Gemeinde-Kolorit

Das Ziel: Weniger Wahlplakate

Gemeinde stellt keine Plakattafeln auf / Freiwillige Selbstbeschränkung für Parteien und Wählergruppen angestrebt 

Wenige Wochen vor Wahlen hängen sie an Bäumen und Straßenlaternen, stehen an Kreisverkehren und verkehrsreichen Straßen und lenken wohl auch Autofahrer ab: Wahlplakate.

Ihre Flut will die FDP-Fraktion zumindest auf Gemeindegebiet eindämmen und stellte daher den Antrag, die Gemeinde Hille mit der Bereitstellung von Plakatständern zu beauftragen. Diese Forderung lehnte der Haupt- und Finanzausschuss kürzlich in seiner Sitzung mehrheitlich ab.

In ihrem Antrag an die Verwaltung bezog sich die FDP-Fraktion auf die Stadt Rahden, wo das Modell bereits erfolgreich praktiziert werde. Für die Gemeinde Hille wünschten sich die Liberalen für jede für eine Wahl zugelassene Partei und Wählergruppe einen Plakatständer in DIN A0 – also für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.

Die Verwaltung hatte im Vorfeld mehrere Probleme ausgemacht: Geeignete gemeindeeigene Flächen, Herstellung und Aufstellen der Ständer, deren Verteilung und Größe sowie eine Privilegierung der Wahlwerbung, die ein generelles Verbot der Plakatierung nicht zulässt. Als Standort hätte in jedem der aktuell 15 Wahlbezirke eine öffentliche, prominente Fläche gefunden werden müssen – unter Berücksichtigung des Abstands zu Nachbargrundstücken und Sichtdreiecken für den Fahrzeugverkehr. Eine Plakattafel würde rund 500 Euro kosten, für Aufstellen und Abbau würden nach jeder Wahl 2.700 Euro an Personalkosten anfallen (zwei Mitarbeiter*innen, jeweils eine Stunde Arbeitszeit pro Standort für Aufbau und späteren Abbau).

Und dann wäre da die Gleichbehandlung der Parteien und Wählergruppen: Wie groß sollen die Tafeln sein? Erhalten große Parteien mehr Fläche als kleine oder wird allen dieselbe Größe zur Verfügung gestellt? Immerhin traten bei der Bundestagswahl 2017 23 Parteien und bei der Europawahl 2019 40 an. Und würden sich alle Parteien freiwillig auf die Plakattafeln beschränken? Ein gemeinsames Vorgehen könnte nach Ansicht der Verwaltung schwierig werden. Letztendlich wurde vom Ausschuss ein Beschluss gefasst, dass die im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppen eineeinvernehmliche Regelung bei der Plakatierung anstreben sollen mit dem Ziel, die Plakatflut einzudämmen (freiwillige Selbstbeschränkung).

Luca-Schlüsselanhänger im Rathaus erhältlich


Viele Gewerbetreibende in der Gemeinde Hille setzen inzwischen die Kontaktverfolgungs-App Luca ein. Wer die Luca-App auf seinem Handy installiert hat, kann sich dann einfach mit seinem Smartphone bei allen Einzelhändlern oder Gastronomiebetrieben, die das System nutzen, einchecken. Damit entfällt das Ausfüllen von Kontaktformularen. Die Daten werden bei Bedarf verschlüsselt an das Gesundheitsamt übertragen, so dass im Infektionsfall Nachverfolgungen einfacher möglich sind.

Wer kein Smartphone besitzt oder nutzen will, kann im Bürgerservice der Gemeinde telefonisch (0571 4044 234 oder -235) oder per E-Mail (@hille.de) einen analogen Schlüsselanhänger anfordern. Eine entsprechende Anleitung für die Einrichtung und Verwendung wird beigefügt. Voraussichtlich ab Mitte nächster Woche soll das System dann auch im Rathaus selbst für Besucher zur Verfügung stehen.

Frühjahrsspaziergang im Großen Torfmoor

Ein Besuch im Naturschutzgebiet lohnt sich, doch die Besucher*innen müssen sich an die Vorschriften halten

Natur- und Landschaftsführer Rainer Eschedor ist immer wieder erstaunt bei seinen Wanderungen durchs Naturschutzgebiet Großes Torfmoor: Begegneten ihm vor Corona meist ältere Menschen und zwar am Wochenende, so sind es jetzt alle Altersklassen an jedem Tag der Woche. „Bei schönem Wetter sind häufig alle sieben Parkplätze am Rand des Naturschutzgebiets voll mit Autos.“ Dieser hohe Besucherdruck kann für das sensible Hochmoor mit seiner spezialisierten Fauna und Flora, das nur von Regenwasser gespeist wird und keine Verbindung zum Grundwasser hat, gefährlich werden – nämlich wenn sich Besucher*innen nicht an die für Naturschutzgebiete geltenden Regeln halten. Die wichtigsten lauten: Auf den Wegen bleiben, Hunde an die Leine nehmen, keine Pflanzen entnehmen, keine Tiere stören, Abfall wieder mitnehmen und keine Stöcke ins Wasser oder Moor werfen. Natürlich sind auch motorisierte Fahrzeuge nicht erlaubt.

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Blick über das Große Torfmoor mit dem Wiehengebirge im Hintergrund.

Foto: Gemeinde Hille

Rainer Eschedor erlebt immer wieder Episoden, die ihn zum Eingreifen veranlassen. Das darf er, denn er ist nicht nur zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, sondern unterstützt den Kreis Minden-Lübbecke auch ehrenamtlich als Naturschutzwacht. Wer im Moor herumstapft oder seinen Hund dort frei laufen lässt, wird von ihm angesprochen, ermahnt und über den Lebensraum „Hochmoor“ informiert. Ein begehrtes Ziel ist das Große Torfmoor mit seiner weiten Landschaft, den Gewässern und Aussichtstürmen mittlerweile für Hochzeitspaare, Konfirmanden und Eltern mit Babys geworden. Häufiger, als ihm lieb ist, erwischt Rainer Eschedor Hobbyfotografen und ihre Modelle abseits der Wege auf den Heide- und Grasflächen, wo sie Pflanzen zertreten und Tiere aufscheuchen.

Dabei geht es dem Hochmoor nach den Hitzejahren 2018, 2019 und 2020 sowieso nicht gut. Kaum Regen und hohe Verdunstung ließen den Wasserpegel extrem sinken. „Er lag zwischenzeitlich bei bis zu 50 Zentimeter unter dem mooreigenen Wasserstand. Das Defizit ist noch nicht aufgeholt, obwohl sich das Moor dank der letzten beiden niederschlagsreichen Winter gut erholt hat“, sagt Rainer Eschedor. Besonders die Flora habe gelitten: 2018 sei der Sonnentau in der Frühjahrshitze verbrannt, 2019 habe es kaum Wollgras gegeben, und manche Moorteiche wie der ehemalige Torfstich am Stellerieger Damm fielen so trocken, dass sich Binsen ansiedelten, die sich nun trotz eines ansehnlichen Wasserstands ausbreiten wie Unkraut. Immerhin stecken dort einige Sumpfcallas ihre Blätter aus dem Wasser – ein gutes Zeichen.

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Die seltene Sumpfcalla.

Foto: Rainer Eschedor

Wer in diesen Tagen einen Spaziergang durchs Große Torfmoor macht, kann mit ein wenig Glück Kraniche im Gelände erkennen, Kiebitze, Möwen und Wildgänse beobachten, Brachvogel und Lerchen hören. Die Moorschafe, die die Flächen beweiden und dabei die jungen Birken abknabbern, sind erst ab Mai im Gelände. Verblüht ist bereits die Besen- und die Glockenheide, doch wer die Augen offen hält, entdeckt das Schmalblättrige und das Scheidige Wollgras in voller, wenn auch unscheinbarer Blüte. Umso auffallender sind später die Wattebausch ähnlichen Fruchtstände.

Trotzdem lässt sich das Große Torfmoor in seiner ganzen Vielfalt erleben: Mit der neuen App „Lauschtour“. An 15 Punkten sind per Handy kurze Wortbeiträge, Bilder und Töne abrufbar. Ein Moorfrosch quakt, Kiebitze rufen, Libellen wie dieMoosjungfer sind zu sehen. Die „Lauschtour“ ergänzt den 2005 eingeweihten Moorerlebnispfad, der, weil morsch oder nicht genutzt, teilweise zurück gebaut wurde. (www.hille.de)

Mehr Umweltschutz

Verwendung von Recyclingpapier in Rathaus, Grundschulen und Verbundschule

Natur- und Umweltschutz sollen im Rathaus und in den sich in der Trägerschaft der Gemeinde Hille befindlichen Schulen nach Ansicht der Grünen-Fraktion eine größere Rolle spielen. In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde über deren Antrag abgestimmt, in den Einrichtungen zukünftig grundsätzlich Recyclingpapier zu verwenden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die heutigen Recyclingpapiere hätten, heißt es in dem Antrag an die Verwaltung, längst nichts mehr mit den grauen Seiten aus den Anfangsjahren zu tun. Die DIN-Normen des Umweltzeichens Blauer Engel stellten sicher, dass das Papier problemlos in Druckern und Kopiergeräten verwendet sowie archiviert werden könne. Das Papier muss folgende Kriterien aufweisen: FSC-Siegel und Zertifizierung Blauer Engel, hergestellt aus 100 Prozent Recyclingfasern, prozesschlorfrei gebleicht (PCF), alterungsbeständig nach DIN 6738 und zertifiziert für professionelle Trockentonersysteme nach DIN/EN 12281.

Damit werde, so die Grünen, sichergestellt, dass das Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft stamme und umweltschonend produziert werde. Auf diese Weise könnten Frischfasern, Strom und Wasser in der Herstellung eingespart werden.

Nicht nur die Politik, sondern auch die Verwaltung begrüßte den Vorschlag. Im Rathaus wurde das Recyclingpapier bereits in Kopiergeräten und Druckern in einem Kurzversuch getestet – Probleme traten nicht auf. Sollte das auch langfristig der Fall sein, steht der Umsetzung des Antrags nichts mehr im Weg. Zumal die jährlichen Mehrkosten gering sind: Der Kauf von Recyclingpapier fürs Rathaus sowie die vier Grundschulen und die Verbundschule schlägt mit plus 500 Euro zu Buche. (www.hille.de)

Warnton beim Abbiegen

Zehn Großfahrzeuge der Feuerwehr sollen mit Abbiegeassistenz-Systemen nachgerüstet werden

Immer wieder werden Fahrradfahrer oder Fußgänger beim Überqueren einer Kreuzung, wo die Ampel für sie auf grün steht, verletzt oder gar getötet, weil sie sich im toten Winkel eines abbiegenden Lkw bewegen – der Fahrer sieht sie nicht, ein Zusammenprall ist die Folge. Mit diesem Problem haben auch die Fahrer*innen von großen Feuerwehrlöschfahrzeugen zu tun. Hier ist die Situation besonders gefährlich, wenn sie zu einem Einsatz rausfahren, denn die Nerven sind angespannt, der Stresspegel ist hoch. Um den Feuerwehrleuten ihre Arbeit wenigstens in diesem Punkt zu erleichtern und natürlich um Radfahrer und Fußgänger zu schützen, hat der Bund ein Programm aufgelegt, mit dem die Nachrüstung von Großfahrzeugen mit Abbiegeassistenz-Systemen gefördert wird.

Das Programm stellte Bernhard Förster, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille, kürzlich dem Feuerschutzausschuss vor. Pro Fahrzeug steuert der Bund 1.500 Euro bei, die Einbaukosten liegen bei 2.380 Euro. Somit verbleibt für die Gemeinde ein Anteil in Höhe von 8.800 Euro. Den Antrag auf Förderung wird die Gemeinde bis zum 15. Oktober 2021 einreichen.

Insgesamt zehn Löschfahrzeuge sollen mit dem System ausgestattet werden: Die LF 10 an den Standorten Südhemmern, Eickhorst und Oberlübbe, die LF 20 in Hille und Holzhausen II, der RW in Hille, das GW-L2 in Hartum und das HLF 20 in Rothenuffeln sowie die MLF in Nordhemmern und Unterlübbe. Das Abbiegeassistenz-System beinhaltet ein Radarsystem, die Erkennung und Meldung von seitlichen Objekten im toten Winkel, eine Warnung bei mobilen Objekten (Lkw, Pkw, Motorräder, Fahrräder, Fußgänger), eine akustische und visuelle Warnung und die ABE (allgemeine Betriebserlaubnis) nach Paragraf 22 STVZO. Ab 2024 ist ein Abbiegeassistenz-System für alle neu zugelassenen Großfahrzeuge, darunter auch die der Feuerwehr, Vorschrift. (www.hille.de) 

Gemeinde - Feuerwehr

Feuerschutzausschuss vertagt Entscheidungen

Die drei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) der Löschgruppen Rothenuffeln, Unterlübbe und Nordhemmern sind rund 20 Jahre alt und haben bis zu 145.000 Kilometer auf dem Tacho. Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen sind laut Bernhard Förster, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille, nicht mehr zu übersehen, aufwendige Reparaturen fallen immer wieder an, das Alter setzt den Fahrzeugen zu. Und die Löschgruppe Holzhausen II benötige, so der Wehrführer, ein neues wasserführendes Fahrzeug, dessen Tank 3.000 bis 4.000 Liter fasse, damit Gebäudebrände im wasserarmen Norden der Gemeinde effektiv bekämpft werden könnten. Ob beziehungsweise wann die Verwaltung die Aufträge für den Kauf neuer Fahrzeuge vergeben kann, steht nach der letzten Sitzung des Feuerschutzausschusses noch nicht fest: Endgültige Beschlüsse wurden nicht gefasst, die Entscheidung wurde verschoben. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet im August 2021 statt.

Bis dahin soll, so der Wille der Politik, im Rahmen eines Arbeitskreises geklärt werden, wie es mit der zukünftigen Brandschutzbedarfsplanung und erforderlichen Standorten der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde weitergeht. Dem Arbeitskreis gehören Bürgermeister Michael Schweiß, Fachbereichsleiter Detlef Hartmann, Leiter der Feuerwehr, Bernhard Förster und seine beiden Stellvertreter Andreas von Behren-Krüger und Sven Bredebusch, Kirsten Gardini als Vorsitzende des Ausschusses sowie je 1 Vertreter aus den Fraktionen an.

Die Politik will angesichts der erheblichen Investitionen erst auf der Basis der im Arbeitskreis ermittelten Ergebnisse u.U. mit externer Unterstützung ihre Entscheidungen fällen. Die Kosten für ein MTF sind mit 55.000 Euro kalkuliert, das Löschfahrzeug würde 400.000 Euro kosten.

In diesem Zusammenhang schlug die Verwaltung in Absprache mit der Feuerwehr dem Feuerschutzausschuss erneut vor, einen Beschluss über die Nutzungsdauer von Feuerwehrfahrzeugen zu fassen. Das würde Planungssicherheit bringen, Ersatzbeschaffungen könnten rechtzeitig auf den Weg gebracht, die Investitionen im Haushalt berücksichtigt werden. Die Haltefrist von Großfahrzeugen solle, so lautete der Beschlussvorschlag bereits im Herbst 2019 und nun auch aktuell,  auf 25 Jahre festgesetzt werden, die für Mannschaftstransportfahrzeuge auf 20 Jahre.

Auch bei diesem Tagesordnungspunkt mochten sich die Politiker noch nicht festlegen.

Informationen erhielt der Fachausschuss von Bernhard Förster über den Wunsch der Löschgruppe Eickhorst nach einer Garage für das neue MTF am örtlichen Feuerwehrgerätehaus. Eine Unterstellmöglichkeit für das im Dezember 2020 in Dienst gestellte Fahrzeug gibt es bislang nicht. Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses wird der Wehrführer Kostenkalkulation, konkrete Angebote und Bauplanung vorstellen. (www.hille.de)

Bürgerbus

Der Bürgerbus – eine Erfolgsgeschichte

In coronafreien Zeiten nutzen monatlich 550 Fahrgäste die Linie 526

Seit gut zehn Jahren rollt der Bürgerbus durch die Gemeinde Hille, viele Bürger*innen kennen das weiße Fahrzeug mit der orange-grauen Beschriftung und wissen: Er hält im Stundentakt auch in entlegeneren Straßen und Ortsteilen der Gemeinde, in die kein anderer Linienbus fährt und steuert Haltestellen an, an denen sie in andere Linien umsteigen können um nach Minden, Lübbecke und Rahden sowie in die weitere Region zu kommen. Auch bringt er sie nach Hille und Hartum, wo sich Geschäfte, Betriebe, Dienstleister und Ärzte konzentrieren. Wer zum Rathaus will, wird direkt vor der Tür abgesetzt. Bei den beiden Seniorenheimen in Hille und nahe der Apotheke in Rothenuffeln hält der Bürgerbus ebenfalls. 

Der Bürgerbus ist ein Linienbus der MKB Die Linie trägt die Nummer 526. Es gibt einen detaillierten Fahrplan, in dem alle 49 Haltestellen namentlich und als Plan, die Abfahrtszeiten und Tarife – es gelten die der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (MHV) – aufgeführt sind. Jetzt, in Coronazeiten, ist er  nur im Bürgerbus erhältlich, ansonsten liegt er unter anderem im Rathaus, in Apotheken und Läden aus. 

Im Dezember 2009 wurde der Bürgerbusverein Hille gegründet. Grundidee ist es, in der Gemeinde Hille eine Nord-Süd-Busverbindung anzubieten und damit die Alltagsmobilität der Einwohner*innen sicher zu stellen, denn die Linie 605 nach Minden und Rahden beziehungsweise die Linie 513 nach Minden und Lübbecke verkehren nur in Ost-West-Richtung.

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Der Bürgerbus Hille startet am Rathaus in Hartum, Manfred Sudek sitzt am Lenkrad.

Foto: Gemeinde Hille

Mitfahren dürfen nach Auskunft von Karl-Heinz Haseloh, Vorstandsmitglied des Bürgerbusvereins, große und kleine sowie alte und junge Menschen. So schätzen Senioren*innen und Personen mit Behinderungen den Fahrservice genauso wie Schüler*innen und Menschen ohne Führerschein. Acht Fahrgäste finden in dem Transporter Platz, auch ein Rollator oder Rollstuhl wird mitgenommen.

Der Bürgerbus fährt im Stundentakt normalerweise montags bis freitags von kurz nach 7.00 bis 16.30 Uhr, geparkt wird er am Rathaus in Hartum, wo die erste Tour beginnt. Pandemiebedingt erfolgt der Start akuell um 8.10 Uhr. Täglich kommen 325 Kilometer auf den Tacho, das macht aufs Jahr hochgerechnet 78.000 Kilometer. Bis auf Südhemmern – hier hält die Linie 605 mit Haltestellen in Hille und Hartum und entsprechendem Anschluss an den Bürgerbus – werden alle Dörfer im Gemeindegebiet angefahren. 

Das Besondere am Bürgerbus sind nicht nur ein den klassischen ÖPNV ergänzender Streckenverlauf und die geringe Anzahl an Sitzplätzen, sondern seine Fahrer*innen: Sie setzen sich ehrenamtlich hinters Lenkrad. Aktuell sind es 21 Männer und eine Frau, die meisten sind Rentner, elf von ihnen sind seit der ersten Fahrt am 2. August 2010 dabei. 

Einer von ihnen ist Dieter Gartmann, der sich zudem um die technische Sicherheit des Fahrzeugs kümmert, dafür sorgt, dass beispielsweise neue Reifen aufgezogen werden und der TÜV-Termin eingehalten wird. Die Betriebskosten übernimmt die MKB. Dieter Gartmann ist mit Leib und Seele Busfahrer, lernt er doch ständig neue, interessante Menschen kennen. Seine ruhige, ausgeglichene, freundliche Art kommt bei den Fahrgästen an. Manche schütten ihm ihr Herz aus, berichten von ihren Sorgen und Problemen, vertrauen ihm. „Für sie bin ich eine Art Kummerkasten“, sagt Dieter Gartmann.

Er und seine Kolleg*innen werden manchmal auch beschenkt, bekommen als Dankeschön Süßigkeiten oder selbst gekochte Marmelade. Dieter Gartmann erinnert sich an eine vor dem Bürgerkrieg im Nahen Osten geflohene Frau, die ihm ein süßes, noch warmes Gebäck überreichte – gebacken nach einem Rezept aus ihrer Heimat. Eine andere geflüchtete Mutter, die ihr Kind zur Schule brachte,  bat ihn quasi um einen Deutschkurs während der Fahrt. Er solle viel mit ihr sprechen, damit sie die fremde Sprache lerne. „Heute kann sie fließend Deutsch“, freut er sich, ihr auf diese unkomplizierte Art geholfen zu haben.

In normalen Zeiten zählt der Bürgerbusverein nach Auskunft von Karl-Heinz Haseloh durchschnittlich 550 Fahrgäste im Monat, im ersten Coronajahr 2020 war es ein Drittel weniger. In den Anfangsjahren nutzten lediglich 40 Menschen monatlich den Bus – der Service musste sich erst noch herumsprechen.

Das Projekt „Bürgerbus“ steht und fällt mit den Fahrern. Nur wenn sich genug Männer und Frauen ehrenamtlich engagieren (sie benötigen lediglich den Führerschein Klasse B, früher Klasse 3), kann der Fahrdienst aufrecht erhalten werden. Wer Interesse hat, kann sich an Karl-Heinz Haseloh, Telefon 05703/1719, wenden. Der informiert nicht nur über den Bürgerbus, sondern auch über dessen Förderverein. „Bei uns wird Geselligkeit groß geschrieben. Der Förderverein organisiert Grillabende, Ausflüge und andere Unternehmungen.“ (www.hille.de)

Storche

18 Storchenpaare brüten

Auch das neue Lidl-Nest in Hille ist wieder besetzt

22 Storchennester gibt es in der Gemeinde Hille, verteilt auf acht Dörfer, und in 18 von ihnen wird definitiv gebrütet, für drei gibt es einen Brutverdacht, auf einem wurde möglicherweise ein Kurzbesucher gesichtet.

Die Storchenpopulation stets im Blick hat seit langem Dr. Alfons Bense vom Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“. Regelmäßig dokumentieren er und seine Mitstreiter das Geschehen auf und an den Horsten. Sie beobachten, ob alte Bekannte oder Neulinge ein Nest besetzen, notieren Ringnummern, säubern die Nisthilfen im Frühjahr und polstern sie aus, sie zählen, wenn möglich, die Eier, halten Brutbeginn und Schlupf fest und beringen die Jungvögel. Auch den ein oder anderen Misserfolg müssen sie  hinnehmen, seien es Konkurrenzkämpfe, die eine Brut verhindern, unbefruchtete Eier oder tote Jungtiere.

Zahlreiche Storchenpaare beziehungsweise einzelne Störche sind standorttreu und brüten bereits seit Jahren im selben Nest oder besetzen eins im Nachbarort, das zeigen die Ringnummern. Aber immer wieder tauchen auch unberingte Vögel auf – für die Storchenschützer ist es dann unmöglich, sie zu identifizieren. 

Die meisten Horste finden sich in der Ortschaft Hille. Das bekannteste dürfte das Nest auf dem Schornstein der alten Brennerei im Dorfkern sein; dort ist eine Kamera installiert, die einen Blick auf das Brut- und Aufzuchtgeschäft erlaubt. Auf Hille I Kornbrennerei brütet nach Auskunft von Alfons Bense ein unberingtes Paar auf vier Eiern. Gebrütet wird auch in Hille II-Horstbohlen, Brennhorst-Zanders und  Neuenbaum II-Brunschütte sowie in Mindenerwald- Heuer, Neuenbaum I-Schütte und Wittloge-Schafstall. Und worüber sich Alfons Bense besonders freut: Es gibt ein neues Paar, das auf einer geschnittenen Eiche am Haus Horstbohlen 140 gebaut hat – und, so die Hoffnung, dort auch Nachwuchs großzieht. Dem Nest in Hille IV-Birkenfeld stattete ein Storch möglicherweise nur einen Kurzbesuch ab. 

Eine unerwartete Neuansiedlung war im vergangenen Jahr auf einer der großen Eichen am Lidl in Hille zu beobachten. Auf dem gekappten Baum baute ein Storchenpaar – ein Männchen und wechselnde Weibchen – ein Nest. Offenbar herrscht auch bei den Störchen Wohnungsnot, sodass die Eiche trotz des Verkehrs- und Kundengewusels am Boden eine gute Wahl schien. Der Standort wurde auch in diesem Jahr akzeptiert. Alfons Bense erkannte das Männchen aus dem Vorjahr wieder, das beringte Weibchen ist neu. Möglicherweise begannen die beiden Ende März mit der Brut. 

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Das neue Nest am Lidl in Hille wurde von einem Storchenpaar besetzt. Möglicherweise brütet es auch. Foto: Barbara Tiedermann

Ob es in Eickhorst-Budde zu einer Eiablage gekommen ist, ist noch unbekannt, immerhin hat ein Paar das Nest in Beschlag genommen. 

Auf Storchennachwuchs hofft Alfons Bense dagegen in Hartum-Adebars Ruh an der Kläranlage, Unterlübbe III-Priess & Horstmann und Holzhausen II-Rohlfing sowie Nordhemmern II-Becker, Rothenuffeln-Ritterbruch nahe der Bastau, Hartum II-Kopfpappel und Südhemmern-Peithmann in den Bastauwiesen, Nordhemmern I-Rüter/alte Molkerei, Unterlübbe II-Kühme & Eskate in Köhlterholz, Unterlübbe IV-Fisser-Hülsmeier in Köhlte und Holzhausen I-Koch – hier hat das Brutgeschäft im Laufe des März‘ begonnen.

Im vergangenen Jahr flogen in der Gemeinde Hille insgesamt 45 Jungstörche aus. Oftmals waren es drei oder vier aus einem Nest, beispielsweise in Holzhausen-Pfahlnest Koch, in Nordhemmern-Rüter und Unterlübbe-Pfahlnest Kühme & Eskate. Im Horst auf dem Schornstein der alten Brennerei in Hille hätte es fast einen Totalausfall gegeben: Aus fünf Eiern schlüpfte nur ein Jungtier, das dann auch ausflog.

Zur Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen mussten 2020 zwei bereits flügge gewordene Störche gebracht werden. Das Nesthäkchen aus dem Holzhauser Nest Koch war in ein starkes Regenschauer geraten, landete auf dem Boden und kam aus eigener Kraft nicht wieder hoch. Noch nicht fit genug fürs Fliegen war zudem ein Tier aus Brennhorst. Dort schlüpften vier kleine Störche, ein Ei und später ein totes Junges wurden von den Eltern aus dem Nest geworfen. 

Das Aktionskomitee dokumentierte in 2020 im Kreisgebiet 91 Horstpaare und 194 ausfliegende Jungstörche (2019: 175) – jeweils neue Rekorde

Gemeindepreis

Vorschläge willkommen – Gemeinde lobt erneut Heimatpreis aus

Die Gemeinde Hille vergibt in diesem Jahr erneut den vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Heimat-Preis. Mit ihm werden ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise in Teilbereichen der Gemeinde Hille oder in der Gemeinde Hille insgesamt um Heimat und Gemeinschaft verdient machen. Auch wenn in den vergangenen 12 Monaten viele Aktivitäten ruhen mussten, hat der eine oder die andere Ehrenamtliche sicherlich Begonnenes fortgeführt oder Neues begonnen.

Von jedermann vorgeschlagen werden können Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen oder örtliche Vereine. 

Berücksichtigt werden begonnene, laufende oder bereits abgeschlossene Projekte zur Schaffung, Stärkung und zum Erhalt lokaler Identität und Gemeinschaft. Das Kulturgut muss dabei im Mittelpunkt stehen und das Projekt nachhaltig und nachahmenswert sein. Weitere Kriterien sind die allgemeine Zugänglichkeit und keine Gewinnerzielungsabsicht.

Der Antragsvordruck wird rechtzeitig auf der Internetseite der Gemeinde Hille unter www.hille.de/Leben&Lernen/Heimatförderung/Heimatpreis digital  zur Verfügung stehen und kann auf Wunsch in Papierform zugesandt werden. Ansprechpartnerin ist Anke kleine Siemer, Tel. 0571 4044 367.

Die Anträge können vom 1. Mai bis 15. Juni 2021 eingereicht werden.

Das Preisgeld beträgt 5.000,00 Euro. Bei drei Platzierten werden 2.500,00 Euro für den 1. Platz, 1.500,00 Euro für den zweiten Platz und 1.000,00 Euro für den 3. Platz vergeben. Bei zwei Platzierten sind es 3.000,00 Euro und 2.000,00 Euro. Auch ein einziger Preisträger ist möglich.

Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Im vergangenen Jahr wurden der Heimatverein Nordhemmern e.V. für die Restaurierung und Renovierung des ehemaligen Spritzenhauses in der Ortschaft Nordhemmern, der Heimatverein Südhemmern e.V. für die Vorführungen historischer Handwerkskunst in der Heimatstube Südhemmern und Frau Regina Frese für die langjährige Organisation und Leitung der Gemeindebücherei Hartum ausgezeichnet.

Feldahorn

Arztbesuch für den alten Feldahorn

Baumkontrolleurin Sibylle Michels erstellt und pflegt Baumkataster der Gemeinde

Könnte er sprechen, hätte er sicherlich viel zu erzählen: Der Feldahorn auf dem Hartumer Friedhof ist zwischen 80 und 120 Jahre alt und mit rund 19 Metern einer der höchsten Bäume auf dem Gelände. Dass es ihm auch im hohen Alter gut geht, er fest im Erdreich steht und ein Pilzbefall früh entdeckt wird, darum kümmert sich Sibylle Michels. Sie ist Sachverständige für die Verkehrssicherheit von Bäumen, kurz gesagt eine Baumkontrolleurin, die im Auftrag der Gemeinde Hille das Baumkataster der Gemeinde erstellt und pflegt.

Die Forstwirtin, die nach ihrer Ausbildung Forstwissenschaft studierte, sich 2004 selbstständig machte und dann auf Baumkartierung spezialisierte, arbeitet seit Dezember 2013 für die Kommune. „Ich erfasse alle auf gemeindlichen Flächen wachsenden Bäume, dokumentiere unter anderem Art, Höhe und Stammdurchmesser und schaue, ob sie verkehrssicher sind.“ Beeinträchtigen beispielsweise Pilze die Standfestigkeit oder hat ein Sturm die Krone erheblich beschädigt, muss ein Ast entfernt oder gar der komplette Baum gefällt werden, informiert sie Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert, die entsprechende Maßnahmen einleitet. 

Aktuell sind 6.385 Bäume im Kataster dargestellt. Sie stehen an Straßen, im Kurpark Rothenuffeln, an Kitas und Schulen, auf Friedhöfen und an Feuerwehrgerätehäusern. Meist handelt es sich um Linden, Obstgehölze, Eichen, Buchen, Ahorn und Hainbuchen, selten ist die Esskastanie mit nur drei Vertretern in Nordhemmern, Oberlübbe und Hartum. In Hartum ist sie der Nachbarbaum vom Feldahorn und wird bewohnt von einem Ameisenvolk, das in einer Höhlung im Stammfuß haust. Ist darum die Standfestigkeit des gewaltigen Baums gefährdet? Sibylle Michels greift zu ihrem Schonhammer und klopft die Rinde ab. „Hohl klingt es nicht, da ist also keine Gefahr im Verzug.“

Alte Exemplare wie der Feldahorn und die Esskastanie werden einmal jährlich kontrolliert, junge Bäume alle drei Jahre und stark geschädigte Bäume wie die Eiche am WEZ in Hille alle sechs Monate. Welcher Baum und wie viele pro Monat zu überprüfen sind, legt Sibylle Michels in einem Arbeitsplan Anfang eines Jahres fest. Mal nimmt sie einen im Frühjahr unter die Lupe, um die Krone zu begutachten, mal im Sommer, wenn er voll belaubt ist, mal im Herbst, wenn sich die Pilze zeigen – so erhält sie einen Gesamteindruck vom Zustand. Den Stammumfang misst sie mit dem Messband, mit dem Schonhammer sucht sie nach Hohlräumen, Stammfuß und Krone bewertet sie nach Augenmaß, mit ihrem Schraubenzieher stochert sie in Höhlungen auf der Suche nach Fäulnis, und alle Daten trägt sie in den Laptop ein. Und immer arbeitet sie eng mit dem Baubetriebshof zusammen.

Seit einigen Jahren machen ihr nicht so sehr Baumkrankheiten und stürmische Wetterkapriolen Sorgen, sondern der Klimawandel. „Der Stammumfang des Feldahorns liegt wie bereits bei der letztjährigen Kontrolle bei 2,60 Meter, dabei hätte er etwas zunehmen müssen. Die langen Trockenphasen der Hitzesommer setzen ihm zu.“ Der Wassermangel mache Bäume krankheitsanfällig oder lasse sie absterben. Umso mehr bedauert sie es, wenn kerngesunde Laubbäume auf Privatgrundstücken abgeholzt werden. „Sie zu erhalten, muss Priorität haben, denn durch den Klimawandel werden noch unzählige Bäume verloren gehen.“

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Sibylle Michels misst den Stammumfang des Feldahorns auf dem Hartumer Friedhof.
Foto: Gemeinde Hille

Schulstandorte sind sicher

Wahl der Grundschulabgänger fällt vorrangig auf Verbundschule Hille

Gute Prognosen für die Schulen in der Gemeinde Hille: Die Grundschülerzahlen bleiben in den nächsten Jahren konstant, daher sind die vier Grundschulstandorte gesichert. Gleiches gilt für die Zweizügigkeit des Gymnasiums und die Fünfzügigkeit der Gesamtschule. Und: In der Verbundschule Hille gibt es auch in den kommenden Jahren ausreichend Plätze für Schüler und Schülerinnen aus der Gemeinde Hille.
Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff stellte kürzlich den Politikern und Politikerinnen im Ausschuss für Generationen, Bildung, Sport & Kultur die Schulstatistik 2020/2021vor.
Demnach wählten für das laufende Schuljahr 75,7 Prozent aller Grundschulabgänger aus der Gemeinde Hille die Verbundschule als weiterführende Schule.
Auf Basis der durchschnittlichen Übergangsquote von knapp 52 Prozent werden in der Gesamtschule für das Schuljahr 2021/22 67 Viertklässler aus der Gemeinde Hille angemeldet. Insgesamt 125 Kinder – auch aus angrenzenden Städten und Gemeinden – werden für den fünften Jahrgang angenommen. Laut Statistik sinken im Schuljahr 2026/27 die Anmeldungen für die Grundschulen in der Gemeinde zwar auf unter 500 und damit vier Jahre später auch die für die Gesamtschule, doch die stets hohe Nachfrage aus den Nachbarkommunen sichert die Fünfzügigkeit.

Von den 129 Schülern, die Ende dieses Schuljahrs eine Grundschule in der Gemeinde Hille verlassen, werden sich, so die Prognose, 41,6 Prozent (54 Kinder) für ein Gymnasium entscheiden. Von ihnen werden 75 Prozent (40) das Gymnasium der Verbundschule besuchen. Zehn Schüler aus den Nachbarkommunen komplettieren den Jahrgang. Ausgehend von rund 50 Anmeldungen je Schuljahr kann das Gymnasium auch in den nächsten Jahren zweizügig laufen.
Eingependelt hat sich die Schülerzahl an der Verbundschule bei rund 1450. Im aktuellen Schuljahr kommen 58 Prozent der Schüler aus der Gemeinde Hille (836), aus Espelkamp 188, Minden 119, Lübbecke 111, Petershagen 96 und Rahden 65.
An den vier Grundschulstandorten der Gemeinde Hille werden, so die Prognose, für das Schuljahr 2021/22 129 Jungen und Mädchen angemeldet: In Hille 31 (zwei Klassen), in Nordhemmern 49 (zwei Klassen), in Oberlübbe 24 und in Rothenuffeln 25 (jeweils eine Klasse). Ein Spitzenwert wird dann 2022/23 mit 143 Einschülern erreicht, in 2026/27 sind es dann nur noch 114 Kinder.

Die Statistik zeigt auch, wie sehr die Betreuung im Offenen Ganztag nachgefragt wird. Im laufenden Schuljahr sind in den Grundschulen Hille, Nordhemmern und An der Bergkante mit den Standorten Rothenuffeln und Oberlübbe insgesamt 200 Kinder angemeldet, das entspricht einer Quote von knapp 39 Prozent. (www.hille.de)

Irritation über geheime Wahlen

Gemeinderat bestätigt Feuerwehrleiter Bernhard Förster und Stellvertreter Andreas von Behren-Krüger in ihren Ämtern

Die Alten sind die Neuen: Der Gemeinderat wählte erneut Bernhard Förster zum Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille und Andreas von Behren-Krüger zu seinem Stellvertreter. Die Amtszeit dauert, so schreibt es das Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz vor, sechs Jahre.

Wider Erwarten fand die Wahl nicht öffentlich und zudem in zwei Wahlgängen statt – beantragt hatten das FWG und CDU. Auf Bernhard Förster entfielen 16 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen. Von den 30 Ratsmitgliedern votierten 20 für von Behren-Krüger, 2 stimmten mit Nein, 8 enthielten sich der Stimme.

Für die beiden Feuerwehrmänner waren die Anträge ein Schlag ins Kontor. Sie deuteten sie, so Bernhard Förster, als Diskussion um ihre Person, wo es doch grundsätzlich um die Belange der Feuerwehr und ihre Leitung hätte gehen sollen. Dieses Misstrauensvotum werde die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat in den kommenden Jahren nicht einfach machen, besonders mit Blick auf Standortfragen sowie die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Michael Schweiß zusammen mit Kreisbrandmeister Michael Schäfer die Mitglieder der Feuerwehr um die gesetzlich vorgeschriebene Stellungnahme zu dieser Personalie gebeten – coronabedingt in diesem Jahr schriftlich. Angehört wurden die neun Löschgruppen, die drei Jugendwehren Unterlübbe, Hartum und Hille, der Musikzug Holzhausen und die Kinderfeuerwehr Moordrachen. Das Ergebnis fiel für die bisherigen Amtsinhaber einstimmig und damit erfreulich aus: Bernhard Förster und Andreas von Behren-Krüger sollten nach dem Willen der Feuerwehr für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt werden. (www.hille.de)

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Bernhard Förster (rechts) mit seinen Stellvertretern Andreas von Behren-Krüger (Mitte) und Sven Bredebusch (links). Foto: Feuerwehr

Ein Plus von 11 Personen

Bildunterschrift

In der Kulturscheune im Kurpark Rothenuffeln ließen sich im vergangenen Jahr 6 Paare trauen. Foto: Gemeinde Hille

Die Einwohnerstatistik für die Gemeinde Hille: Zu- und Wegzüge, Sterbefälle und Nationalitäten

15.587 Menschen waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 in der Gemeinde Hille mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 11 mehr – ein Plus, das selten geworden ist. Das letzte Mal war das 2015 der Fall, als auch die Gemeinde zahlreiche Flüchtlinge aufnahm.
Die meisten Einwohner*innen verzeichnet Hille (3.929), gefolgt von Rothenuffeln (2.439) und Oberlübbe (2.133). Auf den Plätzen folgen Hartum (1.673), Nordhemmern (1.225), Südhemmern (1.153), Eickhorst (1.086), Holzhausen II (1.051) und Unterlübbe (898). Vier Dörfer mussten im Zeitraum 2019 bis 2020 einen Einwohnerschwund verzeichnen: Südhemmern (-37), Oberlübbe (-33), Rothenuffeln (-4) und Unterlübbe (-2).
Die höchsten Zuwächse konnten Hartum (+41) sowie Nordhemmern (+16) und Eickhorst (+13) verbuchen.
Die Gemeinde Hille wuchs in den Jahren 2019 und 2020 um insgesamt 115 Personen: 2019 standen 715 Zuzügen 665 Wegzüge gegenüber, 2020 war das Verhältnis 687 zu 622. Im Jahr 2018 kehrten 739 Menschen der Kommune den Rücken, nur 668 meldeten hier ihren Hauptwohnsitz an. Woher die Neubürger kommen bzw. wohin die Wegzügler gehen und auch die Gründe für ihre Entscheidungen hält die Gemeindeverwaltung nicht fest.
Ohne Zuzüge könnte die Gemeinde Hille ihre Einwohnerzahl nicht in dieser Höhe halten, denn jedes Jahr sterben mehr Menschen mit Hauptwohnsitz in einer der neun Ortschaften als geboren werden. Wie schon 2019 lag das Minus in 2020 bei 53. 121 Neugeborenen standen 174 Beerdigungen gegenüber. 73 Verstorbene gehörten zur Altersgruppe 80 bis 100 Jahre.
In der Pandemie starben bislang mit oder an Corona fünf Menschen – genauso wie in der Gemeinde Stemwede. In den Städten des Kreises Minden-Lübbecke liegen die Zahlen teilweise deutlich höher. In Minden und Lübbecke sind es jeweils 36, in Rahden 29.
Wer in der Gemeinde Hille heiraten will, kann das im Trauzimmer im Rathaus, in der Kulturscheune in Rothenuffeln, im Müllerhaus in Südhemmern oder in Privaträumen tun. 64 Paare gaben sich in 2020 das Jawort: 44 im Rathaus, 10 im Müllerhaus, 6 in der Kulturscheune und 4 privat. Vermutlich wegen der Coronabeschränkungen wurde so manche Hochzeit verschoben. Im Wonnemonat Mai gab es nur 6 Trauungen, im Juli und August waren es dagegen 11 bzw. 15.
In der Gemeinde lebt ein buntes Völkergemisch, die Männer und Frauen kommen aus 64 Staaten, aus Syrien, der Türkei und Rumänien, aus Somalia, Eritrea und Ghana, aus Schweden, Österreich, der Russischen Föderation und Großbritannien – 226 Menschen aus ganz Europa haben sich für einen Wohnsitz in der Gemeinde entschieden, 309 stammen aus Asien, 40 aus Afrika, 3 aus Nordamerika und einer aus Australien. 132 von ihnen sind Flüchtlinge und leben mit Stand 31. Januar 2021 in den Wohnanlagen in Hille (32) und Holzhausen (9) sowie in Privatwohnungen (91). 10 Syrer bilden die größte Gruppe und wohnen am Sportplatzweg in Hille. Dort sind u.a. auch 4 Personen aus Guinea, 3 aus dem Irak und jeweils 2 aus Marokko,Tadschikistan und Iran untergebracht. (www.hille.de)

Herzlich willkommen in der Gemeinde Hille

Geschenk für Neubürger:

Der Bürgerbeutel enthält alles Wissenswertes rund um die Gemeinde Hille. Foto: Gemeinde Hille

Zugezogene erhalten bei Anmeldung Bürgerbeutel mit Informationen

Die Gemeinde Hille empfängt Neubürger*innen mit offenen Armen und einer gefüllten Tasche: Dem Bürgerbeutel. Den erhält jeder Haushalt, der in die Kommune zieht und sich im Bürgerservice im Rathaus anmeldet. Orientierungshilfe in der neuen Heimat geben und über das Leben in den neun Dörfern und der Region zu informieren, ist das Ziel des Geschenks.

Grasgrün ist der Beutel und bedruckt mit Hillerich, dem Maskottchen der Gemeinde Hille. Sachbearbeiterin Anke kleine Siemer, die 2012 auf die Idee kam und damit im Rathaus auf offene Ohren stieß, füllt ihn mit einem Rabattheft des Gewerbevereins Hiller Land, mit einem Ortsplan, Broschüren, die auf Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele hinweisen sowie auf Mahl- und Backtage an den Mühlen, und dem Mühlenkreismagazin. Wer sich für die Geschichte der Wind- und Wassermühlen in der Gemeinde interessiert, wird sich über das Buch „Gemeinde Hille – unsere Heimat. 700 Jahre Mühlengeschichte“ des früheren Gemeindeheimatpflegers Gerhard Finke freuen.

Kernstück ist eine umfangreiche Mappe mit unzähligen Informationen, die Antworten auf viele Fragen der Neubürger geben und ihnen das Eingewöhnen leicht und unkompliziert machen. Es gibt Daten und Zahlen zur Kommune, kurze Porträts der neun Dörfer, Freizeitangebote in der Natur, einen Behördenwegweiser, die Kontaktdaten der Ortsvorsteher, Ortsheimatpfleger und Schiedspersonen, die Adressen von Schulen, Kindergärten, Grillhütten und Bürgerhäuser sowie alles rund um Steuern und Gebührensätze, Bürgermeister und Gemeinderat, Abfallentsorgung, Musikschule, Kirchen und Ärzte.

Eine Kommune wird durch ihre Vereine lebendig und lebenswert, das gilt auch für die Gemeinde Hille. Daher werden auf elf Seiten alle Vereine und Gruppen mitsamt der Ansprechpartner*innen aufgelistet. Ein Hillerich-Kugelschreiber und ein Anstecker mit dem Storch runden den Inhalt des Bürgerbeutels ab.

Nach Auskunft von Anke kleine Siemer findet das Willkommensgeschenk reißenden Absatz – nach einem verhaltenen Start im Jahr 2013. Ursprünglich wurden die Bürgerbeutel von den Ortsvorstehern an der Haustür überreicht, doch das Verfahren war umständlich, das Info-Schreiben wurde von vielen Zugezogenen offenbar zunächst beiseite gelegt und dann vergessen.
Mittlerweile sieht das anders aus. 2019 erhielten 140 Haushalte die grüne Tasche, 2020 waren es 100, und aktuell liegt die Zahl bereits bei 40. (www.hille.de)

Sanierung oder Abriss?

Die Mietwohnung im Obergeschoss des früheren Sportlerheims in Oberlübbe ist marode. Foto: Gemeinde Hille

Wohnung im früheren Sportlerheim in Oberlübbe ist marode / Gemeinderat vertagt Entscheidung

Der TuS Eintracht Oberlübbe will in Kürze die Sanitäranlagen im alten Sportlerheim am Oberlübber Sportplatz, das der Gemeinde Hille gehört, sanieren. Doch was passiert mit der Mietwohnung im Obergeschoss? Sie ist stark sanierungsbedürftig und kann in diesem Zustand nicht mehr vermietet werden; die jetzigen Bewohner ziehen demnächst aus. Abriss oder Instandsetzung – über dieses Thema wurde nun in der Sitzung des Gemeinderats diskutiert. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst. Zunächst wollen sich die Mitglieder des Bauausschusses im April bei einem Ortstermin über die Situation informieren.
Die Verwaltung stellte beide Alternativen vor. Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff gab dazu entsprechende Erläuterungen. Eine komplette Sanierung wäre teuer. Die Verwaltung schätzt die Kosten auf insgesamt 274.100 Euro, von denen knapp 110.000 Euro aus einem Förderprogramm für energetische Sanierung (40 Prozent Tilgungszuschuss) stammen würden. Für die Gemeinde verbliebe ein Eigenanteil in Höhe von 164.460 Euro.
Die Sanierung würde nicht nur die einzelnen Räume betreffen. Hinzu kämen unter anderem der Bau einer außen liegenden Stahltreppe, ein Wärmeverbundsystem für das gesamte Gebäude, eine Dachsanierung und neue Fenster sowie eine neue Elektroinstallation und die Instandsetzung der Sanitäranlagen inklusive Versorgungsleitungen.
Sehr viel günstiger wären dagegen der Abriss der maroden Wohnung und ein neues Dach mit Pfanneneindeckung. Hier liegen die geschätzten Kosten bei 62.000 Euro.
Unabhängig davon müssen einige Regenwasserkanäle erneuert werden. Geschätzte Kosten: 15.000 Euro. (www.hille.de)

Hille – Glasfaseranschlüsse für 2 weitere Schulen

Sonderförderprogramm für Schulen ermöglicht digitales Lernen.
Verträge mit GREENFIBER geschlossen

Seit einigen Monaten läuft in der Gemeinde Hille
der Glasfaserausbau im Rahmen des kreisweiten
Masterplanes.
Für die Verbundschule Hille, die Grundschule Hille
und die Grundschule Nordhemmern werden
entsprechende Glasfaseranschlüsse errichtet, die
Mitte 2022 verfügbar sein sollen.

In Kürze beginnen nun die Ausbauarbeiten
für modernste Glasfaseranschlüsse an zwei
weiteren Schulen in Hille.
In der Grundschule An der Bergkante am
Hauptstandort Oberlübbe und an der
Förderschule Mindenerwald des Kreises
Minden-Lübbecke können die Schüler*innen
bald in ihren Klassenzimmern mit Europas
schnellsten Internetleitungen ins Netz gehen.

Den Zuschlag für das Ausbau-Projekt erhielt
der Internetanbieter GREENFIBER.
Bürgermeister Michael Schweiß begrüßt die
Entscheidung für die Schüler*innen in Hille sehr:
„Die Glasfaseranschlüsse bieten auf viele
Jahrzehnte die technischen Voraussetzungen
für ein modernes Lernangebot.
Dank des Sonderprogramms für Schulen
können wir hier zwei weitere Standorte versorgen.“

Der Ausbau der Schulen ist Teil eines
umfangreichen Netzausbaus in Hille und Umgebung.
Auch wenn coronabedingt auf eine gemeinsame
Vertragsunterzeichnung verzichtet wurde, freut
sich auch Paul Gummert, Geschäftsführer von
GREENFIBER, über den Ausbau.

„Schulen als Teil des glasfaserschnellen
Internets in der Region sind sicherlich die
strukturell nachhaltigsten Investitionen, die
man derzeit in die Bildung tätigen kann.“
Investiert werden insgesamt rund 99.000 €,
von denen 90% von Bund und Land gefördert
werden.

Im ganzen Kreis aktiv

GREENFIBER ist auf dem Gebiet modernster Glasfaserleitungen in der Region keine
unbekannte Größe. Derzeit verlegt das Unternehmen ein eigenes Glasfasernetz im
Kreis Minden-Lübbecke.
In den kommenden Monaten werden bis zu 21.000 Haushalte von GREENFIBER an
das glasfaserschnelle Netz angeschlossen.
Mit den Glasfaseranschlüssen ist eine NGA-Bandbreite zuverlässig sichergestellt. Eine
Datenübertragung von dann 10 GigaBit pro Sekunde ist bis zu 100mal schneller, als die
veralteten Kupferleitungen. Hille wird so Teil des schnellsten Internets Europas.
Zwar ist der Aufwand, der durch das Verlegen der Glasfaserkabel entsteht, nicht
gering, doch er lohnt sich. Die so entstandene Infrastruktur ist auf Jahrzehnte
nutzbar. Viele Möglichkeiten, die das glasfaserschnelle Internet bietet, werden
erst von kommenden Gerätegenerationen abrufbar sein

Wasser sprudelt wieder ab Ostern

Brunnen auf dem Hartumer Dorfplatz instand gesetzt

Der Brunnen auf dem Dorfplatz in Hartum war in die Jahre gekommen: Die Pumpentechnik funktionierte nicht mehr, Wasser versickerte im Boden, Mühlsteine hatten sich verschoben. Ein Jahr lang war dem Brunnen im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgedreht. Das war 2020. Jetzt, im Jahr 2021, wird es ab Ostern wieder sprudeln. Das verspricht Ortsvorsteher Heinz Becker, der zusammen mit der Dorfgemeinschaft Hartum im vergangenen Jahr Geld aus dem NRW-Förderprogramm „Heimat-Scheck“, in dem Mittel für kleinere Projekte eines Vereins oder einer Ortschaft bereit stehen, beantragte. Und auch erhielt. Mit diesen Mitteln und einer zusätzlichen finanziellen Eigenbeteiligung der Dorfgemeinschaft sowie Eigenleistungen in Form von Muskelhypothek wurde der Brunnen im Spätherbst rundum saniert.
Pumpentechnik, Schläuche und Sprudel wurden ausgetauscht, die Bodensteine frisch und damit wasserdicht verfugt, die Mühlsteine gerade gerückt. Ostern will Heinz Becker in einer kleinen Feierstunde dann den Wasserhahn wieder aufdrehen – damit erhält der Dorfplatz an der Mindener Straße seine kleine Attraktion zurück. (www.hille.de)

Der Hartumer Ortsvorsteher Heinz Becker kümmerte sich um die Sanierung des Brunnens auf dem Dorfplatz. Foto: Gemeinde Hille

Foto: Gemeinde Hille

Der Hartumer Ortsvorsteher Heinz Becker kümmerte sich um die Sanierung des Brunnens auf dem Dorfplatz.

Obstbaumallee am Dannenkamp

Helfer pflanzen 40 Birnen-, Apfel- und Zwetschgenbäume

Eine Obstbaumallee wächst in den nächsten Jahren auf einem Teilstück des Dannenkamps in Holzhausen II heran. Dafür pflanzten rund 20 große und kleine Helfer*innen kürzlich 40 Bäume am Straßenrand: Birnen, Äpfel und Zwetschgen.
Der 1. Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins Holzhausen II, Michael Koch und die Holzhauser Ortsvorsteherin Kirsten Gardini sind glücklich, dass die Anpflanzung der Obstbaumallee trotz der Corona-Einschränkungen am Samstag, den 06. März möglich war. Die Bäume wurden im Herbst 2020 nach Beantragung des landwirtschaftlichen Ortsvereins vom Umweltamt des Kreises zur Verfügung gestellt und geliefert und mussten nun im Frühjahr dringend gepflanzt werden. Die Ortsvorsteherin kümmerte sich um freiwillige Helfer, die dann in 2er- oder Familienteams die Einzelbäume pflanzten. Dagmar Meinert, Baubetriebshofleiterin der Gemeinde und Landschaftsgärtner Dirk Prothmann unterstützten aktiv mit eigenen Familienmitgliedern sowie Mitarbeitern die Aktion.
Unter fachkundiger Anleitung von Dirk Prothmann wurden Löcher in die Straßenbankette gegraben und die Bäume eingesetzt. Ein Kunststoffmantel sichert sie vor Wildverbiss, zwei Holzpflöcke geben ihnen Standfestigkeit, ein Gießrand sorgt dafür, dass das lebenswichtige Wasser nicht abfließen kann.
Vereinsvorsitzender Michael Koch freute sich über das Bürgerengagement und den Spaß und Elan, mit dem Alt und Jung bei der Sache waren – natürlich unter Einhaltung der Coronaregeln mit Abstand und Mundschutz. „Am Dannenkamp standen schon früher Obstbäume. Diese Ersatzpflanzung lässt das alte Straßenbild wieder aufleben. Zudem tun wir etwas für den Natur- und Insektenschutz.“
Das Obst kann später kostenlos von den Bürgern geerntet werden, eine kurze Information an Dagmar Meinert, Telefon 0571/ 4044162, reicht aus.

Fotos: Gemeinde Hille

Angebote der Kinder- und Jugendförderung

Angebote der Kinder- und Jugendförderung in den Osterferien

Die für die Osterferien geplanten analogen Angebote der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Hille können leider nicht unter den aktuellen Bedingungen im Rahmen der Corona- Schutzverordnung stattfinden. Für die Ferien steht ein Online-Angebot zur Verfügung, welches gemeinsam mit der Jugendförderung der Stadt Espelkamp angeboten wird. Die Informationen hierfür sind unter www.hille.de/Leben-Lernen/Familie-Jugend-Senioren/Jugendförderung zu finden. Die Anmeldung für dieses Angebot erfolgt direkt beim Anbieter.

Alle übrigen ursprünglich geplanten Aktivitäten werden im Rahmen des diesjährigen Sommerangebots nachgeholt.

Pressetext:Attraktive Heimat für junge Familien und JugendlicheBüro Moduldrei stellt Kommunikationskonzept für die Gemeinde Hille vor

19.03.21 - Aussetzung Beiträge Ganztagsschule

Kommunikationskonzept

Jungen Familien und jungen Menschen eine lebenswerte Heimat bieten, das möchte die Gemeinde Hille. Dafür müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, und dafür müssen Rat und Verwaltung die Stärken und Schwächen der Kommune kennen. Das Büro Moduldrei aus Dortmund erhielt den Auftrag, diese zu analysieren und zu dokumentieren sowie ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten, das nun dem Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt wurde. Die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes war ein Ergebnis des Prozesses der strategischen Haushalts-konsolidierung, an dem Rat und Verwaltung vor einigen Jahren aktiv gearbeitet haben und in dem als Ergebnis verschiedene strategische Ziele für die Zukunft der Gemeinde definiert wurden.
In ländlichen Regionen sinkt die Bevölkerungszahl: Der Wegzug in die Städte ist größer als der Zuzug. Das gilt auch für die Gemeinde Hille. Ihr erklärtes Ziel heißt daher: Eine attraktive Wahl sein für jene, die ein Haus bauen, eine Wohnung mieten und/oder einen Ausbildungsplatz suchen.
Punkten kann die Kommune unter anderem mit bezahlbaren Grundstücken, der Verbundschule mit ihren Schulformen Gymnasium und Gesamtschule, vielfältigen Kultur- und Sportangeboten, einer abwechslungsreichen Landschaft mit Moor und Wiehengebirge, acht Kindertagesstätten sowie funktionierenden Dorfgemeinschaften. Es fehlen dagegen ausreichend Mietwohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmeter, Gastronomie, Arztpraxen, Wohlfühlorte wie kleine Parks, Sitzbänke und öffentliche Grünflächen als Treffpunkt für Alt und Jung; auch die Busanbindungen wären verbesserungswürdig.
Rhena Schuck und Charlotte Holthausen von Moduldrei empfehlen als Logo und Markenkern, unter dem die Gemeinde alle Projekte und Aktivitäten zusammenfassen und vermarkten soll, „Gemeinde Hille. Freiraum zum Wachsen“. Es impliziere Entfaltungsmöglichkeiten, Unterstützung durch Verwaltung und Einwohner, eine starke Gemeinschaft, Platz fürs Wohnen und Arbeiten, Erholung und Freizeitangebote vor der Haustür.

Zielgruppen sind junge Familien aus der Gemeinde und von außerhalb, Jugendliche und Schulabgänger der Verbundschule sowie Studienabbrecher. Für diese könnte eine speziell konzipierte Broschüre in den umliegenden Universitäten und Fachhochschulen ausliegen, die über Ausbildungsplätze in der Gemeinde Hille informiert. Moduldrei schlägt eine gemeinsame Veranstaltung von Schulabgängern und örtlichen Betrieben vor, in der sich die Firmen präsentieren und die Jugendlichen über ihren Betrieb informieren. Und jungen Familien könnte man einen Paten zur Seite stellen, der bei Behördengängen, der Jobsuche oder der Suche nach einem Kita-Platz hilft.
Alle Angebote und Informationen werden dann auf der Website der Gemeinde Hille übersichtlich und umfassend dargestellt. Damit steht die erste Aufgabe für die Verwaltung fest: Neugestaltung und Erweiterung der Homepage, beispielsweise mit einem virtuellen Rathaus, einer lokalen Jobbörse, einer interaktiven Karte mit Kitas, Schulen, Spielplätzen und Geschäften sowie einem Veranstaltungskalender. Hinzu kommt der Auftritt auf Instagram und mit Videos, die das vielfältige Leben in der Kommune zeigen und auch von Einwohnern eingestellt werden können.
Das Maskottchen der Gemeinde, Storch Hillerich, könnte als menschengroße Figur auf einem frequentierten Platz aufgestellt und zu einem Instagram Hotspot werden: Wer möchte, fotografiert sich mit Hillerich und postet das Bild. Ein auf regionalen Baumessen von Hillerich verteiltes Kinderbuch inklusive Info-Broschüre für die Eltern ist eine weitere Idee in dem Kommunikationskonzept (www.hille.de).
Nun gilt es, die Ergebnisse und vielen Ideen auszuwerten und ein umsetzbares „Paket“ für die Gemeinde Hille zu schnüren.

VCD bringt das freie Lastenrad milla.bike im Mühlenkreis an den Start:

Ab März läuft die kostenlose Ausleihe in Hille, Rahden,
Preußisch Oldendorf und Petershagen

Anfang März ist es soweit: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bringt je ein Lastenrad
in Hille, Rahden, Preußisch Oldendorf und Petershagen an den Start. Die Ausleihe ist
kostenlos bzw. gegen eine kleine Spende zu reservieren. Die Reservierung kann
unkompliziert über das web bzw. eine webApp www.milla.bike gebucht werden. VCDProjektleiter Thomas Dippert ist stolz: „Nach nur vier Monaten Vorlaufzeit können wir
nun je ein leistungsfähiges E-bike Lastenrad vom Typ Urban Arrow Family an vier verschiedenen Stationen im Kreis Minden-Lübbecke zur Verfügung stellen. Die Buchung
kann stundenweise, tageweise oder auch wochenweise erfolgen. Bis zu sieben Tage bzw.
168 Stunden pro Monat kann eine angemeldete Person über das Buchungsportal sich
eines der vier Lastenräder reservieren. Einzige Buchungsvoraussetzung ist ein gültiger
Personalausweis.“ Viel Wert hat der VCD-Projektleiter darauf gelegt, dass die Ausleihe
unkompliziert und für alle ab 18 Jahren zugänglich ist. Vier Ausleihstellen haben sich
bereiterklärt, unentgeltlich die Räder auszugeben und wieder zurückzunehmen.

Frisch aufgeladen und dann mit 50 bis 80 Kilometern Reichweite leistet das
E-Lastenrad seinen Dienst bei einem Kurztrip zum Einkauf genauso wie bei
einem Wochenendausflug als Kinderkutsche oder für den Transport von
Picknickkorb samt Sonnenschirm.
Bei Edeka WEZ in Hille und Rahden, im REHA-Shop Fuchs in Preußisch
Oldendorf sowie im Kulturzentrum Altes Amtsgericht in Petershagen steht
jeweils ein milla.bikeLastenrad nach entsprechender Buchung abholbereit.

Der VCD hat das Projekt gut vorbereitet. Bei ähnlichen Initiativen in Detmold
(dela) und Bielefeld (bisela) wurden diverse Typen Lastenräder Probe gefahren.
Die Wahl für das milla.bike ist auf ein Einspur-Lastenrad vom Typ Family des
Amsterdamer Herstellers Urban Arrow gefallen.
„Der E-Antrieb liefert einen eingebauten Rückenwind, so dass bis zu zwei Kinder
oder auch problemlos Waren und Stückgut bis 100 kg Zuladung in der Transportbox
befördert werden“, erklärt VCD-Projektleiter Thomas Dippert.
„Beste Vorgabe für die erste Nutzung: Schaue fünf Meter nach vorne und nicht auf
das Vorderrad, so kommt man sicher und zügig ans Ziel. Alles weitere ist kinderleicht.
Aber Vorsicht: Je schwerer die Zuladung, desto länger der Bremsweg!“

Zur Eröffnung der Verleihstation bei Edeka WEZ Hille, Mindener Straße 71-75, in Hille
übergibt VCD-Projektleiter Thomas Dippert am 4. März den Akku und die Schlüssel für
milla.bike an WEZ-Marktleiter Stefan Schellhase. Mit dabei ist auch Iris Niermeyer,
Vorstandsmitglied im Verein Bündnis Ländlicher Raum, der die Förderung des Landes
NRW für den Kreis Minden-Lübbecke koordiniert und auch milla.bike mit knapp zwei
Dritteln der notwendigen Aufwendungen unterstützt: „Wir freuen uns, dass wir mit
dem milla.bike einen Baustein für klimafreundliche Mobilität nach Hille gebracht haben.
Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern viel Spaß bei der Nutzung und allzeit gute
Fahrt!“
Marktleiter Schellhase betont, dass er gerne das kostenlose VCD-Angebot mit der
Ausgabe und Rücknahme des Lastenrades unterstützt. Die optimale Lage in Hille, zudem
die umfassenden Öffnungszeiten des Marktes werktäglich von 7 bis 22 Uhr böten zudem
beste Voraussetzungen dafür, dass das tolle Angebot auch rege nachgefragt wird.

Nähere Information: www.milla.bike , Start der Ausleihe ab 5. März 2021 ab 7 Uhr.

19.02.2021 Antrag für Hartplatz gestellt

TuS Südhemmern möchte Sportplatz neu gestalten

Als im vergangenen Jahr die Turnhalle und das Vereinsheim in Südhemmern wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, standen auch die Breitensportgruppen des TuS Südhemmern buchstäblich vor der Tür. Einige, wie die Volleyballer und die Monday-Fitness-Gruppe, wichen auf den Sportplatz aus, doch perfekt war das nicht. Mal hatte Regen den Boden aufgeweicht, mal war der Maulwurf besonders aktiv gewesen, auch der gepflasterte Hof vor dem Vereinsheim war keine optimale Alternative. Und so kam aus den Reihen des Sportvereins der Vorschlag, auf einem Teilbereich des Sportplatzes einen multifunktionalen Hartplatz mit Flutlicht anzulegen und die restliche Rasenfläche einer Generalüberholung zu unterziehen. Realisiert werden kann das Projekt aber nur, wenn Geld aus dem NRW-Landesprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ fließt. Einen entsprechenden Antrag hat die Gemeinde Hille als Eigentümerin des Sportplatzes bereits gestellt. 

Der TuS Südhemmern ist der mitgliederstärkste Verein der Ortschaft Südhemmern. In den Sommermonaten trainieren auf dem Sportplatz die Handball-Jugendmannschaften und der Fußballtreff, Kinder und Jugendliche spielen dort in ihrer Freizeit,  zudem nutzen 13 Breitensportgruppen sowohl die Rasenfläche als auch das Vereinsheim, halten sich mit Yoga, Tai Bo, Gymnastik und anderen Sportarten fit. Ihnen allen möchte der TuS langfristig eine Möglichkeit geben, ihrem Sport und Freizeitvergnügen nachzugehen – trotz der Pandemie.

Der Hartplatz, so die Planung, wird eine Größe von 20 mal 13 Meter haben und nach Auskunft von TuS-Vorstandsmitglied Herbert Kracht, der das Projekt vereinsseitig begleitet, einen schnell trocknenden Belag aus Kunststoffplatten erhalten, die auf einer Betonschicht aufgebracht werden. Ausgestattet wird er mit Volleyballnetz, Basketballkorb und Toren. „So können alle unabhängig vom Wetter Sport treiben.“ 

Der TuS ist bereit, die Pflege und Unterhaltung des Hartplatzes sowie die Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen.

Der Sportplatz soll laut Planung eine Maulwurfssperre und einen neuen Belag aus Rollrasen erhalten. Insgesamt sind für die Umgestaltung des Geländes 127.000 Euro kalkuliert, der Eigenanteil liegt bei zehn Prozent. Den Eigenanteil will der Verein nach Möglichkeit als Eigenleistung erbringen. 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember 2020 dem Antrag des Südhemmer Sportvereins zugestimmt, einen entsprechenden Antrag auf Förderung zu stellen. (www.hille.de)

11.02.2021 Neues Gewerbegebiet in Hartum geplant

Baufläche umfasst 2,6 Hektar

Den Startschuss für die bauplanungsrechtliche Ausweisung neuer Gewerbeflächen in Hartum gab der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2020. Südlich der Mindener Straße und damit genau gegenüber dem Gewerbepark Hartum-Ost soll das Gewerbegebiet Hartum-Südost Teil I entstehen. Damit ist das Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan eingeleitet, welches in einem Jahr abgeschlossen sein soll, so das Ziel.  

Es gebe laufend Anfragen von Firmen, denn Gewerbestandorte seien rar gesät, sagt Hans-Peter Seele, Sachbereichsleiter Planung & Entwicklung. Laut Bebauungsplan soll auf der aktuell landwirtschaftlich genutzten Fläche ein Gewerbegebiet mit einer Größe von 2,6 Hektar entstehen.

Bereits im seit 2012 geltenden Flächennutzungsplan ist dieser Bereich als Gewerbegebiet dargestellt. Ausgeschlossen von der Ansiedlung sind dabei Betriebe mit hohen Emissionswerten.

Zu einem Bauleitverfahren gehört gemäß Baugesetzbuch auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Die werde, sagt Hans-Peter Seele, aber wegen der Corona-Pandemie nicht in gewohnter Form, nämlich einer Bürgerversammlung, ablaufen. „Die Stellungnahmen müssen schriftlich im Rathaus abgegeben werden.“ Das wird voraussichtlich im März oder April der Fall sein, den genauen Zeitraum wird die Gemeinde aber fristgerecht bekannt geben. (www.hille.de)

09.02.2021 (Gemeinde Hille, HH)

Moderne Atemschutzgeräte für Feuerwehr

Gemeinderat genehmigt Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters

 Aus Kostengründen (Mehrwertsteuersenkung, Teuerungsrate aufgrund steigender Nachfrage) erließ Bürgermeister Michael Schweiß im November 2020 eine Dringlichkeitsentscheidung: Die Gemeinde Hille erteilt noch 2020 den Auftrag für die Lieferung von Überdruck-Pressluftatmern für die neun Löschgruppen nach EURO-Norm ISO 16900-xx / ISO RPD. Sie spart damit 10.000 Euro ein – nun kosten die Atemschutzgeräte rund 100.000 Euro. Der Gemeinderat genehmigte nachträglich in seiner Sitzung im Dezember 2020 den Kauf.

Zurzeit verfügt die Feuerwehr über insgesamt 54 Normaldruck-Pressluftatmer. Ende 2019 wurde die EURO-Norm u.a. wie folgt geändert: Der Luftdruck in der Einatemphase in einer Atemschutzmaske darf auf keinen Fall unter Null (also einem negativen Bereich) liegen.

Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, erklärt es so: „Unter Überdruck-Pressluftatmern versteht man Atemschutzgeräte, bei denen ein konstanter Überdruck innerhalb der Maske gehalten wird. Rauchgase oder Rauchpartikel werden durch den permanenten Überdruck in der Maske daran gehindert, einzudringen. Darüber hinaus ist der Einatemwiderstand wesentlich geringer als bei Normaldruckgeräten.“ Der Druck der Einatemphase dürfe nach der Klassifizierung der neuen Norm auf keinen Fall unter null, also in einem negativen Bereich liegen. Diese Voraussetzung werde nur unter Verwendung von Überdruckgeräten und nicht von den vorhandenen Normaldruckgeräten sichergestellt.
Die Übergangsfrist von den alten auf die modernen Geräte beträgt fünf Jahre. Bis Ende 2024 müssen die Hersteller also noch Ersatzteile vorhalten.

Alternativ zum Neukauf hatte die Feuerwehr auch über eine Umrüstung des Altbestandes nachgedacht. Sie würde, lautete ihr Fazit, zwar nur 65.000 Euro kosten, aber in den Folgejahren den Gemeindehaushalt mit erheblichen Unterhaltungskosten belasten. Eine Neubeschaffung in diesem Jahr hatte sie mit 110.000 Euro kalkuliert. Daraufhin begann im Rathaus das Rechnen. Mit dem Ergebnis, dass ein Auftrag bereits in 2020 die Gemeinde 10.000 Euro weniger kosten würde. Positiv ist auch: Die Gemeinde muss sich nicht um die Entsorgung der Altgeräte kümmern, denn dasanbietende Unternehmen nimmt sie in Zahlung. (www.hille.de)

 

(04.02.21) Neues HFL für Löschgruppe Hartum

31 Jahre altes Fahrzeug nur noch eingeschränkt einsatzfähig

Über 31 Jahre alt ist das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF), das im Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Hartum steht. Nun ist es an der Zeit, es zu ersetzen. Den Weg frei für die Neuanschaffung machte der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2020. Die Bedingung: Das Fahrzeug passt in die Halle an der Holzhauser Straße. Die Lieferzeit beträgt nach Auskunft von Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, 28 Monate. 400.000 Euro hat die Gemeinde für den Kauf im Haushalt 2020 eingestellt. Es ist eine Verpflichtungsermächtigung, die je nach Bedarf auch in den nächsten Jahren abgerufen werden kann.

Veraltete Technik, Probleme im Lenksystem, Rost am Rahmen und an der Mannschaftskabine sowie angeschlagene Achswellen sind nur einige Mängel, die der Technische Überwachungsdienst (TÜD) vom Institut der Feuerwehr in Münster bei seiner Überprüfung des HLF feststellte. Der TÜD nimmt, ergänzend zum TÜV, Feuerwehrfahrzeuge unter die Lupe und hat dabei besonders das feuerwehrtechnische Equipment im Blick. Sein Fazit: Das 1989 in Betrieb genommene HLF ist nur noch eingeschränkt einsatzbereit.

Die Löschgruppe Hartum mit ihren 34 aktiven Feuerwehrleuten rückt mit ihm nicht nur zu Bränden aus, sondern auch zu Verkehrsunfällen. In den vergangenen zwei Jahren leistete sie elfmal technische Hilfe und befreite in ihren Autos eingeklemmte oder eingeschlossene Menschen. 

Ein HFL fasst neun Personen Besatzung und ist laut Bernhard Förster über die normale feuerwehrtechnische Beladung, Schläuche und Löschwasser hinaus mit Rettungsschere, Spreizer, Hydraulikstempel und weiteren Gerätschaften für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Ein weiteres, zu einem HFL umgerüstetes Fahrzeug steht im Feuerwehrgerätehaus in Rothenuffeln, der Löschgruppe Hille steht ein Rüstwagen zur Verfügung, eine „fahrende Werkzeugkiste“ nennt ihn der Wehrführer. (www.hille.de) 

Der HLF ist mittlerweile über 31 Jahre alt und nur noch bedingt einsatzbereit.
Foto: Gemeinde Hille

(29.01.2021) Am Kleinen Bruch darf gebaut werden

Bauleitverfahren für Bebauungsplan Nr. 80 abgeschlossen

Das Bauleitverfahren für den Bebauungsplan Nr. 80 „Kleiner Bruch“ in Hartum ist mit dem zustimmenden Votum des Gemeinderates in seiner Sitzung im Dezember 2020 abgeschlossen.

Es handelt dabei nach Auskunft von Hans-Peter Seele, Sachbereichsleiter Planung & Entwicklung, um die Überplanung eines teilweise bebauten Gebiets und landwirtschaftlicher Flächen. Die Größe der für die Bebauung vorgesehenen Fläche beträgt 1,1 Hektar, wobei auf einem Teil der festgesetzten überbaubaren Fläche bereits eine Bestandsbebauung vorhanden ist. Die Aufstellung des Bebauungsplans durch die Gemeinde Hille war erforderlich, weil die Firma B-Plan GbR vier Wohnhäuser errichten will. Genehmigt wird im Rahmen des Bebauungsplans eine bis zu zweigeschossige Bauweise. Für die Erschließung der Anlage ist eine Privatzufahrt geplant.

Hans-Peter Seele geht davon aus, dass schon bald entsprechende Bauanzeigen von B-Plan GbR im Rathaus eingehen werden. „Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass das gesamte Plangebiet kurzfristig bebaut wird.“ (www.hille.de)

(26.01.2021) Gemeinderat stimmt Antrag der CDU-Fraktion zu

Jugendfeuerwehr erhält Sicherheitsschuhe

Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr erhalten demnächst von der Gemeinde Hille finanzierte Sicherheitsschuhe. Den entsprechenden Antrag stellte die CDU-Fraktion, darüber entschieden wurde in der Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2020. Bisher zahlten die knapp 60 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren ihre Schuhe – nach Absprache zwischen Feuerwehr, Gemeinde und Eltern - aus eigener Tasche. 

Die Sicherheitsschuhe sollen, so beschloss es der Gemeinderat, nach Möglichkeit bei lokalen Händlern gekauft werden. „Wir suchen einen Fachanbieter und hoffen, ihn vor Ort zu finden“, sagt Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille. Es würden bald Angebote eingeholt.

Die Sicherheitsschuhe müssen laut Din-Norm durchtrittssicher sein, kein Nagel oder ähnliches darf durch die Sohle dringen, sie haben eine Stahlkappe und einen Knöchelschutz. 

Die Jugendfeuerwehren in Hartum, Unterlübbe und Hille erhalten von der Gemeinde eine Schutzausrüstung, die bislang aus Bundhose/Latzhose, Arbeitsjacke, Winterblouson, Helm und Handschuhen besteht. Nun wird diese durch die Sicherheitsschuhe ergänzt.

Schuhe können erfahrungsgemäß 8 bis 10 Monate getragen werden, dann ist der Feuerwehrnachwuchs rausgewachsen. Egal, ob privat gekauft oder von der Gemeinde, aus hygienischen Gründen dürfen sie anschließend nicht innerhalb der Gruppe weitergegeben werden. „Die von der Gemeinde finanzierten Schuhe gehen später in den Privatbesitz seiner Träger über“, berichtet Bernhard Förster. 

Nach Auskunft von Detlef Hartmann, Fachbereichsleiter Ordnung & Soziales, geht jährlich eine Bedarfsmeldung der Jugendgruppen im Rathaus ein: Wie viele Hosen, Jacken und sonstige Ausrüstung müssen in welcher Größe bestellt werden? Dafür werde eine Summe im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt. Ein Paar Sicherheitsschuhe kostet, so die Kalkulation, rund 100 Euro, daher sind im Haushaltsplan 2021 insgesamt 6000 Euro eingeplant. (www.hille.de)

(04.02.21) Moderne Atemschutzgeräte für Feuerwehr

Gemeinderat genehmigt Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters

Aus Kostengründen (Mehrwertsteuersenkung, Teuerungsrate aufgrund steigender Nachfrage) erließ Bürgermeister Michael Schweiß im November 2020 eine Dringlichkeitsentscheidung: Die Gemeinde Hille erteilt noch 2020 den Auftrag für die Lieferung von Überdruck-Pressluftatmern für die neun Löschgruppen nach EURO-Norm ISO 16900-xx / ISO RPD. Sie spart damit 10.000 Euro ein – nun kosten die Atemschutzgeräte rund 100.000 Euro. Der Gemeinderat genehmigte nachträglich in seiner Sitzung im Dezember 2020 den Kauf.

Zurzeit verfügt die Feuerwehr über insgesamt 54 Normaldruck-Pressluftatmer. Ende 2019 wurde die EURO-Norm u.a. wie folgt geändert: Der Luftdruck in der Einatemphase in einer Atemschutzmaske darf auf keinen Fall unter Null (also einem negativen Bereich) liegen. 

Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, erklärt es so: „Unter Überdruck-Pressluftatmern versteht man Atemschutzgeräte, bei denen ein konstanter Überdruck innerhalb der Maske gehalten wird. Rauchgase oder Rauchpartikel werden durch den permanenten Überdruck in der Maske daran gehindert, einzudringen. Darüber hinaus ist der Einatemwiderstand wesentlich geringer als bei Normaldruckgeräten.“ Der Druck der Einatemphase dürfe nach der Klassifizierung der neuen Norm auf keinen Fall unter null, also in einem negativen Bereich liegen. Diese Voraussetzung werde nur unter Verwendung von Überdruckgeräten und nicht von den vorhandenen Normaldruckgeräten sichergestellt. 

Die Übergangsfrist von den alten auf die modernen Geräte beträgt fünf Jahre. Bis Ende 2024 müssen die Hersteller also noch Ersatzteile vorhalten.

Alternativ zum Neukauf hatte die Feuerwehr auch über eine Umrüstung des Altbestandes nachgedacht. Sie würde, lautete ihr Fazit, zwar nur 65.000 Euro kosten, aber in den Folgejahren den Gemeindehaushalt mit erheblichen Unterhaltungskosten belasten. Eine Neubeschaffung in diesem Jahr hatte sie mit 110.000 Euro kalkuliert. Daraufhin begann im Rathaus das Rechnen. Mit dem Ergebnis, dass ein Auftrag bereits in 2020 die Gemeinde 10.000 Euro weniger kosten würde. Positiv ist auch: Die Gemeinde muss sich nicht um die Entsorgung der Altgeräte kümmern, denn das anbietende Unternehmen nimmt sie in Zahlung. (www.hille.de)

Gemeinde-News (Fördermittel-Verwendung)

(25.01.21) Naherholung vor der Haustür
Reimlers Teich in Hille wird ökologisch saniert

Die Naherholungsanlage „Reimlers Teich“ im Hiller Dorfkern wird in diesem Jahr naturnah umgestaltet und saniert – dank eines Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen. 313.000 Euro erhält die Gemeinde Hille, die das Gewässer seit April 1987 von den jeweiligen Eigentümern des benachbarten Von-Oeynhausen-Hofs gepachtet hat, aus dem Topf „Grüne Infrastruktur“. Es ist ein kurzfristig aufgelegtes Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 5 Millionen Euro. „Die hohe Fördersumme hat uns überrascht“, freut sich Dagmar Meinert, Leiterin des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille. Sie musste den Antrag „Naturnahe Gestaltung der Grünanlage Reimlers Teich“ in Windeseile stellen, denn die Frist betrug gerade einmal vier Wochen. Maßgeblich unterstützt wurde sie dabei von Dirk Esplör von der Biologischen Station.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Und: Die Maßnahme wird zu 100 Prozent gefördert, für die Gemeinde fallen keine Kosten an. Bedingung für die Bewilligung war, dass die Entschlammung des Teichs von der Gemeinde außerhalb des Förderprogramms erledigt wird.

Als „optisch zurückhaltenden Zustand“ beschreibt die Baubetriebshofchefin das Aussehen der Grünanlage an der Dorfstraße. Und meint: Es wachsen dort nur Rasen und Schilf, es fehlt an Attraktivität, um ein gern besuchtes Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür zu sein. „Schön ist nur der teilweise alte Baumbestand aus Eichen, Birken, Hainbuchen und Rotbuchen.“ Einige von ihnen müssten allerdings gefällt werden. „Der Teich braucht Luft, Licht und Wind, was mehrere Bäume mit ihrer großen Krone und dem im Herbst fallenden Laub erschweren.“

Der Mittelpunkt der Anlage ist natürlich der 1200 Quadratmeter große Teich – und damit zugleich das Sorgenkind. Die wasserundurchlässige Schicht scheine, sagt Dagmar Meinert, undicht zu sein, die Hitzesommer sorgten für eine übermäßige Verdunstung. Unterm Strich sei der Wasserstand dauerhaft zu niedrig.
Das konnten auch nicht die alte Grundwasserpumpe und das Regenwasser, das über den Gully an der Bushaltestelle an der Dorfstraße eingeleitet wurde, ausgleichen. Die Pumpe muss durch ein leistungsstärkeres Gerät ersetzt oder saniert werden, und Oberflächenwasser soll - geht es nach Dagmar Meinert - wegen der Verschmutzungsgefahr überhaupt nicht mehr in den Teich fließen, auch wenn die Zuleitung in der Vergangenheit das ökologische System nicht gefährdet hat.
Um zu sehen, wie die Teichsohle aussieht, hat der Baubetriebshof in der Weihnachtszeit das Wasser abgepumpt. Bei niedrigem Wasserstand fischte der Fischereiverein Lübbecke, der den Teich betreut, das Gewässer leer. Allein an einem Tag wurden 100 Kilogramm Karpfen, Karauschen und andere Fischarten gefangen. Sie alle fanden eine neue Heimat im Fischteich am Badesee in Mindenerwald.

Der Bauhof wird spätestens ab Anfang März – das hängt vom Wetter ab – den Schlamm ausbaggern. Leerpumpen, Entschlammung und Abfischen müssen in Eigenleistung erbracht werden, die anderen Arbeiten werden ausgeschrieben.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Anfang Februar beginnende Ausschreibung für die Lehmabdichtung des Teichs. Gemäß der Planung soll damit im April begonnen werden.

Bilder-Zoom

  ... mit der Maus kann hier nach den letzten Pfützen Wasser geklickt werden!

Im August 2021 soll die Umgestaltung beendet sein. Dann liegt ein ökologisches Kleinod mitten im Dorf, das Lebensraum für Fauna und Flora bietet und wo Erholungssuchende jede Menge erleben und sehen können: Eine naturnah gestaltete Uferzone, ein Grünes Klassenzimmer inmitten einer Blumenwiese, Staudenbeete, Wildgehölzhecken und der Blick von einem Holzpodest auf die Wasserfläche. Installiert werden zwei Sitzbänke und Schautafeln, ein Weg führt westlich am Teich vorbei. (www.hille.de)

Gemeinde-News (Energie)

(21.01.21) Strom statt Diesel / alternativ: Getankt wird Strom
Baubetriebshof der Gemeinde Hille erhält E-Kastenwagen

Der Baubetriebshof der Gemeinde Hille hat ein neues Fahrzeug erhalten: Einen Mercedes Benz eVito, ein Elektrofahrzeug. Am Lenkrad des extralangen Kastenwagens sitzt Elektriker Florian Rohlfing, der sich um die elektrischen Anlagen in den gemeindeeigenen Gebäuden wie Schulen, Bürgerhäuser und Friedhofskapellen kümmert. Sein bisheriges Fahrzeug musste altersbedingt ersetzt werden.
Der eVito wurde nach Auskunft von Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert im Sommer 2020 bestellt und nun ausgeliefert. Sein zulässiges Gesamtgewicht beträgt 3,2 Tonnen, seine elektrische Reichweite 144 Kilometer. „Aufgetankt“ mit Strom wird das E-Auto nachts am Bauhof an der Holzhauser Straße in Hartum, wo ein entsprechendes Modul, eine sogenannte Wallbox, errichtet wurde.
Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 45.300 Euro. 60 Prozent davon finanziert die Gemeinde Hille, 40 Prozent (18.140 Euro) stammen aus dem Förderprogramm „Progres.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen.
(www.hille.de)

Gemeinde-News (Landschaftspflege)

(19.01.21) Sträucher werden geschnitten, tote Bäume gefällt
Gehölzpflege des Baubetriebshofs bis 28. Februar

Rund 20 Pappeln fällen Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille zurzeit an Wegen im Naturschutzgebiet Bastauwiesen südlich des Hartumer Sportplatzes. Pappeln wachsen schnell und altern auch schnell und sind dann anfällig für Windbruch. „Diese Bäume sind überaltert und werden gefällt“, sagt Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert. Nur eine Pappel werde nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde lediglich geköpft. „Hier verweist ein Loch auf einen zeitweisen Fledermausbesatz.“ Eine Neuanpflanzung von Bäumen werde es nicht geben. Denn die sind später ein perfekter Ansitz für Krähen und Greifvögel, die es auf Bodenbrüter wie Kiebitz und Brachvogel abgesehen haben. „Wir werden dort einen Blühstreifen aus einer regionalen Saatgutmischung mit gebietsheimischen Pflanzenarten anlegen.“

Vom 1. Oktober bis 28. Februar dürfen Gehölzschnitt und Baumpflege- und Fällarbeiten auch in Naturschutzgebieten ausgeführt werden. Daher gehört dies zu den Hauptarbeiten des Baubetriebshofs in den Wintermonaten. Auch Gehölzpflegearbeiten auf gemeindeeigenen Flächen gehören dazu. Dabei geht es um die Verkehrssicherungspflicht, für die die Gemeinde Hille im öffentlichen Bereich zuständig ist, sowie um die Unter- und Erhaltung von Bäumen und Sträuchern an Gemeindestraßen und innerörtlichen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, an Wegeseitengräben, öffentlichen Grünflächen wie u.a. auf den Dorfplätzen und im Kurpark.
Nach Auskunft von Dagmar Meinert laufen übers Jahr von den eigenen Mitarbeitern und auch den Bürger*innen Informationen über die Sicht behindernde Äste, auf Fahrbahnen wuchernde Büsche und andere potenzielle pflanzliche Hindernisse im Baubetriebshof an der Holzhauser Straße in Hartum ein.
Zudem prüft Baumkontrolleurin Sibylle Michels die Bäume im öffentlichen Bereich regelmäßig. Ihre Auswertung ergab, dass diesmal 36 Bäume nicht mehr standfest waren und gefällt werden mussten. Hinzu kommen aktuell jene Pappeln im Moor und viele durch die Hitzesommer vertrocknete Birken.

Acht Mitarbeiter des Baubetriebshofs sind täglich in drei Kolonnen in der Gemeinde unterwegs. Zu ihrer Schnittschutzkleidung gehören Hose, Jacke und Helm, als Arbeitsgeräte stehen ihnen unter anderem Motorsägen und Hoch-entaster zur Verfügung. Um in großer Höhe arbeiten zu können, mietet sich der Baubetriebshof einen Teleskopradlader mit Arbeitskorb – für den der Mitarbeiter den Nachweis „Arbeitssicherheit Baum II“ haben muss – und ein Anbaugerät für den Bagger, namens Schnittgriffy.

Sein Name ist Programm: Er hält mit dem Greifarm einen Stamm fest und schneidet dann Äste und Zweige ab. „Gerade bei Totholz ist schwer einzuschätzen, wohin alles fällt. Der Arbeiter bedient die Technik aus einiger Entfernung und steht somit außerhalb des Gefahrenbereichs“, erklärt Dagmar Meinert. So hat die Baumkontrolleurin festgestellt, dass 167 Bäume, vor allen Dingen Eichen und Ahornbäume, wegen ihres Totholzanteils nicht mehr sicher für Autofahrer und Passanten sind, sie werden ausgeschnitten. Apropos Passanten: Immer wieder ignorieren Spaziergänger, Fahrradfahrer und Freizeitsportler die Absperrungen, die die Kolonnen gerade zum Schutz derselben auf den Wegen aufgestellt haben. Das sei, warnt Ralf Kolanowski, Vorarbeiter der Straßenbaukolonne, verboten und lebensgefährlich.
Im Laufe der Monate werden zudem Sträucher auf den Stock gesetzt. Haselnuss, Schlehe, Weißdorn, Holunder und all die anderen Büsche treiben im Frühjahr neu aus und verdichten sich durch den Verjüngungsschnitt. Damit das Gewicht der langen Äste sie nicht auseinanderbrechen lässt, werden Kopfweiden geschneitelt. „Die gekappten Kronen bieten Lebensraum für Vögel und Insekten“, berichtet Dagmar Meinert.
Ein anderes großes Thema ist das Lichtraumprofil an Straßen und Gehwegen. Laubbäume wie Ahorn, Eichen und Linden werden aufgeastet, das heißt: Alle Äste werden bis zu einer bestimmten Höhe zurückgeschnitten. Bei Straßen liegt die Grenze bei 4,50 Metern, bei Gehwegen bei 2,50 Metern. Auch Obstbäume an Straßen sind zu pflegen, gerade wurden die am Bliewnißweg und an der Westerholzstraße in Nordhemmern beschnitten.
Der gesamte Grünschnitt werde, sagt Dagmar Meinert, gehäckselt und verkauft.
(www.hille.de)

Gemeinde-News (Dienste)

(11.01.2021) Streutanks sind gefüllt

Winterdienst der Gemeinde Hille ist startklar

Seit November ist der Baubetriebshof der Gemeinde startklar für den Winterdienst, unter anderem mit einem neuen Lkw. Auch die so genannte Präventivstreuung auf den Gemeindestraßen verlief problemlos. Das Ziel der Aktion, mit der Dagmar Meinert, Leiterin des Baubetriebshofs, ihre Mitarbeiter beauftragte: Funktioniert die Technik der Streuaufsätze nach mehreren Monaten in der Halle noch? Lassen sich die Aufbauten ohne Komplikationen montieren? Alles war in Ordnung – der Baubetriebshof ist gerüstet.

Sobald der regionale Wetterdienst um 14 Uhr Reifglätte, Schnee oder Frost meldet, müssen Dagmar Meinert und ihr Stellvertreter Andreas Schossau handeln. „Die Gemeinde steht vom 1. November bis zum 31. März in der Streupflicht.“ Dafür gibt es ein Bereitschaftsteam mit insgesamt zehn Mitarbeitern und fünf Fahrzeugen, einem Holder für die Gehwege sowie vier Fahrzeuge für die Straßen und öffentlichen Plätze, darunter ein Trecker, der bei Starkschnee beispielsweise auf Schulhöfen im Einsatz ist. Jedes Fahrzeug ist in der Regel mit einer Person besetzt. Die Ausnahme: Der wendige Unimog für die steilen Straßen an der Bergkante, auf dem zwei Männer sitzen. „Das ist aus Sicherheitsgründen erforderlich“, sagt Andreas Schossau.

Grundlage für den Winterdienst ist ein Tourenplan. Und die enge Absprache mit den Fahrern, wer wo das Streusalz ausbringen wird. Jedes Fahrzeug legt dann bis zu 100 Kilometer zurück – pro Einsatz. 

Gestreut werden als erstes Busstrecken sowie die Straßenabschnitte vor Schulen und öffentlichen Einrichtungen, zudem Gemeindestraßen, Gefahrenstrecken wie Steillagen und die Gehwege vor gemeindeeigenen Flächen. Die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen übernehmen – auch innerörtlich – der Kreis oder der Landesbetrieb Straßen NRW. „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ lautet die Maßgabe, wenn es um die Menge des auszubringenden Streusalzes geht. Wobei es sich nach Auskunft von Andreas Schossau nicht ausschließlich um Streusalz handelt. „Wir geben eine Solelösung dazu, die Wirkung ist besser.“ Die Mischung verwehe nicht und bleibe trotz des Verkehrs auf der Fahrbahn haften. 

Die Gemeinde Hille und der Kreis Minden-Lübbecke kooperieren bei Einkauf und Lagerung. Der Kreis kümmert sich um das Salz, das in einer Halle in Oberlübbe lagert, die Kommune um die Sole, für die ein Tank auf dem Bauhof in Hartum steht. Der Mengenverbrauch schwankt von Jahr zu Jahr. „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir keinen strengen Winter, entsprechend geringer war die Anzahl der Einsätze“, sagt Andreas Schossau. 

Ganz neu im Fuhrpark des Bauhofs ist ein Scania-LKW inklusive Streuausrüstung. Er wurde als Ersatz für einen alten, kaum noch fahrtüchtigen Lkw angeschafft und im Sommer 2020 ausgeliefert. Der Lastwagen ist wie die anderen drei Großfahrzeuge multifunktional einsetzbar: Im Winter unter anderem für den Streudienst und ganzjährig im Straßenbau und der Straßenunterhaltung

Der neue Lkw Scania mit Winterdienstausrüstung. Foto: Gemeinde Hille

Gemeinde-News (intern)

(11.01.2021) Neuer Radlader

Bauhof erhält Ersatzfahrzeug

74.800 Euro hat die Gemeinde Hille in den Kauf eines neuen Radladers investiert. Der Volvo L35G mit einem Eigengewicht von 6,5 Tonnen und einer geschätzten Lebensdauer von mindestens 15 Jahren ersetzt zwei Radlader, deren Reparatur sich aufgrund ihres Alters nicht mehr lohnte, und wurde kürzlich ausgeliefert. Grundlage für die Anschaffung sei, sagt Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert, das Bauhofkonzept 2018, in dem unter anderem auch das Investitionsvolumen für den gemeindlichen Betrieb festgelegt ist.

Mit dem Radlader kamen auch ein Kehrbesen sowie eine Gabel und eine Schaufel an der Holzhauser Straße in Hartum an. 

Den Kehrbesen benötigt der Bauhof für die Baustellenreinigung bei eigenen Straßenbaumaßnahmen, bei der Beseitigung von Ölspuren, bei der Laubsammlung und beim Abkehren von diversen sonstigen Verschmutzungen, z.B. das Aufkehren von Entenkot am Badesee.

„Auch vor dem Aufbringen von Splitt oder Warmasphalt und vor  der Ausbesserung von Straßen müssen die Baustellen frei von Laub und Steinchen und anderen störenden  Dingen sein, da kommt der Kehrbesen zum Einsatz“, berichtet der stellvertretende Bauhofleiter Andreas Schossau. 

Mit der Radladergabel transportieren die Mitarbeiter des Baubetriebshofs Paletten und andere schwere Materialien, mit der Schaufel setzen sie Erde, Schüttgut und Baumaterialen um. Noch in diesem Monat wird ein Holzgreifer für den im Winter fälligen Gehölzschnitt geliefert. (www.hille.de)

Er darf sich als Erster hinters Steuer setzen: Ralf Kolanowski nimmt, beobachtet von Andreas Schossau, den neuen Radlader im Empfang. Foto: Gemeinde Hille

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