille. Viele Gäste kamen.

Der Vorsitzende Friedrich Krüger begrüßte die Gäste und freute sich, dass nach der Zwangspause durch Corona endlich wieder Führungen stattfinden können.

Museumsführer Rainer Eschedorn sagte in seinem Grußwort, dass der Vorstand die Zwangspause genutzt habe, um einen Relaunch durchzuführen. Dabei waren Stefanie Keil und Anna Sievert von dem Gemeinschaftsprojekt der Kreise Herford und Minden – Lübbecke „Handwerk trifft Kultur“ beratend tätig. Einige Ausstellungsstücke wurden neu zugeordnet und ins rechte Licht gerückt. Bei den nächsten Führungen können die Besucherinnen und Besucher diese Neuerungen in Augenschein nehmen.

Ehrenvorsitzender Hermann Böhne serviert das Hille Nationalgetränk, den Hiller Moorbrand.

Auch Bürgermeister Michael Schweiß ließ es sich nicht nehmen und war bei dieser Feier mit dabei. Er dankte den Vereinsmitgliedern und den ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement. Ohne Verein und Ehrenamt wäre so ein großes Projekt nicht realisierbar gewesen. Der Bürgermeister brachte dem Vereinswesen und dem Ehrenamt große Wertschätzung entgegen, denn sie pflegen Kultur und Gemeinschaft in unseren Dörfern.

Bürgermeister Michael Schweiß lobt das Vereinswesen und das Ehrenamt. Ohne sie wäre das Projekt  Brennereimuseum nicht zu stemmen gewesen.

Zum Mikro griff auch der Ehrenvorsitzende Hermann Böhne. Er gilt als Mann der ersten Stunde und ist bis heute der Motor des gesamten Projektes. Er berichtete über Höhen und Tiefen der Bauarbeiten und nannte dabei zwei beeindruckende Zahlen: Bei den Bau- und Renovierungsarbeiten wurden 5.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet und bei der Endabrechnung verzeichnete die Kasse ein plus von 1.000 Euro. 

Auch die Kunstszene Poetry Slam war auf der Geburtstagfeier durch Sarah Lau und Rainer Eschedor vertreten.

Zum Schluss wurde den Gästen noch etwas besonderes geboten. Sarah Lau und Rainer Eschedor trugen Texte aus der Kunstszene Poetry Slam vor.  Beim Vortrag von Sarah Lau ging es inhaltlich um die Brennerei und alkoholische Getränke und beim Text von Rainer Eschedor standen weltbekannte Namen von Spirituosen im Mittelpunkt. Nach einem Imbiss wurde zu öffentlichen Führungen durch das Museum eingeladen.

Museumsführer Rainer Eschedor stellt das Schmuckstück des Museums, die blitzblank geputzte  Dampfmaschine, vor.

Die Foto-Ausstellung "Tradition persönlich erleben" mit Fotographien von Michael Trappmann wurde am Samstag, 23. Juli um 11 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Das Publikum wurde vom Ehrenvorsitzenden Hermann Böhne begrüßt, der auch bei den Fotos mitgewirkt hatte. Die Projektarbeit "Handwerk trifft Kultur" wurde von der Koordinatorin Stefanie Keil vorgestellt. Zur Unterhaltung trug die Poetry Slammerin Sahra Lau einen eigens für das Museum verfaßten Text vor.

 

Danach war die Ausstellung am Samstag/Sonntag, 23./24. und 30./31. Juli 2022 jeweils von 14 - 17 Uhr geöffnet. Neben 17 großformatigen Fotos der Ausstellung wurden auch die Imagefilme der Partnereinrichtungen vorgeführt und Führungen durch das Museum angeboten.

Bernd Gieseking "Ja klar, ich bin schuld!"

Kabarettist begeisterte am 1. Juli

Zwei Jahre mussten die Hiller auf diesen Auftritt warten. Am 1. Juli endlich konnte Vereinsvorsitzender Friedrich Krüger den Mindener Kabarettisten Bernd Gieseking im Festzelt des Schützenvereins SV Brennhorst in Hille begrüßen. 

Die Zuhörer kamen gutgelaunt zur Veranstaltung und wurde belohnt. Von Anbeginn bezog Gieseking das Publikum in seinem Programm mit ein. Die Stimmung war super und der Künstler brachte sie zum Kichern und zu lauten Lachanfällen. Da verwunderte nicht, dass Gieseking mehrmals von seinem Konzept abwich und passende Passagen aus seinem gesamten Repertoire zum Besten gab. "Selten so gelacht wie heute Abend" resümierte eine Zuhörerin am Ende stellvertretend für viele Kommentare.

20 Jahre Alte Brennerei - Museumstag am 8. Mai

Das Kornbrennereimuseum „Alte Brennerei“ wurde am 5. Mai 2002 eröffnet. Den Ursprung bildete die ehemalige landwirtschaftliche Kornbranntweinbrennerei Christian Meyer, die 1721 gegründet wurde. Das 1895 errichtete Gebäude mit Kesselhaus und Schornstein blieben im Originalzustand erhalten und stehen als Zeitzeugnis unter Denkmalschutz. Fast das gesamte unbewegliche Inventar ist nach der Betriebsstilllegung von 1996 erhalten geblieben. 

 

In den vergangenen Wochen wurden die Räumlichkeiten optisch aufgewertet und die Ausstellung neu gestaltet und durch viele Details erweitert. Dem Museum wurde so noch mehr Originalität und Authentizität verliehen.

Nach einer kleinen Feierstunde konnten die Gäste und die Besucher am Nachmittag die Räumlichkeiten in Augenschein nehmen. Die Museumsführer informierten dabei über die vorgenommenen Ergänzungen und Veränderungen sowie den Herstellungsprozess von Kornbränden und Likören. Das Angebot wurde von vielen Interessierten aus dem gesamten Mühlenkreis angenommen, so dass bis zum Ende um 18 Uhr reger Betrieb herrschte.

FAMILIEN-REISEBLOG TRAVELSANNE!

Die Bloggerin Susanne Glas (links) aus der Nähe von Pforzheim besuchte mit Clarissa Schablowski, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes "Die westfälischen Sieb7en" am 18. September 2021 die "Alte Brennerei" in Hille. Rainer Eschedor vom Heimat- und Gartenbauverein Hille zeigten den beiden Gästen, wie in der ehemaligen Kornbrennerei der Familie Christian Meyer aus dem Getreidekorn flüssiger Korn - also Alkohol - hergestellt wurde. Die Reisebloggerin hielt sich das ganze Wochenende in OWL auf, zuvor im Café Waldkristall. Sie wird in den sozialen Medien und unter www.travelsanne.de über ihre Eindrücke berichten.

LandArt-Route 2 und Hörstation "Promille aus Hille"

Das Kornbrennereimuseum "Alte Brennerei Hille" wurde 2021 als neue Station 2.15 in die Route 2 aufgenommen. Und nicht nur das: wenn das Museum geschlossen sein sollte, kann jeder Besucher vor Ort mit seinem Handy einen QR-Code aufrufen oder eine Telefonnummen anrufen und sich eine Geschichte unter dem Titel "Promille aus Hille" erzählen lassen.

"Alte Brennerei" Partner im Projekt "Handwerk trifft Kultur"

Im Januar 2021 ging das vom Land NRW geförderte, interkommunale Modellprojekt „Handwerk trifft Kultur“ der Kreise Minden-Lübbecke und Herford an den Start. Zwei Kulturkoordinatorinnen unterstützen aktuell 16 Partnereinrichtungen. Die "Alte Brennerei" ist als ein spannender Kulturort in zweierlei Hinsicht dabei: erstens als einzigartiges Kornbrennereimuseum und zweitens als Veranstalter von Kultur im Kesselhaus.

 

Kulturelles Leben wie die traditionelle Handwerkskultur zeigt sich vielfach im ländlichen Raum. Ihre Basis ist häufig die ehrenamtliche Mitarbeit. Ziele des Projektes sind die Öffnung sowie die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Kulturorte durch gezielte Hilfestellung in den Bereichen Ehrenamtsförderung, Museumskonzeption, Marketing oder Veranstaltungsmanagement.

 

In diesem Rahmen sind inzwischen ein Logo, eine Fotoserie und ein Imagefilm entstanden.

Die westfälischen Sieb7n - 7 Ecken zum Entdecken!

Erholung garantiert! Verwunschene Moorlandschaften im Großen Torfmoor, der nördlichste Punkt NRWs, Geschichte und Geschichten rund um traditionelle Herrenhäuser, restaurierte Mühlen sowie westfälische Tradition - und das einzigartige brennend interessante Kornbrennereimuseum "Alte Brennerei" werden seit 2021 vom neu gegründeten Tourismusverband Sieben e.V. durch Clarissa Schablowski und Anna-Lena Rose beworben. 

Zwangspause ab Mitte März 2020 bis Sommer 2021 mit wenigen Ausnahmen

Mittellandkanal und Weser können nichts für Hiller Wetter -

Föst über die Wetterkapriolen der letzten 2 Jahre und Phänomene am Wiehengebirge

Friedrich Föst ist Diplom-Meteorologe, arbeitet für die Berliner Wettermanufaktur und beobachtet von seinem Büro in Lübbecke das Wetter. Der Heimat- und Gartenbauverein Hille lud den Wetterfrosch am 11. März 2020 zu einem Vortrag ein, um über die Wetterphänomene rund um das Wiehengebirge zu berichten. Vorsitzender Friedrich Krüger begrüßte rund 20 Zuhörer in der Alten Brennerei, denn „über Wetter“ wird (bis zur Corona-Krise) immer geredet.

Föst machte zu Beginn seiner unterhaltsamen Ausführungen deutlich, dass er seit frühester Kindheit für seinen Beruf vorgeprägt wurde.

Als Baby war er sehr quengelig und wurde oft von seiner Mutter im Kinderwagen mit offenen Verdeck auf der Terrasse gestellt. Stundenlang habe er so in Babyjahren die Wolken angeschaut. Später als Schüler erhielt ein Thermometer und schrieb das Wetter auf. Vom Nordhang des Wiehengebirges konnte er mit Blick nach Nordwesten die aufziehende Wolken vom Dümmer bis zum Steinhuder Meer sehen, so faszinierten ihn Graupelschauer über Hille. Es ärgerte ihn, dass in Lübbecke keine Graupelkörner und bei Gewitter im Sommer nur „3 Tropfen“ Regen fielen.

Sein Studium begann er an der Freien Universität in Berlin, weil es dort einen Studiengang Wettervorhersage gab. Mit anderen (Zitat) wetterverrückten Leuten, die er im Studium getroffen habe, fuhren sie dem Wetter hinterher, um z. B. in den USA Tornados zu jagen. 

Sein Arbeitgeber ist in Berlin-Tempelhof ansässig. Seine sechs meteorologischen Kollegen sitzen in einem Büro im Obergeschoss, natürlich mit Fensterfront nach Westen. Föst arbeitet regulär ca. 400 km weiter westlich im Homeoffice in Lübbecke. Dabei verfolgt er die Wetterdaten auf drei Bildschirmen und wirft immer wieder einen Blick nach draußen über die norddeutsche Tiefebene.

Wer braucht alles Wettervorhersagen?

In den vergangenen Monaten wurden schwerpunktmäßig Winterdienste wie Autobahn- und Straßenmeistereien der Kommunen bedient. Im Frühjahr und Sommer sind Landwirte vom Wetter abhängig und ständig die Bauwirtschaft, Energieversorger, Medien, Versicherungen, Freizeitbereich, Luft- und Schifffahrt sowie der Schienenverkehr. Der Referent erinnerte an den früheren Slogan „Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ der Deutschen Bahn und sorgte für Lacher beim Publikum, die dabei an Zugausfälle durch Stürme und Schneefall sowie defekte Klimaanlagen dachten.

Jahrhundertsommer in 2018 und 2019

2016 und 2017 waren verregnete Sommer. April und Mai 2018 waren die wärmsten Monate, seitdem es Wetteraufzeichnung gibt, und der Beginn eines sehr trockenen Sommers. Fotos des Weserwasserstandes in Minden vom Februar 2018 und Oktober 2018 machten die Veränderung sehr deutlich. 

Das Hoch Vera brachte 2019 den zweiten Jahrhundertsommer in Folge mit viel Sonnenschein und neuer Dürre. Der Mais vertrocknete teilweise und Bäume verloren schon Anfang August vielfach ihre Blätter.

Die Winterstürme Sabine, Victoria und Yulia hatten zwar nur Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h, weil aber die Bäume vorgeschädigt sind, machten sie dort weiter von Orkan Friederike aufgehört habe und verursachten großen Schaden in den Wälder, so der Experte.

Das derzeitige Standwetter mit Island-Tief und Azoren Hoch sorgt für Westwind vom Atlantik mit 15 bis 16 Grad Celsius und bescherte uns einen milden Winter. Von Dezember 2019 bis Februar 2020 war es viel wärmer als normal. So blühten vor Weihnachten in Föst´s Garten. Der Februar war der wärmste und nasseste seit 130 Jahren. 

„Obwohl es zuletzt viel geregnet hat, ist es immer noch zu wenig“ sagte Föst, dabei berief er sich auf den Dürreindex der Helmholtz Umweltforschung vom 8. März 2020 (gemessen wird in 1,8 m Bodentiefe).

Ist der Mittellandkanal eine Wetterscheide?

Diese Frage konnte der Wissenschaftler eindeutig verneinen, salopp gesagt, gab es Wetter schon vor dem Bau des Kanal vor gut 105 Jahren. Aber Flüsse haben keinen Einfluss, abgesehen von höherer Nebelneigung.

Dagegen stellt das Wiehengebirge das erste Hindernis da und sorgt für höhere Niederschlagsmengen im südlichen Kreisgebiet (ca. 700 bis 800 l/m²) verglichen mit dem Nordkreis von ca. 650 l/m².

Zudem gibt es nicht nur Föhn in den Alpen, sondern auch bei uns am Wiehengebirge, bei dem warmer Fallwind am nördlichen Berghang heruntergleitet. Die Föhnwolken – auch Föhnfische genannt - sehen wie Wellen aus. 

Unwettervorboten sind s. g. „Kuheuterwolken“, sie kündigen starke Gewitter an. Dabei können Fallböen mit Orkanstärke (140 – 150 km/h) entstehen, die selbst alte Hofeichen entwurzeln und komplette Maisfelder platt machen können. Dem Meteorologen ist aufgefallen, dass die Gewitter zwei Lieblingsbahnen haben. Zum einen ziehen sie vom Ruhrgebiet über Osnabrück über den Nordwesten des Mühlenkreises oder sie kommen von Bielefeld über Bad Oeynhausen und den östlichen Kreis. „Hille sitzt quasi zwischen den Stühlen und wir oft von Gewittern verschont“ so Föst.

Zum Schluss beantwortete der Lübbecker noch Zuhörerfragen (Zusammenhang von Kopfschmerzen und dem Wetter? Wie wird der Sommer? Machen Flugzeuge Wetter?) und machte eine Wettervorhersage Regen in der Nacht, Sonnenschein mit Sturmgefahr und frühlingshaftes Wetter mit zweistelligen Temperaturen am Wochenende. Und wie wurde das Wetter der nächsten Tage? Es stimmte mit der Vorhersage überein!

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