Geschichten von hier

13.01.2018 (WW)

Radler – Frust

Gut gelaunt, motiviert und voller Vorfreude starten wir, wie jeden Dienstag pünktlich um 18.30 Uhr mit einer fünf – köpfigen Radlertruppe zum Sportabend mit Geselligkeit.

Der Sport besteht darin, eine Strecke von ca.25 bis 30 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 20 km/h zurückzulegen. Der gesellige Teil beinhaltet eine Pause nach der halben Strecke und abwechselnd bei einem Radfreund nach der Tour einen schönen Abschluss in fröhlicher Runde.

Während der Fahrt traten so nach ca.13 bis 15 km zwei Probleme auf. Man bekommt so eine Unruhe beim Sitzen und schlimmer ist der plötzlich aufkommende Durst. Den Wendepunkt mit Gastronomie kann man fast schon sehen. Vorfreude macht sich breit. Aber dann die Enttäuschung: RUHETAG!

Die Laune geht in den Keller.  Neue Vorschläge sind gefragt. In zwei km Entfernung gibt es die nächste Möglichkeit, etwas zu trinken. Also los, das schaffen wir auch noch. Kurz Gas geben und schon sind wir da. Nun der Schock:  URLAUB BIS ZUM ……. .

Frust steht jedem ins Gesicht geschrieben. Unmut macht sich breit, aber einen Versuch haben wir noch in der Nähe. Schnell hin und Fahrräder abschließen. An der Eingangstür werden wir abgefangen: GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT!

Fassungslos lamentieren wir über die Unverfrorenheit uns an einem Dienstag zu ignorieren. In letzter Zeit haben wir immer häufiger Probleme geeignete Halbzeitgastronomie zu finden. Man möchte ja nicht immer die gleiche Route fahren.

Das Kneipensterben trifft uns hart. An uns kann es ja nicht liegen, meinen wir jedenfalls. Dann eben nicht! Trotzig geht es aufs Rad und auf direktem Weg zur Terrasse eines Mitfahrers. Nach dem ersten Bier löst sich die Verkrampfung. Während des Rückweges wurde nämlich kaum gesprochen. Eine Stunde später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Der Frust war besiegt und man konnte über so viel Pech schon wieder lachen.  Gegen 22.00 Uhr wird der Heimweg angetreten mit großer Vorfreude auf den nächsten Dienstag.     

Fazit: Eine Geschichte, die mit guter Laune begonnen aber am Ende doch ein wenig an Fahrt verliert. Der Artikel sollte vielleicht Denkanstoß geben, wie es um unsere Freizeitkultur bestellt ist und ob man dieser nicht irgendwann nur noch hinterherschaut! Die folgenden beiden Gaststätten in unserem Umfeld, sind nun ebenfalls nicht mehr anfahrbar! 

Dorfkrug in Hartum.

Landgasthaus Eichenhain in Friedewalde

So eine Lachsforelle fängt man nicht alle Tage

27.08.2017 (WW)

Anglerglück   -   hatte ich schon mal

 

Am Abend vor dem großen Angeltag werden die Gerätschaften kontrolliert und gewartet. Nicht, dass bei einem Biss dann Komplikationen auftreten und der Fisch nicht gelandet werden kann. Eventuell beißt der Fisch meines Lebens an einem anderen Tag! Das Wichtigste ist aber der Köder, hier kommt jeder mit seinem eigenen Favoriten zum Angeln. Jede Erläuterung zum Köder beginnt mit dem Satz: “ Damit habe ich schon mal „…….

Wenn man etwas Vernünftiges fangen will muss man früh aus den Federn. Daran scheitert aber schon so mancher Angeltag. Gefolgt von dem Blick aus dem Fenster, Schietwetter. Heute wird aber gut gelaunt der Weg zum See in Angriff genommen. Nach Freigaben und Schonzeiten der Fischarten werden die Angeln am Lieblingsplatz für den großen Fang in Stellung gebracht. Am Ufer werden alle Utensilien für den großen Fang bereitgelegt.

An der Stelle habe ich schon mal“ …….

„Hier habe ich schon mal .den Karpfen nicht landen können, weil ich den Kescher nicht ausgepackt hatte“……Gute Vorbereitung ist alles!  Mit Top – Ködern am besten Platz und mit großer Zuversicht beginnt der Angeltag.

Eine gute Vorbereitung ist alles!

Eine halbe Stunde ist vorbei und nichts hat sich getan. Die Angeln einholen und die Köder kontrollieren, ist alles in Ordnung? Die Angeln wieder ins Wasser und warten auf den ersten Biss. Nach einer Stunde wieder die gleiche Übung, schon mit etwas Ungeduld. Erste Zweifel, ist das der richtige Köder? Woher kommt der Wind? Ist es zu warm heute? Haben wir Vollmond?. Nach zwei Stunden ist die Laune deutlich gesunken. Kein Biss, soll ich einpacken?

Ich habe schon mal. kurz vorm einpacken …….

Also noch eine halbe Stunde Zugabe. Kurz bevor ich den Angeltag abbrechen will, ein Zappeln der Pose, war das ein Biss? An die Angel und vorsichtig die Angel einholen. Man spürt sofort dass jede Pfanne für diesen Fisch zu groß wäre. Ein kleines Rotauge nehme ich vom Haken. Was nun? Ist das jetzt der Startschuss für mehr Fisch, oder soll ich trotzdem aufhören? Natürlich wird jetzt weitergeangelt.

 Zum einen habe ich schon mal …….

und vielleicht kommt noch der große Fang ……..

Die Ruhe muss man genießen!

Nach sechs Stunden ist Schluss mit Angellust! Einpacken und möglichst unsichtbar verschwinden. Die Kommentare der anderen angelnden Kollegen möchte ich gar nicht hören.

Vielleicht habe ich schon mal ……..

ein wenig gelästert bei deren nicht vorhandenem Anglerglück. Auf dem Weg zum Auto muss ich noch einen Angler passieren. Nach Petri Heil und Petri Dank zeigt der Kollege auf die beiden schönen Karpfen, die dort im Gras liegen, das ist Anglerglück! Mit den Worten: „Ich habe nur Verwendung für einen Fisch, willst du den anderen nicht mitnehmen“? Plötzlich habe ich auch noch Anglerglück. Dieses großzügige Angebot nehme ich dankend an.

 So ein Anglerglück hatte ich noch nie ……..

Die Weserleiche in Holzhausen II

Herbstlich wird es, auch um die Handwerksscheune in Holzhausen II. Die Geranien sind verblüht, bunte Blätter liegen auf dem Rasen und um die Ecke weht ein kalter Wind. Aber in der Scheune ist es mollig warm, alle Sitzplätze sind besetzt, denn Herbstzeit heißt auch Lesezeit.

Der Heimatverein Holzhausen II hatte zu einer Autorenlesung mit der Schriftstellerin Andrea Gerecke eingeladen. Es wurden Zweibel- und Lauchkuchen, Wein und weitere kalte Getränke serviert. Die Gäste waren gespannt, was sie heute wohl zu hören bekommen würden.

Die Autorin las aus ihren neusten Krimi „Die Weserleiche“. Es ist ihr siebter Kriminalroman, der in Minden und Umgebung spielt und einen lokalen Bezug hat. Das Moor, der Kanal die Weser und die Windmühlen werden in die Geschehnisse mit eingebunden.

„Ich möchte Land und Leuten ein Denkmal setzen“, sagt die Autorin und Diplom Journalistin, die 1999 von Berlin nach Unterlübbe gezogen ist. Diesen Schritt habe sie bis heute nicht bereut, denn sie liebe diese Landschaft und die Menschen, die hier leben.

In allen Romanen ermittelt Hauptkommissar Alexander Rosenbaum, der auch von Berlin in die ländlichen Gefilde gezogen ist und hier nun seine Fälle zu lösen hat.

In diesem Krimi geht es um einen Fund, eingewickelt in blauen Plastiksäcken und mit braunem Klebeband zugeklebt, den der zehnjährige Konrad am Weserufer in Minden entdeckte. Eigentlich wollte er mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester ein schönen Badetag an der Weser verleben, aber daraus wurde nichts. Die Mutter entdeckte, dass aus einer Ecke des Plastiksackes ein Fuß herausragte und verständigte die Polizei. Dann nahm Hautkommissar Rosenbaum seine spannende Arbeit auf und löste den Fall.

Nach der Lesung berichtete Andrea Gerecke über ihre Arbeit und stellte heraus, dass sie nicht nur lokalbezogene Krimis, sondern auch Gute-Nacht-und Weihnachtsgeschichten schreibe. Auch berichte sie im Hiller Anzeiger, Hille extra und dem Minden Kurier. Ideen für den achten Krimi mit lokalen Bezug habe sie schon im Hinterkopf. Vielleicht kommen Holzhausen und die Handwerksscheune ja darin vor, denn Mordwerkzeuge sind in der Scheune reichlich ausgestellt, meinten die Gäste. Es bleibt spannend!

Selbstverständlich wollten viele Gäste wissen, wer der Mörder war und kauften sich ein Buch, das von Andrea Gerecke signiert wurde.

22.12.2016 (HH) Der nächste Frühling kommt bestimmt!

Wer sich im nächsten Frühling an so einem bunten Tulpenbeet erfreuen möchte, sollte jetzt die Tulpenzwiebeln pflanzen. Man sollte sie 10 cm tief in einen humusreichen Boden setzen. Im nächsten Frühling ist die bunte Vielfalt da, ganz ohne unser Zutun. Tulpen sind ein Wunder der Natur, sie blühen auch dann, wenn es im Frühling ab und zu friet und schneit.  

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