Gemeinde-Kolorit

18.11.2021. Pressemitteilung der Gemeinde Hille, Text Gisela Burmester, Foto HH

Urkundenübergabe im Rathaus

 

Hille ist neues Mitglied im Förderverein NRW-Stiftung

 

Hille: Der Förderverein Nordrhein-Westfalen-Stiftung erhält Verstärkung im Kreis Minden-Lübbecke: Ende September 2021 ist die Gemeinde Hille beigetreten. Bei einem Besuch im Rathaus überreichten Marianne Thomann-Stahl und Karl-Heinz Haseloh am 17. November 2021 die Mitgliedsurkunde an Bürgermeister Michael Schweiß.

 

Seit 35 Jahren fördert die NRW-Stiftung gemeinnützige Vereine und Initiativen bei ihrem Einsatz für den Naturschutz und den Erhalt historischer Baudenkmäler und wertvoller Kulturgüter. Unterstützung erhält die Stiftung dabei von ihrem Förderverein. „Wir heißen die Gemeinde Hille herzlich willkommen und freuen uns, im Kreis Minden-Lübbecke eine weitere Kommune in unseren Förderverein aufnehmen zu können,“ betont Marianne Thomann-Stahl. Die frühere Regierungspräsidentin von Detmold gehört seit 2020 dem Vorstand des Fördervereins an. „Da auch die Stadt Minden ihren Beitritt signalisiert hat, gehören bald alle Kommunen im Kreisgebiet zum Förderverein NRW-Stiftung“, freut sich auch Karl-Heinz Haseloh. Als ehrenamtlicher Regionalbotschafter vertritt er seit 2012 die NRW-Stiftung und ihre Interessen zum Schutz von Natur, Heimat und Kultur in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford.

 

Bürgermeister Schweiß ergänzt: „Der Einsatz der NRW-Stiftung ist auch hier bei uns in Hille erkennbar. Mit unserer Mitgliedschaft unterstützen wir die wichtige Arbeit der Stiftung.“ Die NRW-Stiftung engagiert sich beispielsweise seit 1987 für den Schutz der Weißstörche in Minden-Lübbecke. Dafür hat die Stiftung im Bereich der Weser- und Bastauniederungen über 450 Hektar Feuchtwiesen erworben.

 

Seit ihrer Gründung 1986 konnte die Nordrhein-Westfalen-Stiftung rund 3.400 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt etwa 288 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Der Förderverein der NRW-Stiftung wurde 1988 gegründet. Ihm gehören mehr als 7.800 Einzel- und Familienmitglieder, rund 250 ehrenamtliche Vereine, knapp 100 Unternehmen und mehr als 280 Städte, Kreise und Gemeinden an.

 

Marianne Thomann-Stahl, Vorstandsmitglied Förderverein NRW Stiftung, Bürgermeister Michael Schweiß und Karl-Heinz Haseloh, Regionalbotschafter der NRW Stiftung für den Mühlenkreis.  (v.l.)

Die Urkunde findet einen Ehrenplatz im Rathaus.

12.11.2021 (David Merschjohann, HH)

Die Großgemeinde Hille fiel nicht vom Himmel

Sie trat am 1. Januar 1973 begleitet von Streitigkeiten in Kraft  

Hille. Der Heimat- und Gartenbauverein Hille hatte kürzlich zu einer Veranstaltung in die Alte Brennerei eingeladen. David Merschjohann sprach zum Thema “Die Schwierigkeiten der Gründung einer Gemeinde Hille (1973).“

Frau Mehwald, 2. Vorsitzende des Vereins, gegrüßte die Gäste und stellte den Referenten kurz vor. Der Paderborner David Merschjohann hat an der Paderborner Uni Deutsch und Geschichte studiert und inzwischen seine Doktorarbeit am Historischen Institut der Uni Paderborn eingereicht. Das Thema der Arbeit:“ Die kommunale Gebietsreform in NRW (1966 -1975) unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raumes – die Region Ostwestfalen-Lippe.“

Frau Mehwald, zweite Vorsitzende des Vereins, stellte den Referenten des Abends, David Merschjohann, vor.

Die Großgemeinde Hille existiert erst seit dem 1. Januar 1973 und wurde mit dem Bielefeldgesetz eingeführt. Begleitet wurde die Gründung von Meinungsverschiedenheiten und Streitereien, denn es gab zwei Vorschläge, zum einen die Großgemeinde Hille mit den 9 Dörfern Rothenuffeln, Oberlübbe,Unterlübbe, Eickhorst, Hille, Südhemmern, Nordhemmern, Hartum und den westlichen Teil von Holzhausen II und zum anderen die Großgemeinde am Wiehen mit den Dörfern an der Bergkannte, Rothenuffeln, Oberlübbe, Unterlübbe, Eickhorst und Nettelstedt. Bei allen Überlegungen spielte das Moor eine gewichtige Rolle, denn man nahm an, dass das Moor eine Verflechtung der Dörfer nicht zulassen werde.

In seinem Vortrag ging David Merschjohann anhand von drei Fragen auf die Problematik ein.

- Ich möchte erstens nach den allgemeinen Ursachen der Gebietsreform fragen.

- Zweitens möchte ich den Neugliederungsprozess des Landkreises Minden  und damit auch der Gemeinde Hille skizieren

- Drittens möchte ich nach den Folgen der Entscheidungen fragen.

Der Referent stellt drei Fragen zur Gebietsreform 1973

Zur ersten Frage führte der Referent aus, dass die kommunale Gebiets - und Verwaltungsreform in NRW nach Ansicht des damaligen NRW Innenministers notwendig war, weil die kleinteilige Gebietsstruktur zu einer nicht ausreichenden Verwaltungskraft führte.

In der zweiten Frage ging es um die Neuregelung des Landkreises Minden und damit auch um die Neugliederung der Gemeinde Hille. Es wurden verschiedene Ideen in die Diskussion eingebracht. Sowohl Mindens Oberkreisdirektor Horst Rosenbusch, die Regierungskommission in Düsseldorf und Innenminister Weyer stellten Vorschläge vor. Diese Vorschläge stimmten darin überein, dass aus den 76 Gemeinden in Zukunft fünf Großgemeinden gebildet werden sollten.

Drei Gemeinden an der Bergkannte, Rothenuffeln, Oberlübbe und Unterlübbe waren mit dem Vorschlag des Innenministers nicht einverstanden, sie schlugen vor, eine eigenständige Gemeinde „Am Wiehen“ zu bilden. Sie sollte aus den Dörfern Rothenuffeln, Oberlübbe, Unterlübbe, Eickhorst und Nettelstedt bestehen, denn eine bestimmte Einwohnerzahl musste vorhanden sein.

Auch die Parteipolitik spielte bei der Gebietsreform eine Rolle. Zur damaligen Zeit war Hille unter Bürgermeister Walter Rohde (FDP) eine Hochburg der FDP und da der Innenminister auch der FDP angehörte, konnte Einfluss genommen werden.

Die Alte Brennerei ist ein geeigneter Veranstaltungsort, um geschichtliche Themen zu erörtern.

Nach vielem Hin und Her hatten schließlich die Landtagsabgeordneten das letzte Wort und sie folgten mehrheitlich dem Vorschlag des Innenministers. Mit Inkrafttreten des Bielefeldgesetzes am 1. Januar 1973 gab es die Großgemeinde Hille in der bis heute gültigen Zusammensetzung.

Der Referent fragte, ist die Entscheidung des Landtages richtig gewesen?

Diese Frage können die Hiller Bürgerinnen und Bürger am besten selbst beantworten. Fakt ist jedenfalls, so der Referent, dass die Gebietsreform unumgänglich und notwendig war. Fakt ist auch, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Besuch des Rathauses eine funktionierende Verwaltung vorfinden. Dies war das Ziel der Gebietsreform und dieses Ziel wurde erreicht. 

Da zu den Gästen dieser Veranstaltung auch einige Hiller Kommunalpolitiker zählten, die schon zu Zeiten der Gebietsreform in die Kommunalpolitik mit eingebunden waren, schloss sich an diesen Vortrag eine lebhafte Diskussion an. 

Zukunft Glasfaser

26.11.2021 (Text und Foto Greenfiber , HH)

Hille geht gemeinsam in das Digitale Zeitalter

Hille. Nach positiver Entscheidung über das Hiller Zukunftsprojekt gehen die Gemeinde Hille und GREENFIBER konkrete Schritte zum Glasfaserausbau an. Noch kann jeder Haushalt einen Glasfaseranschluss beantragen.

23. November 2021 Hille „Danke für die viele Arbeit“ könnte die Überschrift des ersten Arbeitstreffens zum Hiller Glasfaserprojekt nach der erfolgreichen Vorvermarktung lauten. Denn nachdem feststeht, dass die ganze Gemeinde Teil von Europas schnellstem Internet wird, gibt es für alle Beteiligten viel zu tun. Gemeinsam mit Thomas Roskam, Technischer Leiter GREENFIBER freuten sich Bürgermeister Michael Schweiß, sein Stellvertreter Gerhard Uphoff und Sachbereichsleiter Bernd Küchhold über das sehr gute Ergebnis.

Doch viel Zeit zum Feiern bleibt den Partnern nicht. Denn der Gemeinderat hatte bereits im Vorfeld einen klaren Umsetzungsplan abgestimmt. Dieser sieht eine enge Kooperation vor. In Kürze werden Gemeinde und GREENFIBER eine gemeinsame Gesellschaft zum Ausbau des Glasfasernetzes gründen. Damit das schnelle Netz in kommunaler Hand bleibt, hält die Gemeinde dabei die Mehrheit. „Das Glasfasernetz ist Struktur- und Zukunftssicherung,“ unterstreicht Bürgermeister Schweiß die Dimension des Vorhabens. „Von dieser Infrastruktur profitieren die Haushalte, die Schulen und die Gewerbebetriebe gleichermaßen.“ Daher sei es immer die Intension der Gemeinde gewesen, das Glasfaserprojekt für ganz Hille anzugehen. „Wir wären sonst auch in arge Erklärungsnot gekommen,“ so der Bürgermeister. „Wie wollen sie Menschen z.B. am Holzhäuser Damm erklären, dass die eine Seite als gefördertes Gebiet Glasfaseranschlüsse bekommt und die andere Straßenseite nicht?“

Gerade den Schulen eröffnen sich mit den Breitbandanschlüssen ganz neue Lernformen und Angebote. Daher werden die Schulstandorte priorisiert an das Glasfasernetz angeschlossen. Aber auch für den breiten Branchenmix der Gewerbetreibenden ist der nun erfolgte Start in die Ausbauphase eine gute Nachricht. „Unsere Unternehmen sind weltweit vernetzt. Da bedeutet eine moderne Infrastruktur eine Standortsicherung,“ ist sich Bernd Küchhold

sicher.

Thomas Roskam skizzierte bereits die nächsten Schritte. „Derzeit sitzen wir an der Detailplanung. Wenn die abgeschlossen und abgestimmt ist, rollen die ersten Bagger.“ Denn schon bald soll ganz Hille glasfaserschnell sein. Zunächst kommen die Erdarbeiten. Sichtbares Zeichen sind die orangen Leerrohre, die dann in ganz Hille aus der Erde ragen werden. Danach folgt die Errichtung der Verteiltechnik und erst zum Schluss der Anschluss der Haushalte. „Daher kann zwischen den Tiefbauarbeiten und dem Freischalten schon etwas Zeit vergehen“, wirbt der Techniker um Verständnis. „Aber wir arbeiten mit vollem Engagement und liegen derzeit gut im Zeitplan.“

Auch nach dem Ende der Vorvermarktung gehen bei GREENFIBER und der Gemeinde Anfragen ein. Für diese Interessenten gibt es gute Nachrichten. Denn ein eigener Hausanschluss ist weiterhin problemlos möglich. Bis zum Ende der Ausbauarbeiten beträgt der Baukostenzuschuss nun € 500. Auch das ist immer noch deutlich weniger als die tatsächlich anfallenden Kosten.

Auch privat freut sich Bürgermeister Schweiß auf den Glasfaseranschluss. „Mein Haus ist jetzt gut gerüstet. Über Geschwindigkeiten muss ich mir auch in Zukunft keine Gedanken mehr machen.“ Von dieser Investition werden auch seine Kinder profitieren. Das Digitale Zeitalter hat in Hille endgültig begonnen.

Gemeinsam wird Hille glasfaserschnell!

(v.l.) Thomas Roskam, Technischer Leiter Greenfiber, Bürgermeister Michael Schweiß, Stellvertreter Gerhard Uphoff und Fachbereichsleiter Bernd Küchhold 

Ergebnis Glasfaserausbau

05.11.2021 (Text Greenfiber, Foto HH)

Ein klares Ja zum flächendeckenden Glasfaserausbau in Hille!

04. November 2021 Hille Die Hürde für das kommunale Glasfasernetz für ganz Hille war hoch. Vierzig Prozent aller Haushalte mussten sich für das glasfaserschnelle Netz entscheiden, damit das Projekt kostendeckend realisiert werden kann. So hatten es die Partner, die Gemeinde Hille und GREENFIBER ausgerechnet und gemeinsam festgelegt. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde daher vor Ort engagiert um jeden einzelnen Hausanschluss geworben. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Die hohen Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen! Nach Erfassung nahezu aller eingegangenen Anträge können Bürgermeister Michael Schweiß und GREENFIBER Geschäftsführer Paul Gummert grünes Licht geben: Die 40%-Hürde wurde mit Bravour genommen. Viele Haushalte hatten sich von den Möglichkeiten und Konditionen eines schnellen, stabilen und sicheren Glasfaseranschlusses überzeugen lassen. Sicherlich auch dank des einmaligen Angebots von nur € 100 Euro Baukostenzuschuss.

„Es ist eine große Freude und natürlich auch eine Erleichterung, dass wir dieses Zukunftsprojekt jetzt tatsächlich realisieren können“, so Bürgermeister Schweiß. „Die vielen Hausanschlüsse sind eine gelungene Abstimmung für die Zukunft unserer Gemeinde.“ Auch Paul Gummert zeigte sich sehr zufrieden. „Von Anfang an sind wir hier auf großes Interesse gestoßen. Vor allem aber haben alle Entscheidungsträger:innen großartig zusammengearbeitet.“ Nun kann das größte kommunale Infrastrukturprojekt seit vielen Jahren realisiert werden. Strom, Gas, Wasser und bald schon das schnellste Internet Europas versorgen dann ganz Hille. Bisher hatte GREENFIBER in der Kommune -wie überall im Mühlenkreis- lediglich die als unterversorgt geltenden Gebiete an das Glasfasernetz anschließen können. Das war Bürgermeister Schweiß und dem Hiller Gemeinderat jedoch zu wenig. „Glasfaser ist Grundversorgung. Die muss für alle bereitstehen.“ So das Gemeindeoberhaupt. Nach intensiver Beratung beschloss der Gemeinderat über alle Fraktionen hinweg die Zusammenarbeit mit GREENFIBER. In einem gemeinsamen Unternehmen, das die beiden Partner nun gründen, behält die Gemeinde die Mehrheit. So entsteht ein Glasfasernetz in kommunaler Trägerschaft. Auch wenn die Konditionen sich ändern, kann auch jetzt noch ein Glasfaseranschluss beantragt werden. Der Baukostenzuschuss, also jener Betrag, den Interessenten selbst beisteuern, liegt nun bei € 500 pro Hausanschluss. Dies gilt für die gesamte Bauphase und ist weiterhin ein Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten.

Allzu viel Zeit zum Feiern lassen sich die Projektpartner in Hille nicht. „Die Planungsarbeiten sind weit fortgeschritten,“ erklärt Paul Gummert. Von Buddeln bis Googlen vergeht dann noch etwas Zeit. Bis Ende 2022 soll dann ganz Hille das Digitale Zeitalter betreten haben.

Pressekontakt: Für Rückfragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

GREENFIBER Internet & Dienste GmbH, Am Markt 6, 21335 Lüneburg Hinrich Bernzen, Telefon 0172 4160444, hinrich.bernzen@greenfiber.de https://greenfiber.de Presse@greenfiber.de

Die wesentlichen Schritte sind getan, wie geht es weiter?

Stand: Glasfaser Ausbau

02.11.2021 (Text und Foto Greenfiber, HH)

Hille schaut zuversichtlich in die glasfaserschnelle Zukunft

01. November 2021. Hille Erste Vermarktungsfrist für den Ausbau des kommunalen Glasfasernetzes beendet. 40% aller Haushalte notwendig. Hille und GREENFIBER sind optimistisch, das Ziel erreicht zu haben. Noch werden letzte Anträge angenommen.

Intensive Wochen liegen hinter den Projektbeteiligten. Gemeinsam wollen die Gemeinde und GREENFIBER das größte Infrastrukturprojekt seit vielen Jahren umsetzen: Ein flächendeckendes Glasfasernetz in kommunaler Hand für ganz Hille. Damit dies gelingt, mussten 40 % der Hiller Haushalte einen Antrag auf einen Glasfaseranschluss abgegeben haben. Dieses Ziel scheint erreichbar zu sein. Noch halten sich die Partner etwas bedeckt, geben sich aber durchaus positiv. „Wir arbeiten derzeit noch die am Wochenende reichlich eingegangenen Anträge ein,“ so GREENFIBER Geschäftsführer Paul Gummert. Für alle Nachzügler:innen hat Gummert eine gute Nachricht. „Noch bis zum Ende der Woche können bereits ausgefüllte Anträge abgegeben werden. Damit wollen wir wirklich allen die Chance geben, zu diesen einmaligen Konditionen Teil der glasfaserschnellen Zukunft Hilles zu sein.“

Noch wird für das schnelle Internet in der Gemeinde Hille geworben

In den kommenden Tagen werden sich die beiden Partner zusammensetzen, um die kommenden Schritte zu besprechen. Sollte die Quote erreicht worden sein, geht das Projekt in die nächste Phase, der Ausbau beginnt. Wer sich bisher noch nicht für einen Hausanschluss entschieden hat, kann dies auch weiterhin tun. Für einen Baukostenzuschuss von nun € 500 wird das Glasfaserkabel bis in jedes Haus verlegt. Dieses Angebot gilt jedoch nur bis zum Ende der Ausbauphase.

Bis Ende der Woche wollen Gemeinde und GREENFIBER das endgültige Ergebnis der ersten Vermarktungsphase verkünden. Dann steht fest, ob ganz Hille das Digitale Zeitalter betritt.

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20.10.2021 (Gemeinde Hille, HH)

Die Ministerin kam nicht mit leeren Händen nach Hille

Sie hatte einen Förderbescheid für ein neues Projekt mitgebracht

Hille. Große Freude herrschte unter den Gästen, die sich am 14. Oktober 21 anlässlich der Eröffnung der Anlage „Reimlers Teich“ am Hofgut eingefunden hatten. Es gab viel Applaus, als die Ministerin Ursula Heinen-Esser  einen Förderbescheid über 340.000 Euro an Bürgermeister Michael Schweiß überreichte.

Anlass zur Freude, die Ministerin (2.v.l.) überreichte den Förderbescheid.

Diese Förderung ist für das Projekt „Natur-Erlebnis-Räume“ am Hofgut von Oeynhausen vorgesehen. Es wird als Teil der Reaktion der Europäischen Union auf die COVID - 19 – Pandemie gefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen des REACT EU Förderprogramms „Grüne Infrastruktur“ des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung.

Erste Pläne wurden schon angedacht, so die Gemeinde in einer Pressemitteilung.  

Eine Fläche von 1000 qm nord-westlich wurden von der Gemeinde gepachtet und eine weitere Fläche von 2500 qm südlich des Hofguts werden demnächst noch dazu gepachtet. Diese Flächen wurden bisher  landwirtschaftlich genutzt und sollen jetzt eine ökologische Aufwertung erfahren.

Blick auf die neu gestaltete Anlage

Sie sollen im Rahmen des Projekts naturnahe umgestaltet und den umliegenden Einrichtungen, Verbundschule, Kindergärten und Seniorenheimen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem bieten die Natur-Erlebnis-Räume den Bürgerinnen und Bürgern  der Gemeinde Hille eine attraktive Naherholung an. Im Umfeld des historischen Hofgutes und des neugestalteten „Reimlers Teich“ ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten artenreiche Biotope zu entwickeln.

Die Gemeinde hat dem HillerWebBlatt Vorentwürfe zur Verfügung gestellt, die hier im Anhang vorgestellt werden.

 

Konzept Süd

Konzept Nord - West

Skizze zum Projekt

 
 

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20.10.2021 (Gemeinde Hille, HH)

Ein großer Tag für die Gemeinde Hille

Ministerin Heinen-Esser kam zu Eröffnung des Projektes „Reimlers Teich“

Hille. Bürgermeister Michael Schweiß (unabhängig) konnte neben der Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zahlreiche Gäste begrüßen, die zu der ökologisch hochwertigen Sanierung des Teiches beigetragen hatten. Er lobte alle Mitarbeiter, da das Projekt schnell fertiggestellt werden konnte. (Durchführungszeitraum 04.12.2020 bis 31.08.2021). Vom Land NRW wurden  318.000 Euro in das Projekt „Grüne Infrastruktur“ investiert.

Herzlich willkommen im grünen Klassenzimmer am Reimlerschen Teich

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die neue ökologische Neugestaltung das Areal Reimlers Teich aufwerte. Es soll ein Treffpunkt für Jung und Alt sein, die Gemeinschaft fördern und durch das grüne Klassenzimmer und die Schautafeln ein Lernort für Kindergarten- und Schulkinder sein.

Es wurden mehrere Grußworte gesprochen. In allen klang die Freude und der Dank für die schnelle Vollendung diese Projektes mit.

(v.l.) Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Bürgermeister Michael Schweiß, Ute Hildebrandt, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen der Gemeinde Hille und Anastasia Kavanek-Wolohnen, Enkelin der Eigentümerfamilie des Hofgutes.

Die Ministerin führte in ihrem Grußwort aus: (Zitat)

Der Rückgang der biologischen Vielfalt und der Klimawandel sind die größten Herausforderungen der nächsten Jahre. Deswegen ist es wichtig, nicht nur in großen Städten und Ballungsräumen, sondern auch in ländlichen Gemeinden naturnahe Räume zu schaffen, in denen Starkregen versickert, hohe Sommertemperaturen gedämpft und Artenvielfalt gefördert wird.  Grünflächen aufwerten und mit dem Umland zu vernetzen, entspricht der Idee der grünen Infrastruktur. Genau das passiert hier in Hille. So profitiert die Natur durch neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen und die Menschen erhalten Möglichkeiten zur Erholung. Ich freue mich über das Engagement der Gemeinde Hille und aller beteiligten Akteure für die grüne Infrastruktur.“

Hier sind Lernen und Erholen angesagt.

Auch die Enkelin des Hofbesitzers, Anastasia Kavanek - Wohlonen sprach ein Grußwort. Sie sagte, dass ihre Familie auf dem Hofgut am Teich lebe und es für sie und ihre Familie selbstverständlich gewesen sei, die Naturschutzpläne des Landes und der Gemeinde voll zu unterstützen.

Um auch gleich die Pflanzenwelt im Teich zu bereichern, ließen Anastasia und ihre Freundinnen eine Seerose in das Wasser gleiten.

 

Unter den Augen der Ministerin wurde die Seerose in den Teich gesetzt, begleitet mit dem Wunsch, üppig zu wachsen und zu blühen. 

Hinweis

Ortsdurchfahrt in Hille gesperrt

Die Mindener Straße in der Hiller Ortsdurchfahrt ist ab Dienstag, 21. September, zwischen der Dorfstraße und der Brennhorster Straße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Für den Kfz-Verkehr, insbesondere den LKW- und Schwerlastverkehr, sind weiträumige Umleitungen ausgeschildert. Die Geschäfte und Dienstleister sowie das Alten- und Pflegeheim sind nur noch eingeschränkt erreichbar. Grund für die Einschränkungen ist die Erneuerung des maroden Mischwasserkanals in der Mindener Straße auf einer Länge von rund 240 Metern. Die Bauarbeiten erfolgen in offener Bauweise und sollen am 30. November abgeschlossen sein. Das teilt die Gemeinde Hille mit (www.hille.de).

Info

Begegnungsorte in den Dörfern schaffen“
Ute Hildebrandt ist die neue Fachbereichsleiterin Planen und Bauen


Eine Kommune gestaltet das Lebens- und Wohnumfeld seiner Bürger*innen, beeinflusst das Miteinander von Jung und Alt, stellt Infrastruktur zur Verfügung, schafft Begegnungsorte –Dinge, die Ute Hildebrandt wichtig sind und zu Projekten und Ideen inspirieren. Die 54-Jährige leitet seit dem 1. August 2021 den Fachbereich Planen und Bauen, dessen Chef Helmut Spilker nach 49 Jahren in den Ruhestand ging. Sie ist die Vorgesetzte von gut 40 Mitarbeiter*innen, gemeinsam arbeiten sie für die Bereiche Wasser, Abwasser, Straßen, Planung und Baubetriebshof. Dieses große Spektrum möchte Ute Hildebrandt nutzen, um die Gemeinde Hille zu entwickeln, sie will versuchen, „neu und anders zu denken und das Zusammenleben von Menschen im planerischen Raum zu verbessern“.

Und das heißt: Wie kann generationenübergreifendes Wohnen aussehen? Welche Wohnformen kann eine Kommune alten Menschen anbieten? Wie können Investoren für neue Wohnformen gewonnen werden? Wie und wo können Begegnungsorte in den Dörfern geschaffen werden?
Welche Infrastruktur und Lebensqualität braucht es, um die Gemeinde für Jung und Alt attraktiv zu machen? Wie können die Gewerbetreibenden gestärkt werden? „Wir müssen die strategischen Ziele unserer Kommune ernst nehmen und offen sein für neue Ideen.“ Auf diesem zukunftsweisenden Weg möchte die neue Fachbereichsleiterin ihre Kollegen*innen im Rathaus sowie die Politik mitnehmen. „Wir müssen Hand in Hand arbeiten und die Themenbereiche stärker verbinden.“

Beispielhaft nennt sie den Klimawandel. „Klimaschutz ist teuer, trotzdem muss es in der Gemeinde bezahlbaren Wohnraum geben“, sagt sie. Und schlägt vor, Anträge der Fraktionen in den Fachausschüssen zusammenzufassen, abzugleichen und Lösungen zu finden, die allen Beteiligten möglichst gerecht werden. Die Entwicklung innovativer Konzepte und die Moderation neuer Projekte gehörten immer zu Ute Hildebrandts beruflichen Schwerpunkten. Sie hat sie von der Pike auf gelernt, ihr Talentprofessionalisiert und ihr Können in zahlreichen Arbeitsfeldern gezeigt.
Nach dem Abitur absolvierte die gebürtige Barkhauserin ein duales Studium in der Stadtverwaltung Porta Westfalica, das sie als Diplom-Verwaltungswirtin abschloss. Bevor sie zur Stadt Minden ging, arbeitete sie in Hausberge in der Kämmerei sowie im Schul- und Bauamt. „Durch die Kundenkontakte im Mindener Sozialamt habe ich viel über Menschen und mich selbst erfahren und gelernt, belastungsfähig zu sein.“ Dankbar ist sie bis heute für das engagierte Kollegenteam und die gute Zusammenarbeit.

Lebt seit 16 Jahren in Holzhausen: Ute Hildebrandt ist die neue Leiterin des FachbereichsPlanen und Bauen. Foto: privat

Mitte der neunziger Jahre wechselte Ute Hildebrandt die Aufgaben in der Stadtverwaltung, war zuständig für Rats- und Gremienarbeit, kümmerte sich um Städtepartnerschaften und arbeitete in der Beschwerdestelle. „Ein super Querschnitt durch viele Arbeitsfelder war das.“
Sie heiratete, bekam zwei Töchter und zog mit ihrem Ehemann, der als Lehrer eine Stelle in Gummersbach fand, in den Oberbergischen Kreis.
Bürgermeister Michael Buhre holte Ute Hildebrandt 2004 zurück ins Mindener Rathaus, wo sie zehn Jahre im Stab des Bürgermeisters als Personalentwicklerin arbeitete und ein Personalentwicklungskonzept für die Stadt Minden schrieb. „Eines der Ziele im Konzept war durch eine Neuausrichtung der Auswahlverfahren, den richtigen Mitarbeiter für die jeweilige Stelle zu finden.“ Fortbildung, Ausbildung, Personalführung, leistungsorientierte Bezahlung und Gesundheitsförderung – hierfür entwickelte sie Konzepte, die schrittweise in den Abteilungen umgesetzt wurden.
Später entschied sie dann, sich für das neugegründete Quartiersmanagement zu bewerben. Ute Hildebrandt erhielt den Zuschlag und begann ab 2017 mit der durch ein NRW-Städtebauförderprogramm geförderten integrativen Stadtteilarbeit, baute Büros und Teams auf, sorgte für die Einrichtung von Verfügungsfondsund die Einbindung der Menschen vor Ort durch Quartiersbeiräte. „Insgesamt 55 Projekte konnten mit dem Geld aus den vom Land geförderten Fonds realisiert werden.“
Und nun stellt sie sich neuen Herausforderungen in der Gemeinde Hille. Neben dem großen Themenfeld „Generationenübergreifendes Planen, Leben, Wohnen“ ist ihr der Klimaschutz wichtig. „Es muss und wird auch hier etwas passieren, die Konsequenzen des Klimawandels werden bald spürbar sein.“

Ute Hildebrandt macht sich Gedanken über die langfristige und ausreichende Versorgung der Menschen mit Wasser, sie möchte wissen, ob der Energieverbrauch und die Betriebskosten der Kläranlage gesenkt werden können und Gebühren stabil bleiben, sie will nach Fördertöpfen für städtebauliche und klimarelevante Themen suchen.
Das schafft sie nicht allein. „Es ist wichtig, dass alle Fachbereiche intensiv zusammenarbeiten und die Bürger*innen häufiger nach ihren Ideen gefragt werden“, sagt Ute Hildebrandt, die auch den Gemeinderat für ihre Ziele begeistern möchte. „Für eine lebenswerte Gemeinde, in der sich alte und junge Menschen wohlfühlen, brauchen wir eine faire, konstruktive und parteiübergreifende Diskussionskultur.“ (www.hille.de)

Heimatpreis

01.09.2021 (Text und Fotos HH )

Die Gewinner des Heimatpreises der Gemeinde Hille stehen fest

Hille-Rothenuffeln: Im Bürgerhaus Rothenuffeln standen kürzlich Dank, Lob und Anerkennung für ehrenamtliches Engagement im Mittelpunkt. Bürgermeister Michael Schweiß hatte die drei Gewinner des Heimatpreises 2021 eingeladen und überreichte ihnen die Urkunden. Weitere Gäste, die sich im Bereich der Heimatpflege engagieren, gratulierten den Preisträgern.

Den ersten Preis, der mit je 2.000 Euro dotiert war, teilten sich der Förderverein Alte Brennerei in Hille und der Heimatverein Holzhausen II. Mit dem dritten Preis wurde Gerhard Neuhaus als Einzelbewerber für sein Projekt „Eulen und Steinkäuze in Hille“ bedacht. Dieser Preis betrug 1.000 Euro.

 Der Bürgermeister dankte den Preisträgern für ihren Einsatz im Bereich der Heimatpflege und des Naturschutzes. Ihre ehrenamtliche Arbeit bereichere die Gemeinde und das Zusammenleben in den Dörfern.

Rosi Ullrich, Gerhard Neuhaus und Hermann Böhne nahmen die Urkunden entgegen. (v.l.)

Das Land NRW hat diesen Preis eingeführt. Es stellt in jeden Jahr 5.000 Euro bereit, damit sich mehr Ehrenamtliche für die Pflege ihrer Heimat einsetzen und damit Vereine und Einzelpersonen eine finanzielle Unterstützung bekommen, um ihre Ideen und Pläne umzusetzen.

Gerhard Neuhaus stellte seine Arbeit vor und berichtete, dass er sich über 30 Jahre für die Steinkäuze einsetzt. Diese kleinste Eulenart war vom Aussterben bedroht. Er beobachtet die Tiere, hängt Niströhren auf, beringt und zählt sie. Alles wird dokumentiert. Der Erfolg seiner Arbeit wird sichtbar, denn inzwischen leben im Hiller Gebiet zwölf Brutpaare.

Für den „Förderverein Alte Brennerei Hille“ nahm Hermann Böhne die Urkunde entgegen. Der Verein hat eine leerstehende Scheune auf dem Hofgut von Oeynhausen im Hiller Ortskern gepachtet um hier alte landwirtschaftliche Maschinen und Geräte ausstellen. „Das Preisgeld können wir gut gebrauchen, denn wir müssen die Scheune noch herrichten und z.B. erst einmal eine Beleuchtung installieren“, führte Herman Böhne aus, der sich gemeinsam mit Karl-Heinz Hucke für das Projekt einsetzt.

Den Preis für den Heimatverein Holzhausen II nahm die Vorsitzende Rosi Ullrich entgegen. Sie führte aus, dass die Corona – Pandemie dem Verein schlechte Zeiten beschert habe. Es konnten keine Veranstaltungen durchgeführt werden und somit brachen auch die Einnahmen weg. Deshalb freue sie sich ganz besonders über diesen Preis. Der Verein habe in diesem Jahr das Kopfsteinpflaster erneuert und zwei Sitzgarnituren für den Vorplatz der Handwerksscheue angeschafft und demnächst müsse ein morscher Balken ausgewechselt werden. „Um das alles zu finanzieren, hätten wir viele Torten verkaufen müssen“, sagte die Vorsitzende.

Die Urkunde, das offizielle Dokument für die Verdienste um die Heimatpflege.

Dr. Volker Tiemann, Gemeindeheimatpfleger und Mitglied der Jury, wies darauf hin, dass es der Jury nicht leicht gefallen sei, die Gewinner zu benennen. Insgesamt gab es 9 Bewerbungen. Er machte denen Mut, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt werden konnten, sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben.

Glasfaser

Hille macht sich fit für die digitale Zukunft“ - Das neue Glasfaserprojekt startete am 01. September.

Nach einstimmigem Ratsbeschluss geht der Ausbau des kommunalen Glasfasernetzes in die Vermarktungsphase. 40 % Hausanschlüsse sind das Ziel. GREENFIBER eröffnet Beratungsbüro. Gute Nachrichten auch für den geförderten Ausbau.

31. August 2021 - Hille
Nun soll es in Hille mit dem glasfaserschnellen Zukunftsprojekt schnell gehen. Erst vor kurzem hatte der Gemeinderat grünes Licht für den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes gegeben. Und bereits ab dem 01. September startete die Vorvermarktungsphase. Das Ziel ist klar:
Nur wenn sich 40% aller Haushalte bzw. Gewerbetreibenden für einen Anschluss entscheiden, kann das neue kommunale Netz gebaut werden. In Hille sind dies etwas weniger als 1.500 Haushalte bzw. Gewerbetreibende. Eine echte Herausforderung. Aber Bürgermeister Michael Schweiß ist sich sicher, das gesteckte Ziel zu erreichen: „Hille macht sich fit für die digitale
Zukunft. Je mehr Bürger*innen mitmachen desto schneller refinanziert sich das kommunale Netz.“

́Viele für Alle ́ lautet daher die Devise.

Die Dimensionen des Glasfaserausbaus sind durchaus beeindruckend. Derzeit baut GREENFIBER in einem von Bund und Land geförderten Projekt die unterversorgten Gebiete im Mühlenkreis aus. 195 km Kabeltrasse werden dafür alleine in Hille verlegt. Doch das ist der Gemeinde nicht genug. Alle Haushalte sollen vom neuen Netz profitieren. „Wir wollen in Hille keine Rosinenpickerei“, so Bürgermeister Schweiß. Für den so genannten eigenwirtschaftlichen Ausbau sind noch einmal 75 km Glasfaserleitungen eingeplant. Hinzu kommen zusätzliche Verteiltechnik und möglichst viele Hausanschlüsse. Damit das so kommt, ist in der Vorvermarktungsphase bis Ende Oktober das Angebot besonders gut: Der Baukostenzuschuss pro Hausanschluss beträgt
pauschal € 100 und damit einen Bruchteil der tatsächlich anfallenden Kosten.

Für das Projekt sind die Gemeinde Hille und das Infrastrukturunternehmen GREENFIBER eine Partnerschaft eingegangen. Die Mehrheit der gemeinsamen Kooperationsgesellschaft liegt bei der Gemeinde. So ist auch auf lange Sicht sichergestellt, dass das Glasfasernetz in kommunaler Hand bleibt. Das ist allen Beteiligten wichtig. Denn die Versorgung mit einem schnellen und sicheren
Breitband-Internet ist – da sind sich alle Experten einig – schon bald ein ebenso wichtiger Teil der Grundversorgung, wie Gas, Wasser oder Strom.

GREENFIBER eröffnet Beratungsbüro am WEZ. Gute Nachrichten auch für den geförderten Ausbau

Auch dauerhaft wird GREENFIBER sich vor Ort engagieren. Nach erfolgreichem Bau betreibt das Unternehmen das Hiller Glasfasernetz mit allen seinen Möglichkeiten. Das bedeutet: Schnelles Internet, IPTV, Telefonie und eine sichere Cloudspeicherung aus einer Hand. Um möglichst viele
Bürger*innen vor Ort beraten und informieren zu können, eröffnete GREENFIBER pünktlich zum Start der Vorvermarktungsphase am 01. September ein Beratungsbüro am WEZ in der Brennhorster Straße 12. Zudem sollen an verschiedenen Orten - so dies die Corona-Situation erlaubt – Informationsveranstaltungen durchgeführt werden. Der flächendeckende Ausbau bedeutet auch für die Gebiete im geförderten Ausbau eine gute Nachricht. Der Baukostenzuschuss von € 100 gilt bis Ende Oktober für ganz Hille. Und das sogar rückwirkend. GREENFIBER hat zugesichert, dass auch für alle Hausanschlüsse, bei denen der Baukostenzuschuss zwischenzeitlich € 500 betrug, nur € 100 berechnet wird.

Weitere Informationen unter www.greenfiber.de/hille, per Mail unter info@greenfiber.de und telefonisch unter 0800 / 822 0 228

Heimatpreis 2021 – Preisverleihung

Pandemiebedingt fand die Preisverleihung für den von der Gemeinde Hille ausgelobten Heimatpreis für das Jahr 2021 wie schon im Vorjahr im kleinen Teilnehmerkreis statt.
Die Jury hatte bei neun Vorschlägen die Qual der Wahl. Schließlich vergab sie zwei erste Preise und kürte einen dritten Platz.
Bürgermeister Michael Schweiß würdigte in seiner Laudatio die Leistungen der Preisträger und hob allgemein die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gemeinde Hille hervor.
Die Erstplatzierten sind
der Heimatverein Holzhausen II e. V. für die Pflege und den Erhalt der historischen Schmiede und des umgebenden Geländes - insbesondere die Erneuerung des Kopfsteinpflasters
und der Förderverein „Alte Brennerei“ e.V. für die Einrichtung einer Museumsscheune auf dem Grundstück des Hofgutes von Oeynhausen (Reimlerscher Hof).
Der dritte Platz wurde Herrn Gerhard Neuhaus für den Erhalt und die Pflege der Eulen- und Steinkauzpopulation in der Gemeinde Hille und im gesamten Kreisgebiet zuerkannt.
Neben Urkunden und Trophäen ist der Heimatpreis mit einem vom Land NRW zur Verfügung gestellten Preisgeld verbunden.


Bildunterschrift:
Bürgermeister Michael Schweiß zeichnet die Preisträger aus.
(Nur für das Foto haben die Prämierten die Masken abgenommen.)

Wahl des Seniorenbeirates der Gemeinde Hille für den Zeitraum 2021 bis 2025

Der amtierende Seniorenbeirat der Gemeinde Hille ist seit 2014 im Amt. Da sich seine Wahlzeit grundsätzlich an der jeweiligen Legislaturperiode des Gemeinderates orientiert, hätte eine Neuwahl eigentlich im Herbst vergangenen Jahres stattfinden sollen. Wie in so vielen Lebensbereichen hat
auch hier die Pandemie das Geschehen beeinflusst. Die Gesundheit der an der Wahl Beteiligten, die alle 60 Jahre und älter sind, ist ein sehr hohes, schützenswertes Gut. Die Verschiebung der Wahl war deshalb geboten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür hat der Rat der Gemeinde Hille geschaffen.
Nun ist ein neuer Termin bestimmt: Die Wahl des Seniorenbeirates für den Zeitraum 2021 bis 2025 findet am Donnerstag, 07.10.2021 im Bürgerhaus Rothenuffeln, Griepshop 7, 32479 Hille, statt.

Es ist, wie schon in der Vergangenheit, eine Delegiertenwahl vorgesehen. Der Beirat wird bei diesem Verfahren nicht von Seniorinnen und Senioren direkt, sondern von Delegierten gewählt.
Diese Delegierten werden von Wohlfahrtsverbänden, Organisationen, Vereinen, Kirchen und bestehenden Seniorengruppen der Gemeinde Hille entsandt. In der Wahlordnung ist festgelegt, welche Institutionen wie viele Personen in die Delegiertenversammlung als Wahlversammlung entsenden können. Daneben wird auch anderen Interessengruppen von Senioren, die keiner der v. g. Institutionen angehören, die Möglichkeit eröffnet, stimmberechtigte Delegierte zu entsenden.
Diese Institutionen müssen nachweislich überwiegend und regelmäßige Seniorenarbeit leisten und aus mindestens 10 Mitgliedern im Alter von mindestens 60 Jahren mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Hille bestehen.

Kandidat*innen für den Seniorenbeirat können aus der Mitte der Vereine vorgeschlagen werden. Darüber hinaus ist auch eine Kandidatur durch Einzelpersonen, die keiner Institution angehören, möglich.

Zugangsvoraussetzung sowohl für die Entsendung in die Delegiertenversammlung als auch für eine Kandidatur für den Seniorenbeirat ist grds. die Vollendung des 60. Lebensjahres am Wahltag und der Hauptwohnsitz in der Gemeinde Hille.

Interessenten an der aktiven Mitwirkung in der Delegiertenversammlung oder an einer Kandidatur können sich im Rathaus der Gemeinde Hille an Katrin Becker, Tel. 0571 4044 252, email k.becker@hille.de oder Anke kleine Siemer, Tel. 0571 4044 367, email a.kleinesiemer@hille.de wenden. Eine Meldung muss bis spätestens 23.09.2021 erfolgen.

Sirenen

12.08.2021 (HH, Foto B.Förster)

Sirenen – ein ohrenbetäubender Lärm,

oder ein Frühwarnsystem,  das Leben retten kann?

Hille-Hartum. Am ersten Samstag im Monat, Punkt 13 Uhr heulen in unserer Gemeinde die Sirenen. Das laute und schrille Signal ist für viele Menschen unangenehm und kann schlimme Erinnerungen wecken. Wenn jedoch am ersten Samstag im Monat die Sirenen in Hille heulen, ist das zum Glück nur ein Probealarm, denn im Ernstfall müssen die Sirenen funktionieren und d.h. sie müssen im Vorfeld regelmäßig ausprobiert werden.

Ein Infoflyer des Kreises Minden-Lübbecke "Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall" liegt im Hartumer Rathaus aus. Hier können sich die Bürgerinnen und Bürger informieren.

Sirenen sind ein Frühwarnsystem, sie weisen die Bürgerinnen und Bürger auf Gefahren hin, z.B. auf große Brände, Unwetter, Stürme, Starkregen und weitere Katastrophen. Wie wichtig das Katastrophen – Frühwarnsystem ist, hat uns das Hochwasser im Westen von NRW vor Augen geführt.

In diesem Zusammenhang taucht die Frage auf: “Wie ist es eigentlich in Hille um das Frühwarnsystem bestellt“? Das HillerWebBlatt sprach mit Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, und erfuhr, dass das Frühwarnsystem in den Händen der Gemeinde und des Kreises liegt. In allen neun Dörfern sind einsatzbereite Sirenen vorhanden. In Rothenuffeln wird in diesem Jahr am Feuerwehrgerätehaus eine neue digitale Sirene installiert. Damit sie auch im ganzen Ort gehört werden kann, wird sie auf einen 16 Meter hohen Mast gestellt.

Am Feuerwehrgerätehaus in Rothenuffeln wird eine neue Sirene installiert.

Weiter wies Bernhard Förster darauf hin, dass im Rathaus Info – Flyer ausliegen. Sie befassen sich mit dem Konzept „Warnung der Bevölkerung im Kreis Minden – Lübbecke“. Mit den Sirenen können die Bürgerinnen und Bürger zwar schnell vor einer Gefahr gewarnt werden, aber sie müssen die Sirenensignale auch richtig deuten.

In dem Flyer des Kreises werden Infos zu den Sirenensignalen gegeben.

Warnung vor Gefahren: Eine Minute Heulton, an- und abschwellend. (Durchsagen im Radio beachten)

Entwarnung nach Ende der Gefahr: Eine Minute Dauerton, die Gefahr ist vorbei

Alarmierung der Feuerwehr: Eine Minute Dauerton, zweimal unterbrochen

Unter folgendem Link www.warnung.nrw/sirenen können die Sirenensignale auch angehört werden.

In dem Flyer des Kreises wird auch auf wichtige Verhaltensempfehlungen bei Gefahren hingewiesen.

 

Wenn Gefahr besteht,  bitte

- Bewahren Sie Ruhe

- Informieren Sie Ihre Nachbarn

- Suchen Sie ein Gebäude bzw. Ihre Wohnung auf

- Rufen Sie Ihre Kinder sofort ins Haus

- Schließen Sie Fenster und Türen

- Helfen Sie Kindern und hilfsbedürftigen Menschen

- Schalten Sie Klimaanlage und Belüftungen aus

- Beachten Sie die Durchsagen im Lokalradio „Radio Westfalica“

 - Frequenzen: 95,7, 95.10.106,6 MHz

 - oder über Kabel/Satellit/Internet-Stream

 Umfassende Informationen zu Gefahren werden über die allgemeinen Medien verbreitet, Radio, Notfall-Informations- und Nachrichten -App (NINA) .

Zusammenfassend sagte der Leiter der Hiller Feuerwehr: „Probealarm ist wichtig, auch wenn er stört. Im Ernstfall müssen die Sirenen funktionieren, denn sie können lebensrettend sein. Dabei besteht mein Wunsch, dass der Ernstfall in unsere Gemeinde erst gar nicht eintritt.

Die neue digitale Sirene, die demnächst die Bürgerinnen und Bürger in Rothenuffeln vor Gefahren warnen wird.

Fördergeld

25.07.2021 (HH)

Ministerin hatte Förderbescheid im Gepäck

Die Verlegung des Kunstrasens und die Erneuerung der Leichtathletikanlagen für den Sportplatz an der Verbundschule kann jetzt realisiert werden.

Hille. Eine fröhliche und erwartungsvolle Stimmung herrschte unter den Besuchern des Sportlerheims des SC Hille, das am Rande des Sportplatzes an der Verbundschule zu finden ist. Am Nachmittag des 21. Juli waren Bürgermeister Michael Schweiß (Unabhängig), Gerhard Uphoff von der Gemeindeverwaltung, Vertreterinnen und Vertreter der Hiller Sportvereine und der nahegelegenen Schulen zusammengekommen, um hohen Besuch zu empfangen. 

Bürgermeister Michael Schweiß (2.v.r.)und Friedrich Rohlfing, Vorsitzender des SC  Hille, (1.v.r.) begrüßten den hohen Besuch, Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann (1.v.l.) und Minsterin Ina Scharrenbach (2.v.l.). 

Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, Ina Scharrenbach, und die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann (CDU) besuchten auf einer Rundreise durch den Mühlenkreis auch Hille. Im Gepäck hatte die Ministerin den Bewilligungsbescheid für die Anlage eines Kunstrasenplatzes und die Renovierung der Leichtathletikanlagen auf dem Sportplatz an der Verbundschule. Das ganze Projekt wird 1,163 Millionen € kosten. Davon übernimmt das Land NRW 750.000 € und den Rest die Gemeinde Hille.

Von dieser hohen Investition profitieren besonders die Schülerinnen und Schüler sowie die Mitglieder der Sportvereine. Der SC Hille hatte sich in Zusammenarbeit mit den anderen Sportvereinen besonders intensiv für die Realisierung dieses Projektes eingesetzt.

Bürgermeister Michael Schweiß (Unabhängig), nahm den Bewilligungsbescheid entgegen und dankte der Ministerin. In seiner Begrüßung erinnerte er an die Opfer der Flutkatastrophe im Westen unseres Landes und stellte der Ministerin die Gemeinde Hille und ihre Sehenswürdigkeiten vor.

Bürgermeister Michael Schweiß unterschreibt den Bewilligungsbescheid.

Auch Ina Scharrenbach gedachte in ihrer Ansprache der Flutopfer und wies darauf hin, dass sich der Katastrophenschutz sehr wohl vorbereitet hatte, die Naturgewalten jedoch übermächtig waren. Diesen Bewilligungsbescheid überreiche sie besonders gern, denn das Projekt hier in Hille sei eine Investition in die Zukunft. Kinder und Jugendliche werden sich darüber freuen.

Die Landtagsabgeordnete bedankte sich, dass so viel Geld in ihren Wahlkreis fließen soll. Hier werde nicht nur über die Förderung des ländlichen Raumes gesprochen, sondern hier folgen auch Taten.

Zum Abschluss des Besuches erkundigte sich die Ministerin, wann denn mit dem Bau begonnen werde. Von Seiten der Verwaltung war zu vernehmen, möglichst bald, denn für den 1. August 2022 sei schon die Einweihung geplant.

 

Das gesamte Begrüßungskomitee freut sich über den Bewilligungsbescheid.

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Hillerine

12.07.2021 (HH)

Neue Ideen aus der Talentfabrik Südhemmern

Karin Ressel stellt die neue Tüftelbox vor

Hille-Südhemmern. Karin Ressel, Geschäftsführerin des Technikzentrums des Kreises Minden-Lübbecke, hatte zu einem Pressegespräch eingeladen. Es fand im Technikzentrum, in der Zigarrenfabrik in Südhemmern, Fischerstadt 36, statt. Sie stellte ihre neue Idee, die Tüftelbox, der Öffentlichkeit vor. Bei dieser Box geht es um 25 gute Ideen für Kinder und Jugendliche zur Berufsorientierung.

Karin Ressel stellt ihre Idee, die Tüftelbox vor.

Bürgermeister Michael Schweiß ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Vorstellung mit dabei zu sein. Für ihn ist  es wichtig, den jungen Menschen bei der Berufswahl Hilfestellung zu geben. Nach den Worten der Geschäftsführerin soll die Tüftelbox aus Südhemmern deutschlandweit zum Einsatz kommen.

Bürgermeister Michael Schweiß informierte sich.

Im Laufe der Vorstellung war zu erfahren, dass die Tüftelbox, die Karin Ressel  mit ihrem Team erstellte, 25 Übungen und Experimente enthält. Sie hilft den Kindern und Jugendlichen ihre Talente und Fähigkeiten auf spielerische Art und Weise zu entdecken. In der Box befinden sich auch die Dinge, die zum Tüfteln benötigt werden, ein Heft mit Anleitungen sowie ein Auswertungsformular für Lehrkräfte. Die Box gibt es in zwei Ausführungen, zum einen für die 4. bis 6. und zum anderen für die 7. bis 10. Klasse.

Ausgaben für die 4. bis 6. Klasse und für die 7. bis 10. Klasse wurden vorgestellt.

 „Kinder und Jugendliche können beim Tüfteln nicht nur etwas lernen, sondern das Tüfteln soll auch Spaß machen“, so Karin Ressel und hat sich dazu eine Geschichte ausgedacht. Deshalb gibt es diesbezüglich auch eine ganz besondere Aufgabe. Da kommt dann der Hillerich, das Maskottchen der Gemeinde Hille, ins Spiel.

Hillerich ist einsam, er sucht eine Frau, eine Hillerine. Das ist für einen Storch nicht einfach und deshalb soll ihm durch die Tüftelbox geholfen werden. In jeder Tüftelbox befindet sich auch ein Päckchen Claytex. (Das ist eine formbare Masse, so ähnlich wie Knetgummi.) Daraus können die Tüftler eine Hillerine formen und nach Südhemmern in die Talentfabrik schicken. Sie nehmen dann am Wettbewerb teil. Wer die schönste Hillerine einreicht, gewinnt mit den Eltern ein Wochenende in Hille.

Die Tüftelbox hält nicht nur 25 gute Ideen für Kinder und Jugendliche bereit, sondern sorgt auch für die eine oder andere Überraschung.

Tüftelbox

12.07.2021 (Text Karin Ressel, Foto HH)

Hillerich sucht Frau

Hiller Maskottchen ist einsam und sucht sein Glück

 Der Hillerich und viele andere Störche leben in Hille hoch oben auf Fabrikschornsteinen und in speziellen Storchennestern. Hillerich ist das Maskottchen und fühlt sich einsam. Er wünscht sich eine Hillerine.

Hillerich ist einsam und traurig

Da ist er den Menschen sehr ähnlich. Allerdings kann er selbst noch keinen Computer nutzen und damit auch nicht die Datingportale.

Daher setzt er die Hoffnung auf die Post, die seine Botschaft in ganz Deutschland verbreitet und ganz viele Kinder und Jugendliche helfen sollen, die passende Frau für ihn zu finden. 

Er ist sehr wählerisch und nicht jede Frau passt zu ihm.

Daher bittet er um viele Vorschläge. Bei seiner Auswahl hilft ihm die Talentfabrik, die sich auf das Matching von Personen spezialisiert hat. Dort sind auch IT-affine Menschen, die die deutschlandweiten Vorschläge aufbereitet dem Hillerich präsentieren und ihm bei der Auswahl helfen.

Zwei Hillerinen wurdem ihm schon vorgestellt.

Die auserwählte Hillerine, gewinnt mit seiner Schöpfer*in und deren Eltern ein Wochenende in Hille, um gleich zu testen, ob sich der Hillerich und die Hillerine wirklich gut vertragen.

Um bei der Aktion mitmachen zu können, wird eine Tüftelbox benötigt, die das entsprechende Material beinhaltet.

Die Talentfabrik hofft, dass damit die Einsamkeit des Hillerichs bald beendet sein wird.

Auch die Gemeinde Hille beteiligt sich an der Suche.

Daher kommt Bürgermeister Schweiß am 6. Juli 2021 persönlich vorbei, um sich mit der Tüftelbox ebenfalls auf den Weg zu machen.

 

 

Karin Ressel

Talentfabrik gGmbH

ressel@tzml.de

Vereine erhalten Zuschüsse

Gemeinde unterstützt Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen

35.000 Euro stehen im Haushaltsplan 2021 der Gemeinde Hille für die Vereinsförderung bereit.Aus diesem Topf erhalten fünf Vereine Geld für die Instandsetzung bzw. Erweiterung undModernisierung ihrer Räumlichkeiten. Das beschloss der Ausschuss für Generationen, Bildung,Sport & Kultur in seiner jüngsten Sitzung.

RSV Westfalia Mindenerwald: Der Sportverein muss die Dachabdichtung seiner 1997 inEigenregie errichteten Versammlungsstätte am Rahdener Postweg erneuern. Im vergangenen Jahrregnete es an einigen Stellen durch, und der Schneesturm im Februar 2021 wehte große MengenSchnee auf den Dachboden. Die Arbeiten wollen die Vereinsmitglieder selbst erledigen, dieMaterialkosten liegen voraussichtlich zwischen 1.500 und 2.000 Euro. Für die Dachsanierungseines Sportheim erhält der RSV von der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

Es regnet rein: Das Dach des Sportheims in Mindenerwald ist undicht.

Foto: Gemeinde Hille

Heimatverein Südhemmern: Die Heimatstube im Obergeschoss des Müllerhauses Südhemmernist an heißen Tagen aufgewärmt wie ein Backofen, frische Luft strömt nur durch die Gaubenfensterein. Darum will der Heimatverein für rund 3.900 Euro eine Lüftungsanlage installieren lassen. Inder Heimatstube erleben die Besucher*innen an den Mühlentagen altes Handwerk wie Weben,Spinnen und Seildrehen, gezeigt von Vereinsmitgliedern, und können sich in einer Ausstellung überländliches Leben in früheren Zeiten informieren. Der Heimatverein kann sich über 2.400 Euro ausdem Fördertopf der Gemeinde freuen.

Eine Lüftungsanlage soll in der Heimatstube, die im Müllerhaus in Südhemmern untergebracht ist,eingebaut werden.

Foto: Gemeinde Hille

Heimatverein Nordhemmern: Der Verein kümmert sich seit dem Jahr 2000 um das alte Spritzenhaus an der Nordhemmer Kapelle, renovierte es und baute es um – größtenteils in Eigenleistung und mit finanzieller Unterstützung ortsansässiger Firmen. Dafür wurde ein Nutzungsvertrag mit der Gemeinde Hille, der das Gebäude gehört, abgeschlossen. Das Spritzenhaus soll als Ortstreffpunkt und eventuell auch als Kirchcafé sowie als dorfgeschichtliches „Gedächtnis“ in Wort und Bild dienen. Nach den Arbeiten im Innen- und Außenbereich geht es nun an die Einrichtung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses mit Mobiliar und Geräten für die Küche, das Dorfarchiv und den Gemeinschaftsraum. Der Heimatverein bekommt von der Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro.

Verein der Heimat- und Mühlenfreunde Glück teo Eickhorst: Die Eickhorster Windmühle istdank des Vereins für die Eickhorster*innen ein Ort für kulturelle Veranstaltungen, Brauchtum undDorfgeschichte geworden und an den kreisweiten Mühlentagen geöffnet. Angesichts desPublikumsandrangs wollen die Mühlenfreunde nun einen neuen Verkaufsraum inFachwerkbauweise errichten. Kostenpunkt: Etwa 53.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt, so diePlanung, über Eigenmittel und –leistung, Landesförderung, Spenden und einen Zuschuss derGemeinde in Höhe von 10.000 Euro. Den bewilligte nun der Fachausschuss.

Heimatverein Hartum: Der Heimatverein unterhält seit 1996 das Heimathaus an der MindenerStraße in Hartum. In dem alten Fachwerkhaus fallen laufend Instandsetzungsarbeiten an, unteranderem musste der marode Ofen, der nicht mehr vom Schornsteinfeger abgenommen worden war,ersetzt, der Untergrund erneuert und der Boden im Nebenraum ausgebessert werden. Ein Vorhangvor der großen Dielentür hält die Wärme besser im Haus. Zudem war eine zweite Tür als Fluchtwegan der Rückseite des Gebäudes erforderlich. Mit 2.500 Euro bezuschusst die Gemeinde die Baumaßnahmen.

Der Heimatverein Hartum erhält für Sanierungsarbeiten im Heimathaus einen Zuschuss von der Gemeinde.

Foto: Gemeinde Hille

Um dem Fachausschuss zukünftig einen Leitfaden bei der Entscheidung über Förderanträge von Vereinen an die Hand zu geben, wird die Verwaltung einen Kriterienkatalog erarbeiten, der am 1. Januar 2022 in Kraft treten soll. Den entsprechenden Antrag stellte die SPD-Fraktion, der Beschluss wurde jetzt einstimmig gefasst. (www.hille.de)

Sommerferienangebote 2021

 

Es sind noch einige Plätze für das Sommerferienprogramm der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Hille zu vergeben. Die jeweiligen Angebote sind auf der Homepage der Gemeinde Hille online einzusehen. Plätze für Veranstaltungen müssen ebenfalls online gebucht werden. Anmeldeschluss ist jeweils eine Woche vor Veranstaltungsbeginn.

Der Link zum Ferienprogramm www.unser-ferienprogramm.de/hille ist auf der Homepage der Gemeinde Hille unter www.hille.de/Leben-Lernen/Familie-Jugend-Senioren/Jugendförderung zu finden.

Instrumentenvorstellung der Musikschule Hille

Instrumente zu unterrichten, ist die Spezialität der Lehrkräfte der Musikschule der Gemeinde Hille. Hier wird allen Interessenten - ob jung oder alt - kompetent, engagiert und erfahren, vor allem aber begeisternd das Musizieren näher gebracht.

Am Samstag, 26.06.2021 findet von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr in der Grundschule Hille, Schlandorfstr. 26, eine Instrumentenvorstellung statt.

Dort können Informationen über das vielfältige Angebot der Musikschule im Bereich Instrumentalunterricht eingeholt werden. Dies besteht aktuell aus den InstrumentenVioline, Viola,Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Blockflöte,Querflöte, Klarinette, Saxophon,Trompete, Horn, Bariton, Posaune, Tuba,Klavier, Keyboard,Schlagzeug sowie Piano- und Knopfakkordeon.

Die Lehrkräfte der Musikschule stehen gern zur Information und Beratung bereit und freuen sich auf viele Besucher*innen.

Einfach mal reinschnuppern, alte Kenntnisse auffrischen oder ein Instrument von Grund auf erlernen. Bei der Musikschule der Gemeinde Hille ist jede*r willkommen!

Für Fragen stehen Susanne Finke (0571/4044-261) oder Angelika Lüders (0571/4044-250) im Rathaus in der Ortschaft Hartum gern zur Verfügung. Weitere Informationen sind auch auf der Homepage unter www.hille.de/musikschule zu finden.

Musikschule setzt aufs Internet

Zwei digitale Projekte mit Mini-Konzert und Singspiel

Die Musikschule der Gemeinde Hille setzt auch in Coronazeiten musikalische Zeichen: Mit zwei digitalen Projekten, die nun auf der Website www.hille.de unter „Leben & Lernen/Musikschule“ präsentiert werden.

Kein Präsenzunterricht oder nur eingeschränkt, keine öffentlichen Auftritte und Schülervorspiele – da sind Ideen gefragt, um trotzdem noch gemeinsam Musik machen zu können. Beispielsweise mit dem Internetorchester, das Christian Wöbking, Leiter der Musikschule der Gemeinde Hille, und Annalena Hansch vom Musikschulverband Espelkamp-Rahden-Stemwede für einen digitalen Auftritt gründeten. 14 Musikschüler*innen und Lehrkräfte intonieren auf einem Video die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven. Das vierstimmige Stück wurde von Christian Wöbking (Trompete) eingespielt und den zehn Kindern und Jugendlichen sowie Annalena Hansch (Querflöte), Peter Tiessen (Saxofon) und Aleksandra Ramolla (Klavier) als Basis für ihre eigenen musikalischen Beiträge zur Verfügung gestellt. Zudem entstanden Einzelvideos von den Teilnehmer*innen, die der Musikschulleiter zu einem digitalen Konzert zusammenfasste, bei dem vier Saxofone, drei Querflöten, drei Trompeten und jeweils ein Klavier, eine Gitarre, eine Posaune und eine Klarinette zu hören sind – daran hätte auch Beethoven seine Freude.

Christian Wöbking leitet die Musikschule der Gemeinde Hille.

Foto: Gemeinde Hille

Musikschullehrerin Aleksandra Ramolla studierte mit Musikschüler*innen das digitale Singspiel „Das unverschämte Pianoforte“ ein. Darin wechseln sich Klavierstücke mit Wortbeiträgen ab, erzählt wird die Geschichte eines Mädchens, das mit einem kleinen Klavier allerhand erlebt. Die Szenen stellten Anton und Aleksandra Ramolla zu einem sehenswerten Video zusammen.

Noch sind keine öffentlichen Veranstaltungen der Musikschule erlaubt, doch die Zeiten des digitalen Unterrichts sind nach Auskunft von Christian Wöbking vorbei. „Glücklicherweise darf unter Einhaltung der Coronaregeln wieder Präsenzunterricht stattfinden. Und hoffentlich schon bald kann die Musikschule dann wieder zu Vorspielen und Konzerten mit Publikum einladen. Darauf freuen wir uns alle.“ (www.hille.de)

Zusammenarbeit

Mitglieder des Verwaltungsvorstandes der Gemeinde Stemwede per Rad in Hille zu Gast


Im Rahmen des kreisweiten STADTRADELNS 2021 waren am 31. Mai Vertreter des Verwaltungsvorstandes der Gemeinde Stemwede im Hiller Rathaus zu Gast. Angeführt von Bürgermeister Kai Abruszat nutzten er und seine Kollegen Jörg Bartel und Dieter Lange die Gelegenheit, um sich mit Bürgermeister Michael Schweiß und seinen Mitarbeitern über aktuelle Themen in Bezug auf den Klimaschutz auszutauschen.

Die Stippvisite war Teil einer Rundreise durch das Kreisgebiet, die in Petershagen startete und über die Rathäuser in Minden, Hille, Hüllhorst und Bad Oeynhausen am Abend in Porta Westfalica endete.

Mit der Aktion möchte die Gemeinde Stemwede ein Zeichen für die Förderung der Fahrradmobilität setzen und damit auch einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Foto: Das Wetter passte beim „Klimaradeln“ der Stemweder Verwaltungsspitze: Von Links: Paul Peters (Klimaschutzbeauftragter der Gemeinden Hille und Stemwede), Jörg Bartel, Dieter Lange und BM Kai Abruszat (alle Gemeinde Stemwede), sowie BM Michael Schweiß und Bernd Küchhold (beide Gemeinde Hille)

Wegebau

Splitt auf zwölf Gemeindestraßen aufgebracht

Belag hatte sich aus ungeklärten Gründen auf Teilbereichen gelöst

Weil sich der vor knapp zwei Jahren auf Gemeindestraßen aufgebrachte Splitt teilweise gelöst hatte, standen jetzt Reparaturarbeiten an. Die Nachbesserung war auf insgesamt zwölf Straßen in Hille, Eickhorst und Hartum erforderlich. Die Ursache für die Schäden sei, sagt Niklas Weng, unbekannt. Der für die Straßenunterhaltung in der Gemeinde Hille zuständige Straßenbaumeister hatte für die Arbeiten zwei Tage angesetzt.

20 Tonnen Bitumen und 168 Tonnen Splitt in kleiner Körnung verteilte die von der Gemeinde beauftragte Firma WSI aus Paderborn auf folgenden Straßen: Bollacken, Osterheider Straße, Drostenheider Weg, Sportplatzweg, Gerstenstraße, Schelfhornweg, Düpeweg und Dammbruchweg in Hille, Neustadt in Eickhorst sowie Rothenuffelner Straße, Zum Fange, Bruchfeld und Alter Schulweg in Hartum. Vorarbeiter Ralf Kolanowski und Rainer Wittemeyer vom Baubetriebshof der Gemeinde Hille koordinierten und begleiteten vor Ort die Maßnahme

Der Reparaturzug splittet Teile des Düpewegs in Hille.

Foto: Gemeinde Hille

Nach der Reinigung der Fahrbahnen mit einer Kehrmaschine spritzt der Reparaturzug heißes Bitumen in einer dünnen Schicht auf die beschädigten Bereiche. Im selben Arbeitsgang wurde ein 2/5er Diabas-Splitt aufgestreut und mit an dem Fahrzeug hinten angebrachten Walzen mit dem Bitumen verklebt.

Da nach Auskunft von Niklas Weng immer etwas mehr Split als erforderlich aufgebracht wird, damit eine geschlossene, feste Deckschicht entsteht, fegt in etwa 14 Tagen das Unternehmen den losen Splitt auf; er kann wiederverwertet werden.

Während es sich jetzt um eine Reparatur auf kleineren Flächen handelte, werden im September wieder großflächig Gemeindestraßen gesplittet. (www.hille.de)

IT-Infrastruktur

Rat beschließt Kooperation für den Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes in der Gemeinde Hille

Ohne Gegenstimme hat der Rat der Gemeinde Hille in seiner Sitzung am 31.05.2021 im Bürgerhaus Rothenuffeln eine Kooperation mit der Fa. GREENFIBER Holding GmbH beschlossen mit dem Ziel, die Gemeinde Hille flächendeckend mit einem Glasfasernetz zu erschließen. Die Kooperation steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die vom Rat noch festzulegende Anschlussquote in der Vorvermarktung erreicht wird, die Kommunalaufsicht der wirtschaftlichen Betätigung zustimmt und beihilferechtliche Fragestellungen im Rahmen eines sog. Private-Investor-Tests geklärt werden. Hier muss nachgewiesen werden, dass die öffentliche Hand keine unzulässigen Beihilfen leistet.

Vor der Beschlussfassung wurden die zu beachtenden rechtlichen und wirtschaftlichenFragestellungen vorgestellt und erläutert.

Ziel ist die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft (GmbH) durch die Kooperationspartner, diedas Glasfasernetz errichten lässt und als Netzeigentümer dann weiterverpachtet.

Rund 40% aller Haushalte in der Gemeinde werden im Rahmen des geförderten Ausbaus an das Glasfasernetz angeschlossen, weitere 10% der Haushalte im Bereich der Ortschaften Eickhorst/Unterlübbe sind über einen eigenwirtschaftlichen Ausbau versorgt. Insoweit profitieren noch gut die Hälfte aller Hiller Haushalte von dem Projekt.

Ziel der Kooperationspartner ist es, die Gründung der gemeinsamen Gesellschaft Anfang Juli zubeschließen, um dann aktiv in die Vorvermarktung einsteigen zu können. Kommt die erforderlicheAnzahl an Verträgen zustande, könnten noch in diesem Jahr die Bagger rollen, so derGeschäftsführer der Fa. GREENFIBER.

Sowohl die Vertreter der Verwaltung als auch die Ratsmitglieder betonten in ihren Statements die Wichtigkeit eines flächendeckenden Glasfasernetzes für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Hille.

Badesaison

26.05.2021 (HH)

Saisonstart am Badesee Mindenerwald

Endlich geht es wieder los und viele Stammgäste freuen sich schon

Hille. Am 1. Juni startet die Badesaison am Badesee. Sie wird, wie auch in den anderen Jahren, Ende August wieder beendet werden. Das HillerWebBlatt sprach mit dem Bereichsleiter Detlef Hartmann und erfuhr, dass von Seiten der Gemeinde auf dem Gelände des Badesees alle Vorbereitungen getroffen wurden. So wurden z.B. die Spielgeräte überholt und neue aufgestellt. In den nächsten Tagen wird noch frischer Sand aufgebracht.

Noch herrscht Ruhe am Badesee, aber am 01. Juni geht der Badespaß richtig los!

Das Rote Kreuz Hille wird auch in dieser Saison die Badeaufsicht führen. Auch wenn sich in der Vergangenheit zum Glück kein Unfall ereignet hat, ist es für die Badegäste beruhigend zu wissen, dass bei einem Unfall Hilfe vor Ort ist.

Auch die Wasserqualität ist in diesem Jahr wieder in Ordnung. Sie war auch in den anderen Jahren ohne jede Belastung und wird im Laufe der Badesaison immer wieder kontrolliert, so Detlef Hartmann.

Der Mann aus dem Rathaus wies auch darauf hin, dass die Corona-Schutzmaßnahmen nach wie vor beachtet werden müssen. Abstandhalten sei wichtig und mehr als 400 Personen dürfen sich nicht auf dem Badesee- Gelände aufhalten.

Auf die Frage des HillerWebBlattes, ob es in diesem Sommer auch wieder Gastronomie am Badesee geben werde, führte der Bereichsleiter aus, dass darüber zurzeit noch Gespräche mit Gerry Collmoor geführt werden. Gerry Collmoor hatte in der letzten Badesaison einen Pavillon am Badesee aufgebaut und Getränke und kleine Gerichte angeboten. Bei den Gästen kam das Angebot gut an. Ob das in diesem Jahr auch wieder möglich sein wird, ist noch offen.

Die Spielgeräte wurden überholt.

Der Badesee im Hiller Norden ist beliebt. Er wird nicht nur von Hillerinnen und Hillern, sondern auch von Gästen aus Espelkamp und dem benachbarten Niedersachsen besucht. Gastronomie am Badesee wäre zwar zu begrüßen, aber viel wichtiger sind schönes Badewetter, blauer Himmel und Sonnenschein.

Badezeit

Ab ins Wasser

Saisoneröffnung am Badesee in Mindenerwald / DRK Hille übernimmt Rettungsdienst

Sonnenschein, blauer Himmel, ein leichter Wind – besser könnte das Wetter zum Saisonstart amNaturbad in Mindenerwald nicht sein. Vom 1. Juni bis 31. August ist der Badesee täglich von 10bis 18 Uhr unter Aufsicht geöffnet. Der Eintritt ist frei, wegen der Corona-Pandemie habenmaximal 400 Personen Zutritt zum Gelände.

Rettungsdienst und Badeaufsicht werden vom DRK-Ortsverein Hille übernommen. Die DRK’lerhaben nicht nur ein Auge auf das Geschehen im Wasser, sondern schließen auch die Sanitärräumeauf: Umkleideräume, Toiletten und Duschen (kaltes Wasser) stehen kostenlos zur Verfügung. FürSauberkeit sorgt die „gute Fee“ Susanne Hoppmann. Die Verwaltungsmitarbeiterin ist auch zurStelle, wenn Freikirchen dort in coronafreien Zeiten ihre Taufen zelebrieren und wennWasserproben entnommen werden. Die zwei in diesem Jahr entnommenen Proben waren nachAuskunft von Fachbereichsleiter Detlef Hartmann einwandfrei.

Der 16.700 Quadratmeter große, 1992 in Betrieb genommene Badesee ist in drei Bereicheunterteilt: Nichtschwimmer, Schwimmer und Renaturierungsfläche, wo das Schwimmen verbotenist. Der künstlich angelegte See misst an seiner tiefsten Stelle rund drei Meter und wirdausschließlich durch Niederschläge gespeist. Weil es keinen Grundwasserzufluss gibt, hat derWasserstand in den Hitzesommern gelitten, weil die Verdunstung extrem hoch war. „DerWasserstand ist leider noch relativ niedrig“, sagt Detlef Hartmann.

Rein ins Wasser: Die Saison am Naturbadesee in Mindenerwald beginnt.

Foto: Gemeinde Hille

Pünktlich zum Saisonstart bringen Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille frischenSand auf den Strand auf, in den Wochen zuvor schnitten sie Büsche zurück und säuberten dasGelände. Startklar ist auch der kleine Spielplatz direkt am Badesee. Das Piratenschiff mussteallerdings abgebaut werden: Das Holz war morsch, Nägel ragten heraus, eine Reparatur war nichtmehr möglich. In der Tischlerei der Diakonischen Werkstätten Minden entstand als Ersatz einMotorikparcours, auf dem die Kinder klettern und balancieren können.

Auf dem neuen Motorikparcours können die Kinder balancieren und klettern.

Foto: Gemeinde Hille

Auch für hungrige Besucher*innen ist gesorgt. An einem Verkaufswagen können sie sich mitSprudel, Eis, Süßigkeiten und Bratwürstchen eindecken. Der Kiosk in der Nachbarschaft ist nochnicht geöffnet. Wer Beachvolleyball spielen möchte, muss einen Ball mitbringen, das Netz kann beider Badeaufsicht ausgeliehen werden. Auch eigene Spielgeräte wie Federball oder Minigolf dürfenzum Einsatz kommen, vorausgesetzt, sie stören keine anderen Badegäste. Nicht erlaubt sind aufdem Gelände Hunde, Alkohol und Grillen, Luftmatratzen und Gummitiere dürfen ausSicherheitsgründen nicht mit ins Wasser genommen werden.

Die Gemeinde Hille lässt sich den Gratis-Freizeitspaß für die Bürger*innen einiges kosten: Nämlich jährlich 23.000 Euro. (www.hille.de)

Renaturierung

Reimlers Teich

Nun kann die Tonschicht aufgebracht werden

Baubetriebshof hat die Vorarbeiten zur Renaturierung von Reimlers Teich erledigt

Die Renaturierung von Reimlers Teich geht in die nächste Runde. In Kürze wird der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Lohmeier aus Holzhausen Naturton auf den Boden und die Uferbereiche zur Abdichtung des seit Monaten trocken gelegten Gewässers aufbringen.

Die Gemeinde hat ihre Aufgaben fürs erste erledigt. Leerpumpen, Abfischen durch den Fischereiverein Lübbecke und Entschlammung, Bodenmodellierung und das Aufbringen von Füllsand gehörten nach Auskunft von Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert zu den Vorarbeiten, die in Eigenregie erledigt werden mussten und Bedingung für die 100-prozentige Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen waren. Für die naturnahe Umgestaltung des von der Gemeinde gepachteten Teichs im Hiller Dorfkern fließen 313.000 Euro aus dem Programm „Grüne Infrastruktur“.

Die Bauhofmitarbeiter Ralf Kolanowski und Rainer Wittemeyer waren für die Umsetzung der Vorarbeiten verantwortlich
Foto: Gemeinde Hille

Bei der Ausschreibung der nun anstehenden Teichbauarbeiten machte der Betrieb Lohmeier das Rennen. Die Fachleute werden die Sandschicht profilieren und damit unterschiedliche Uferzonen schaffen, die eine Wassertiefe zwischen 30 Zentimetern und 2,10 Metern haben – so entsteht Lebensraum für Amphibien und Insekten.

Anschließend wird, das ist einer der wichtigsten Schritte bei diesem Projekt, das gesamte Teichareal mit Teichbauelementen aus Ton versiegelt, indem eine Walze die Masse gut verdichtet. Darauf kommt eine 20 Zentimeter dicke Schicht aus Kies und Schotter zum Schutz der empfindlichen Abdichtung. „Der Ton muss immer feucht sein, sonst bekommt er Risse, und das Wasser versickert“, sagt Dagmar Meinert. Mitte Juli sind diese Arbeiten, so die Planung, beendet. Auch der Einbau von Naturton ist eine Voraussetzung für die Landesförderung.

Im Teichbecken wurde vom Baubetriebshof Füllsand aufgebracht. Als nächstes erfolgt die Abdichtung mit einer Tonschicht.

Foto: Gemeinde Hille

In den kommenden Wochen werden auch Hermann Böhne vom Heimatverein Hille und Gärtner Gerhard Tiemann die Ärmel hochkrempeln. Sie wollen auf der Nordseite des Teichs ein Holzpodest bauen, von dem aus das Treiben in und auf dem Wasser beobachtet werden kann. Diese Aufgabe übernehmen sie ehrenamtlich.

Zur weiteren Neugestaltung gehören zudem Staudenflächen, ein Grünes Klassenzimmer, Sitzbänke und Schautafeln. (www.hille.de)

Gemeinderat

Wohnung wird notdürftig saniert

Gemeinderat will Substanz der Wohnung im ehemaligen Sportlerheim in Oberlübbe erhalten

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die sanierungsbedürftige Wohnung im Obergeschoss des ehemaligen Sportlerheims in Oberlübbe notdürftig instand zu setzen. Für eine Vermietung käme sie in dem Zustand aber nicht mehr in Frage. Die Verwaltung hatte aus Kostengründen für den Abriss des Obergeschosses und ein neues Dach plädiert.

Im Erdgeschoss des gemeindeeigenen Gebäudes am Maschweg sind Umkleiden, Duschen und WC untergebracht, die der TuS „Eintracht“ Oberlübbe nutzt. Der Sportverein möchte nun die Sanitäranlagen von Grund auf sanieren, hat dafür Geld aus dem NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten und steht in den Startlöchern. Damit stellt sich auch die Frage, was mit den Wohnräumen im Obergeschoss passieren soll. Sie müssen in jeder Hinsicht modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden, um sie weiterhin vermieten zu können.

Der Gemeinderat verschob im März eine Entscheidung, zunächst sollte sich der Bauausschuss ein Bild vor Ort machen. Das passierte im April, danach kam eine neue Idee ins Spiel: Die Wohnung ist zu erhalten, eine vollständige Sanierung erfolgt aus Kostengründen zunächst aber nicht. Das bedeutet, dass weder eine Außentreppe gebaut – die Wohnung ist über eine innen liegende Treppe in der Umkleide im Erdgeschoss erreichbar – noch energetisch nachgerüstet wird.

Dieser Variante stimmte der Gemeinderat nun zu. Die Politiker*innen möchten damit einen Substanzverfall verhindern und stellten für die dringend notwendigen Arbeiten, wie beispielsweise den Austausch der Fenster, 50.000 Euro im Haushalt 2021 ein. In dem Beschluss nicht enthalten ist ein Nutzungskonzept. Zudem stimmten sie dem Vorschlag der Verwaltung zu, einen Teil der Regenwasserkanäle zu sanieren und dafür 15.000 Euro bereit zu stellen.

Die Renovierung der maroden Wohnung im ehemaligen Sportlerheim in Oberlübbe wird auf ein Mindestmaß begrenzt.

Foto: Gemeinde Hille

Eine umfassende Modernisierung der Wohnräume mit einer Veränderung der Zugangssituation sowie die energetische Sanierung auf einen aktuellen Standard hätten nach der Kalkulation der Verwaltung 274.000 Euro gekostet; ein Tilgungszuschuss aus einem Förderprogramm in Höhe von knapp 110.000 Euro hätte den Eigenanteil der Gemeinde erheblich verringert. Geplant waren u. a. der Bau der Außentreppe, ein Wärmeverbundsystem für das gesamte Gebäude, Dachsanierung, neue Fenster, eine neue Elektroinstallation sowie die Sanierung der Sanitäranlagen einschließlich der Versorgungsleitungen. Bei einer angenommenen Miete in Höhe von 5,70 Euro pro Quadratmeter betrüge die Finanzierungsdauer rund 20 Jahre. Auch eine Kostenschätzung für die Abriss-Variante hatte die Verwaltung vorgelegt. Die Abtragung des Obergeschosses und Errichtung eines neuen Dachs hätten mit 62.000 Euro zu Buche geschlagen. (www.hille.de)

Grundlage

Alle Kinder haben die gleichen Rechte“

Grundschüler gestalten Schilder und stellen sie an Fußweg in Rothenuffeln auf

Der schmale Fußweg zwischen der Grundschule Rothenuffeln und dem Kurpark ist um eine Attraktion reicher: Die weite Sicht über die Felder und die Ruhebänke kennt jeder, nun stehen dort seit dem vergangenen Samstag auch bunt angemalte Schilder mit wichtigen Botschaften, die die großen und kleinen Spaziergänger*innen innehalten lassen. Was sie lesen? Die zehn wichtigsten, von der UNO verabschiedeten Kinderrechte. Gestaltet wurden die Schilder von Jungen und Mädchen im Grundschulalter in einer Aktion, zu der die Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Hille zusammen mit dem Kinderschutzbund Ortsverband Minden-Bad Oeynhausen und der Grundschule in Rothenuffeln eingeladen hatte. Sie fand im Bürgerhaus Rothenuffeln coronakonform statt.

Schutz vor Gewalt, Zugang zu Medien, Gesundheit, Bildung, Gleichheit, Schutz der Privatsphäre und Würde, besondere Fürsorge und Förderung bei einer Behinderung, Spiel und Freizeit, freie Meinungsäußerung und Beteiligung sowie Schutz im Krieg und auf der Flucht – auch Kinder besitzen Grundrechte. Und sollten sie kennen. Dafür sorgten Kinder- und Jugendförderer Gerald Marcks und Antje Schumann-Waltke vom Kinderschutzbund. In einem ersten Workshop wurden die einzelnen Kinderrechte mit Spielen und verschiedenen Übungen erarbeitet. Nach der Mittagspause – zur Stärkung gab’s Pizza – planten die Teilnehmer*innen eine erste Gestaltung der Kinderrechtsschilder.

Bei der zweiten Zusammenkunft ging es um die Gestaltung der einzelnen Kinderrechteschilder. Gerald Marcks hatte Hartfaserplatten, Holzpfähle, Metallständer, Farbe, Stifte und Papier besorgt. Auf jede Hartfaserplatte wurde ein Kinderrecht geschrieben, dazu zeichneten die Kinder kleine Figuren und griffen zum Pinsel. Ergänzend dazu entstand jeweils ein Bild, das das Kinderrecht ohne viele Worte erklärt. Wie zum Beispiel die anrührende Zeichnung von Greta zu „Gleichheit“: Zwei sprechende hellhäutige Menschen, dazwischen ein Dunkelhäutiger – er schweigt.

Auch Kinder haben Rechte: Die bunten Tafeln am Fußweg zwischen dem Kurpark und der Grundschule in Rothenuffeln listen die zehn wichtigsten auf.

Fotos: Gemeinde Hille

Am dritten Tag des Projektes marschierten alle zum Fußweg, buddelten Löcher für die Pfähle, brachten die Schilder in Position und pflanzten drumherum Blumenzwiebeln.

Die Kinder hatten jede Menge Spaß bei der Aktion „Pfad der Kinderrechte“.

Foto: Gemeinde Hille

Alles in allem war es eine gelungene Aktion, da waren sich Kinder und Veranstalter einig. Daher möchte Gerald Marcks das Projekt in Oberlübbe und Nordhemmern mit den dortigen Grundschulen fortsetzen. (www.hille.de)

Verkehr

Weitere Treckerschleusen geplant

Eckpunkte des Wirtschaftsplans 2021 des Straßen- und Abwasserbeseitigungsbetriebs der Gemeinde Hille

620.000 Euro und damit 15.000 Euro mehr als 2020 stellt der Straßen- und Abwasserbetrieb der Gemeinde Hille in seinen Wirtschaftsplan 2021 für die Unterhaltung von Gemeindestraßen ein.

Das Gemeindegebiet umfasst 102 Quadratkilometer und verfügt daher über ein entsprechend großes Netz an Straßen und Wegen. Gossen, Gehwege, Straßenlaternen und Buswartehäuschen müssen vom Baubetriebshof instandgehalten, Blühstreifen an Wegen gepflegt und der Winterdienst durchgeführt werden. Auch die Ausbesserung von Gehwegen und das Schneiden von Sichtdreiecken gehört zu seinen Aufgaben. Ein weiterer Punkt ist die Unterhaltung von Fahrbahndecken (u. a. Splitten, was Fachfirmen übernehmen).

Der Straßen- und Abwasserbetrieb ist in zwei Sparten aufgeteilt: In der Sparte „Abwasserbeseitigung“ sind Ausgaben und Einnahmen sowie Investitionen für die Kläranlage in Hartum und die Kanalisation inklusive Pumpstationen aufgelistet. Der Sparte „Infrastrukturvermögen“ sind Gemeindestraßen, Straßenbeleuchtung, Brücken und Durchlässe zugeordnet.

In dem jährlichen Wirtschaftsplan, in dem Kämmerer Dietmar Rohde alle Zahlen zusammenträgt, sind für beide Sparten Erträge und Aufwendungen sowie Investitionen und Kredite für laufende und geplante Maßnahmen und auch Personal- und Verwaltungskosten aufgelistet. So sind im Bereich „Infrastruktur“ für die Unterhaltung von Gräben 40.000 Euro eingestellt. „Das Regenwasser muss abfließen, damit keine Staunässe entsteht“, verweist Dietmar Rohde auf diese wichtige Aufgabe des Baubetriebshofs.

135.000 Euro sind für die Umstellung der Straßenlaternen auf LED eingeplant. Durch die in den letzten Jahren bereits regelmäßig erfolgte Umstellung auf sparsame LED Beleuchtung können im Jahr 2021 zusätzliche 20.000 Euro eingespart werden. Das Budget für den Winterdienst wurde angesichts des Kälteeinbruchs Anfang dieses Jahres um 13.000 auf 28.000 Euro aufgestockt. Und weil das Niederschlagswasser von den Straßen über die Kanalisation abfließt – die wiederum der Sparte „Abwasserbeseitigung“ zugeordnet ist – werden 211.600 Euro von der Sparte „Infrastruktur“ auf die Sparte „Abwasser“ gebucht.

Neben den laufenden Einnahmen und Ausgaben gibt der Wirtschaftsplan auch Auskunft über geplante Investitionen in der Sparte „Infrastruktur“ in diesem Jahr, für die insgesamt 1,76 Millionen Euro ausgegeben und Kredite in Höhe von 791.000 Euro aufgenommen werden sollen: Beispielsweise für die Erschließungsstraße in dem neuen Gewerbegebiet Am Gleisbogen in Hille, die Deckenerneuerung bei den Gemeindestraßen Friedensweg und Zum Wolfshagen in Nordhemmern, die Planungskosten für den Ausbau der Mindener Straße im Hiller Ortskern und neue Treckerschleusen.

Verkehrsberuhigung zwischen Unterlübbe und Eickhorst: Auch in diesem Jahr werden neue Treckerschleusen auf Gemeindestraßen gebaut.

Foto: Gemeinde Hille

Sie sind vorgesehen in Holzhausen (Breede, Klöpperstätte), Hartum (Heidbredenweg), Hille (Geestmoordamm, Am Kompostwerk) und Rothenuffeln (Blumenstraße, Verlängerung Ellerbusch). Sperrpfosten werden Am Knick in Nordhemmern aufgestellt.

In die Sparte „Abwasserbeseitigung“ fließen die Gebühren der Bürger*innen für die Entsorgung ihres Schmutzwassers (2,4 Millionen Euro), Regenwassers (knapp 812.000 Euro) beziehungsweise Schmutzwassers über Druckentwässerung (423.000 Euro) sowie die für die Straßenentwässerung aus der Sparte „Infrastruktur“. Die Stadt Petershagen überweist 60.000 Euro, weil die Friedewalder*innen ihr Abwasser in die Kanalisation der Gemeinde einleiten. Der Klärschlamm, der auf der Kläranlage in Hartum anfällt, muss auf der Deponie Pohlsche Heide entsorgt werden. Kostenpunkt: 306.000 Euro. Das Klärwerk ist ein Stromfresser, und auch die technischen Anlagen wie die Pumpstationen verbrauchen Energie; hier sind 281.000 Euro kalkuliert. Für die Unterhaltung, Wartung und Instandsetzung von Gebäuden und Grundstücken sind knapp 303.000 Euro in den Wirtschaftsplan eingestellt.

Wie jedes Jahr wird auch 2021 viel Geld in der Erde verbuddelt: Für die Erneuerung von Mischwasserkanälen in der Mindener Straße in Hille (500.000 Euro, für einen neuen Regenwasserkanal im Bergweg in Oberlübbe (Restzahlung 60.000 Euro), die Erschließung des Gewerbegebiets Am Gleisbogen in Hille (195.000 Euro),den Bau einer Stahlhalle inklusive Photovoltaikanlage auf der Kläranlage (878.000 Euro),Baumaßnahmen an Pumpstationen (300.000 Euro) und für den Baubeginn einer Anlage zur Säuberung des Regenwassers im Gewerbegebiet Glinst in Hille (650.000 Euro). Der Wirtschaftsplan des Straßen- und Abwasserbeseitigungsbetriebs 2021 ist auf der Homepage der Gemeinde Hille einsehbar. (www.hille.de)

Dieses Verkehrsschild weist auf eine Treckerschleuse hin.

Foto: Gemeinde Hille

Das Ziel: Weniger Wahlplakate

Gemeinde stellt keine Plakattafeln auf / Freiwillige Selbstbeschränkung für Parteien und Wählergruppen angestrebt 

Wenige Wochen vor Wahlen hängen sie an Bäumen und Straßenlaternen, stehen an Kreisverkehren und verkehrsreichen Straßen und lenken wohl auch Autofahrer ab: Wahlplakate.

Ihre Flut will die FDP-Fraktion zumindest auf Gemeindegebiet eindämmen und stellte daher den Antrag, die Gemeinde Hille mit der Bereitstellung von Plakatständern zu beauftragen. Diese Forderung lehnte der Haupt- und Finanzausschuss kürzlich in seiner Sitzung mehrheitlich ab.

In ihrem Antrag an die Verwaltung bezog sich die FDP-Fraktion auf die Stadt Rahden, wo das Modell bereits erfolgreich praktiziert werde. Für die Gemeinde Hille wünschten sich die Liberalen für jede für eine Wahl zugelassene Partei und Wählergruppe einen Plakatständer in DIN A0 – also für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.

Die Verwaltung hatte im Vorfeld mehrere Probleme ausgemacht: Geeignete gemeindeeigene Flächen, Herstellung und Aufstellen der Ständer, deren Verteilung und Größe sowie eine Privilegierung der Wahlwerbung, die ein generelles Verbot der Plakatierung nicht zulässt. Als Standort hätte in jedem der aktuell 15 Wahlbezirke eine öffentliche, prominente Fläche gefunden werden müssen – unter Berücksichtigung des Abstands zu Nachbargrundstücken und Sichtdreiecken für den Fahrzeugverkehr. Eine Plakattafel würde rund 500 Euro kosten, für Aufstellen und Abbau würden nach jeder Wahl 2.700 Euro an Personalkosten anfallen (zwei Mitarbeiter*innen, jeweils eine Stunde Arbeitszeit pro Standort für Aufbau und späteren Abbau).

Und dann wäre da die Gleichbehandlung der Parteien und Wählergruppen: Wie groß sollen die Tafeln sein? Erhalten große Parteien mehr Fläche als kleine oder wird allen dieselbe Größe zur Verfügung gestellt? Immerhin traten bei der Bundestagswahl 2017 23 Parteien und bei der Europawahl 2019 40 an. Und würden sich alle Parteien freiwillig auf die Plakattafeln beschränken? Ein gemeinsames Vorgehen könnte nach Ansicht der Verwaltung schwierig werden. Letztendlich wurde vom Ausschuss ein Beschluss gefasst, dass die im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppen eineeinvernehmliche Regelung bei der Plakatierung anstreben sollen mit dem Ziel, die Plakatflut einzudämmen (freiwillige Selbstbeschränkung).

Luca-Schlüsselanhänger im Rathaus erhältlich


Viele Gewerbetreibende in der Gemeinde Hille setzen inzwischen die Kontaktverfolgungs-App Luca ein. Wer die Luca-App auf seinem Handy installiert hat, kann sich dann einfach mit seinem Smartphone bei allen Einzelhändlern oder Gastronomiebetrieben, die das System nutzen, einchecken. Damit entfällt das Ausfüllen von Kontaktformularen. Die Daten werden bei Bedarf verschlüsselt an das Gesundheitsamt übertragen, so dass im Infektionsfall Nachverfolgungen einfacher möglich sind.

Wer kein Smartphone besitzt oder nutzen will, kann im Bürgerservice der Gemeinde telefonisch (0571 4044 234 oder -235) oder per E-Mail (@hille.de) einen analogen Schlüsselanhänger anfordern. Eine entsprechende Anleitung für die Einrichtung und Verwendung wird beigefügt. Voraussichtlich ab Mitte nächster Woche soll das System dann auch im Rathaus selbst für Besucher zur Verfügung stehen.

Moor

Frühjahrsspaziergang im Großen Torfmoor

Ein Besuch im Naturschutzgebiet lohnt sich, doch die Besucher*innen müssen sich an die Vorschriften halten

Natur- und Landschaftsführer Rainer Eschedor ist immer wieder erstaunt bei seinen Wanderungen durchs Naturschutzgebiet Großes Torfmoor: Begegneten ihm vor Corona meist ältere Menschen und zwar am Wochenende, so sind es jetzt alle Altersklassen an jedem Tag der Woche. „Bei schönem Wetter sind häufig alle sieben Parkplätze am Rand des Naturschutzgebiets voll mit Autos.“ Dieser hohe Besucherdruck kann für das sensible Hochmoor mit seiner spezialisierten Fauna und Flora, das nur von Regenwasser gespeist wird und keine Verbindung zum Grundwasser hat, gefährlich werden – nämlich wenn sich Besucher*innen nicht an die für Naturschutzgebiete geltenden Regeln halten. Die wichtigsten lauten: Auf den Wegen bleiben, Hunde an die Leine nehmen, keine Pflanzen entnehmen, keine Tiere stören, Abfall wieder mitnehmen und keine Stöcke ins Wasser oder Moor werfen. Natürlich sind auch motorisierte Fahrzeuge nicht erlaubt.

Bildunterschrift:

Blick über das Große Torfmoor mit dem Wiehengebirge im Hintergrund.

Foto: Gemeinde Hille

Rainer Eschedor erlebt immer wieder Episoden, die ihn zum Eingreifen veranlassen. Das darf er, denn er ist nicht nur zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, sondern unterstützt den Kreis Minden-Lübbecke auch ehrenamtlich als Naturschutzwacht. Wer im Moor herumstapft oder seinen Hund dort frei laufen lässt, wird von ihm angesprochen, ermahnt und über den Lebensraum „Hochmoor“ informiert. Ein begehrtes Ziel ist das Große Torfmoor mit seiner weiten Landschaft, den Gewässern und Aussichtstürmen mittlerweile für Hochzeitspaare, Konfirmanden und Eltern mit Babys geworden. Häufiger, als ihm lieb ist, erwischt Rainer Eschedor Hobbyfotografen und ihre Modelle abseits der Wege auf den Heide- und Grasflächen, wo sie Pflanzen zertreten und Tiere aufscheuchen.

Dabei geht es dem Hochmoor nach den Hitzejahren 2018, 2019 und 2020 sowieso nicht gut. Kaum Regen und hohe Verdunstung ließen den Wasserpegel extrem sinken. „Er lag zwischenzeitlich bei bis zu 50 Zentimeter unter dem mooreigenen Wasserstand. Das Defizit ist noch nicht aufgeholt, obwohl sich das Moor dank der letzten beiden niederschlagsreichen Winter gut erholt hat“, sagt Rainer Eschedor. Besonders die Flora habe gelitten: 2018 sei der Sonnentau in der Frühjahrshitze verbrannt, 2019 habe es kaum Wollgras gegeben, und manche Moorteiche wie der ehemalige Torfstich am Stellerieger Damm fielen so trocken, dass sich Binsen ansiedelten, die sich nun trotz eines ansehnlichen Wasserstands ausbreiten wie Unkraut. Immerhin stecken dort einige Sumpfcallas ihre Blätter aus dem Wasser – ein gutes Zeichen.

Bildunterschrift:

Die seltene Sumpfcalla.

Foto: Rainer Eschedor

Wer in diesen Tagen einen Spaziergang durchs Große Torfmoor macht, kann mit ein wenig Glück Kraniche im Gelände erkennen, Kiebitze, Möwen und Wildgänse beobachten, Brachvogel und Lerchen hören. Die Moorschafe, die die Flächen beweiden und dabei die jungen Birken abknabbern, sind erst ab Mai im Gelände. Verblüht ist bereits die Besen- und die Glockenheide, doch wer die Augen offen hält, entdeckt das Schmalblättrige und das Scheidige Wollgras in voller, wenn auch unscheinbarer Blüte. Umso auffallender sind später die Wattebausch ähnlichen Fruchtstände.

Trotzdem lässt sich das Große Torfmoor in seiner ganzen Vielfalt erleben: Mit der neuen App „Lauschtour“. An 15 Punkten sind per Handy kurze Wortbeiträge, Bilder und Töne abrufbar. Ein Moorfrosch quakt, Kiebitze rufen, Libellen wie dieMoosjungfer sind zu sehen. Die „Lauschtour“ ergänzt den 2005 eingeweihten Moorerlebnispfad, der, weil morsch oder nicht genutzt, teilweise zurück gebaut wurde. (www.hille.de)

Mehr Umweltschutz

Verwendung von Recyclingpapier in Rathaus, Grundschulen und Verbundschule

Natur- und Umweltschutz sollen im Rathaus und in den sich in der Trägerschaft der Gemeinde Hille befindlichen Schulen nach Ansicht der Grünen-Fraktion eine größere Rolle spielen. In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde über deren Antrag abgestimmt, in den Einrichtungen zukünftig grundsätzlich Recyclingpapier zu verwenden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die heutigen Recyclingpapiere hätten, heißt es in dem Antrag an die Verwaltung, längst nichts mehr mit den grauen Seiten aus den Anfangsjahren zu tun. Die DIN-Normen des Umweltzeichens Blauer Engel stellten sicher, dass das Papier problemlos in Druckern und Kopiergeräten verwendet sowie archiviert werden könne. Das Papier muss folgende Kriterien aufweisen: FSC-Siegel und Zertifizierung Blauer Engel, hergestellt aus 100 Prozent Recyclingfasern, prozesschlorfrei gebleicht (PCF), alterungsbeständig nach DIN 6738 und zertifiziert für professionelle Trockentonersysteme nach DIN/EN 12281.

Damit werde, so die Grünen, sichergestellt, dass das Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft stamme und umweltschonend produziert werde. Auf diese Weise könnten Frischfasern, Strom und Wasser in der Herstellung eingespart werden.

Nicht nur die Politik, sondern auch die Verwaltung begrüßte den Vorschlag. Im Rathaus wurde das Recyclingpapier bereits in Kopiergeräten und Druckern in einem Kurzversuch getestet – Probleme traten nicht auf. Sollte das auch langfristig der Fall sein, steht der Umsetzung des Antrags nichts mehr im Weg. Zumal die jährlichen Mehrkosten gering sind: Der Kauf von Recyclingpapier fürs Rathaus sowie die vier Grundschulen und die Verbundschule schlägt mit plus 500 Euro zu Buche. (www.hille.de)

Warnton beim Abbiegen

Zehn Großfahrzeuge der Feuerwehr sollen mit Abbiegeassistenz-Systemen nachgerüstet werden

Immer wieder werden Fahrradfahrer oder Fußgänger beim Überqueren einer Kreuzung, wo die Ampel für sie auf grün steht, verletzt oder gar getötet, weil sie sich im toten Winkel eines abbiegenden Lkw bewegen – der Fahrer sieht sie nicht, ein Zusammenprall ist die Folge. Mit diesem Problem haben auch die Fahrer*innen von großen Feuerwehrlöschfahrzeugen zu tun. Hier ist die Situation besonders gefährlich, wenn sie zu einem Einsatz rausfahren, denn die Nerven sind angespannt, der Stresspegel ist hoch. Um den Feuerwehrleuten ihre Arbeit wenigstens in diesem Punkt zu erleichtern und natürlich um Radfahrer und Fußgänger zu schützen, hat der Bund ein Programm aufgelegt, mit dem die Nachrüstung von Großfahrzeugen mit Abbiegeassistenz-Systemen gefördert wird.

Das Programm stellte Bernhard Förster, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille, kürzlich dem Feuerschutzausschuss vor. Pro Fahrzeug steuert der Bund 1.500 Euro bei, die Einbaukosten liegen bei 2.380 Euro. Somit verbleibt für die Gemeinde ein Anteil in Höhe von 8.800 Euro. Den Antrag auf Förderung wird die Gemeinde bis zum 15. Oktober 2021 einreichen.

Insgesamt zehn Löschfahrzeuge sollen mit dem System ausgestattet werden: Die LF 10 an den Standorten Südhemmern, Eickhorst und Oberlübbe, die LF 20 in Hille und Holzhausen II, der RW in Hille, das GW-L2 in Hartum und das HLF 20 in Rothenuffeln sowie die MLF in Nordhemmern und Unterlübbe. Das Abbiegeassistenz-System beinhaltet ein Radarsystem, die Erkennung und Meldung von seitlichen Objekten im toten Winkel, eine Warnung bei mobilen Objekten (Lkw, Pkw, Motorräder, Fahrräder, Fußgänger), eine akustische und visuelle Warnung und die ABE (allgemeine Betriebserlaubnis) nach Paragraf 22 STVZO. Ab 2024 ist ein Abbiegeassistenz-System für alle neu zugelassenen Großfahrzeuge, darunter auch die der Feuerwehr, Vorschrift. (www.hille.de) 

Gemeinde - Feuerwehr

Feuerschutzausschuss vertagt Entscheidungen

Die drei Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) der Löschgruppen Rothenuffeln, Unterlübbe und Nordhemmern sind rund 20 Jahre alt und haben bis zu 145.000 Kilometer auf dem Tacho. Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen sind laut Bernhard Förster, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hille, nicht mehr zu übersehen, aufwendige Reparaturen fallen immer wieder an, das Alter setzt den Fahrzeugen zu. Und die Löschgruppe Holzhausen II benötige, so der Wehrführer, ein neues wasserführendes Fahrzeug, dessen Tank 3.000 bis 4.000 Liter fasse, damit Gebäudebrände im wasserarmen Norden der Gemeinde effektiv bekämpft werden könnten. Ob beziehungsweise wann die Verwaltung die Aufträge für den Kauf neuer Fahrzeuge vergeben kann, steht nach der letzten Sitzung des Feuerschutzausschusses noch nicht fest: Endgültige Beschlüsse wurden nicht gefasst, die Entscheidung wurde verschoben. Die nächste Sitzung des Ausschusses findet im August 2021 statt.

Bis dahin soll, so der Wille der Politik, im Rahmen eines Arbeitskreises geklärt werden, wie es mit der zukünftigen Brandschutzbedarfsplanung und erforderlichen Standorten der Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde weitergeht. Dem Arbeitskreis gehören Bürgermeister Michael Schweiß, Fachbereichsleiter Detlef Hartmann, Leiter der Feuerwehr, Bernhard Förster und seine beiden Stellvertreter Andreas von Behren-Krüger und Sven Bredebusch, Kirsten Gardini als Vorsitzende des Ausschusses sowie je 1 Vertreter aus den Fraktionen an.

Die Politik will angesichts der erheblichen Investitionen erst auf der Basis der im Arbeitskreis ermittelten Ergebnisse u.U. mit externer Unterstützung ihre Entscheidungen fällen. Die Kosten für ein MTF sind mit 55.000 Euro kalkuliert, das Löschfahrzeug würde 400.000 Euro kosten.

In diesem Zusammenhang schlug die Verwaltung in Absprache mit der Feuerwehr dem Feuerschutzausschuss erneut vor, einen Beschluss über die Nutzungsdauer von Feuerwehrfahrzeugen zu fassen. Das würde Planungssicherheit bringen, Ersatzbeschaffungen könnten rechtzeitig auf den Weg gebracht, die Investitionen im Haushalt berücksichtigt werden. Die Haltefrist von Großfahrzeugen solle, so lautete der Beschlussvorschlag bereits im Herbst 2019 und nun auch aktuell,  auf 25 Jahre festgesetzt werden, die für Mannschaftstransportfahrzeuge auf 20 Jahre.

Auch bei diesem Tagesordnungspunkt mochten sich die Politiker noch nicht festlegen.

Informationen erhielt der Fachausschuss von Bernhard Förster über den Wunsch der Löschgruppe Eickhorst nach einer Garage für das neue MTF am örtlichen Feuerwehrgerätehaus. Eine Unterstellmöglichkeit für das im Dezember 2020 in Dienst gestellte Fahrzeug gibt es bislang nicht. Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses wird der Wehrführer Kostenkalkulation, konkrete Angebote und Bauplanung vorstellen. (www.hille.de)

Bürgerbus

Der Bürgerbus – eine Erfolgsgeschichte

In coronafreien Zeiten nutzen monatlich 550 Fahrgäste die Linie 526

Seit gut zehn Jahren rollt der Bürgerbus durch die Gemeinde Hille, viele Bürger*innen kennen das weiße Fahrzeug mit der orange-grauen Beschriftung und wissen: Er hält im Stundentakt auch in entlegeneren Straßen und Ortsteilen der Gemeinde, in die kein anderer Linienbus fährt und steuert Haltestellen an, an denen sie in andere Linien umsteigen können um nach Minden, Lübbecke und Rahden sowie in die weitere Region zu kommen. Auch bringt er sie nach Hille und Hartum, wo sich Geschäfte, Betriebe, Dienstleister und Ärzte konzentrieren. Wer zum Rathaus will, wird direkt vor der Tür abgesetzt. Bei den beiden Seniorenheimen in Hille und nahe der Apotheke in Rothenuffeln hält der Bürgerbus ebenfalls. 

Der Bürgerbus ist ein Linienbus der MKB Die Linie trägt die Nummer 526. Es gibt einen detaillierten Fahrplan, in dem alle 49 Haltestellen namentlich und als Plan, die Abfahrtszeiten und Tarife – es gelten die der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (MHV) – aufgeführt sind. Jetzt, in Coronazeiten, ist er  nur im Bürgerbus erhältlich, ansonsten liegt er unter anderem im Rathaus, in Apotheken und Läden aus. 

Im Dezember 2009 wurde der Bürgerbusverein Hille gegründet. Grundidee ist es, in der Gemeinde Hille eine Nord-Süd-Busverbindung anzubieten und damit die Alltagsmobilität der Einwohner*innen sicher zu stellen, denn die Linie 605 nach Minden und Rahden beziehungsweise die Linie 513 nach Minden und Lübbecke verkehren nur in Ost-West-Richtung.

Bildunterschrift:

Der Bürgerbus Hille startet am Rathaus in Hartum, Manfred Sudek sitzt am Lenkrad.

Foto: Gemeinde Hille

Mitfahren dürfen nach Auskunft von Karl-Heinz Haseloh, Vorstandsmitglied des Bürgerbusvereins, große und kleine sowie alte und junge Menschen. So schätzen Senioren*innen und Personen mit Behinderungen den Fahrservice genauso wie Schüler*innen und Menschen ohne Führerschein. Acht Fahrgäste finden in dem Transporter Platz, auch ein Rollator oder Rollstuhl wird mitgenommen.

Der Bürgerbus fährt im Stundentakt normalerweise montags bis freitags von kurz nach 7.00 bis 16.30 Uhr, geparkt wird er am Rathaus in Hartum, wo die erste Tour beginnt. Pandemiebedingt erfolgt der Start akuell um 8.10 Uhr. Täglich kommen 325 Kilometer auf den Tacho, das macht aufs Jahr hochgerechnet 78.000 Kilometer. Bis auf Südhemmern – hier hält die Linie 605 mit Haltestellen in Hille und Hartum und entsprechendem Anschluss an den Bürgerbus – werden alle Dörfer im Gemeindegebiet angefahren. 

Das Besondere am Bürgerbus sind nicht nur ein den klassischen ÖPNV ergänzender Streckenverlauf und die geringe Anzahl an Sitzplätzen, sondern seine Fahrer*innen: Sie setzen sich ehrenamtlich hinters Lenkrad. Aktuell sind es 21 Männer und eine Frau, die meisten sind Rentner, elf von ihnen sind seit der ersten Fahrt am 2. August 2010 dabei. 

Einer von ihnen ist Dieter Gartmann, der sich zudem um die technische Sicherheit des Fahrzeugs kümmert, dafür sorgt, dass beispielsweise neue Reifen aufgezogen werden und der TÜV-Termin eingehalten wird. Die Betriebskosten übernimmt die MKB. Dieter Gartmann ist mit Leib und Seele Busfahrer, lernt er doch ständig neue, interessante Menschen kennen. Seine ruhige, ausgeglichene, freundliche Art kommt bei den Fahrgästen an. Manche schütten ihm ihr Herz aus, berichten von ihren Sorgen und Problemen, vertrauen ihm. „Für sie bin ich eine Art Kummerkasten“, sagt Dieter Gartmann.

Er und seine Kolleg*innen werden manchmal auch beschenkt, bekommen als Dankeschön Süßigkeiten oder selbst gekochte Marmelade. Dieter Gartmann erinnert sich an eine vor dem Bürgerkrieg im Nahen Osten geflohene Frau, die ihm ein süßes, noch warmes Gebäck überreichte – gebacken nach einem Rezept aus ihrer Heimat. Eine andere geflüchtete Mutter, die ihr Kind zur Schule brachte,  bat ihn quasi um einen Deutschkurs während der Fahrt. Er solle viel mit ihr sprechen, damit sie die fremde Sprache lerne. „Heute kann sie fließend Deutsch“, freut er sich, ihr auf diese unkomplizierte Art geholfen zu haben.

In normalen Zeiten zählt der Bürgerbusverein nach Auskunft von Karl-Heinz Haseloh durchschnittlich 550 Fahrgäste im Monat, im ersten Coronajahr 2020 war es ein Drittel weniger. In den Anfangsjahren nutzten lediglich 40 Menschen monatlich den Bus – der Service musste sich erst noch herumsprechen.

Das Projekt „Bürgerbus“ steht und fällt mit den Fahrern. Nur wenn sich genug Männer und Frauen ehrenamtlich engagieren (sie benötigen lediglich den Führerschein Klasse B, früher Klasse 3), kann der Fahrdienst aufrecht erhalten werden. Wer Interesse hat, kann sich an Karl-Heinz Haseloh, Telefon 05703/1719, wenden. Der informiert nicht nur über den Bürgerbus, sondern auch über dessen Förderverein. „Bei uns wird Geselligkeit groß geschrieben. Der Förderverein organisiert Grillabende, Ausflüge und andere Unternehmungen.“ (www.hille.de)

Storche

18 Storchenpaare brüten

Auch das neue Lidl-Nest in Hille ist wieder besetzt

22 Storchennester gibt es in der Gemeinde Hille, verteilt auf acht Dörfer, und in 18 von ihnen wird definitiv gebrütet, für drei gibt es einen Brutverdacht, auf einem wurde möglicherweise ein Kurzbesucher gesichtet.

Die Storchenpopulation stets im Blick hat seit langem Dr. Alfons Bense vom Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“. Regelmäßig dokumentieren er und seine Mitstreiter das Geschehen auf und an den Horsten. Sie beobachten, ob alte Bekannte oder Neulinge ein Nest besetzen, notieren Ringnummern, säubern die Nisthilfen im Frühjahr und polstern sie aus, sie zählen, wenn möglich, die Eier, halten Brutbeginn und Schlupf fest und beringen die Jungvögel. Auch den ein oder anderen Misserfolg müssen sie  hinnehmen, seien es Konkurrenzkämpfe, die eine Brut verhindern, unbefruchtete Eier oder tote Jungtiere.

Zahlreiche Storchenpaare beziehungsweise einzelne Störche sind standorttreu und brüten bereits seit Jahren im selben Nest oder besetzen eins im Nachbarort, das zeigen die Ringnummern. Aber immer wieder tauchen auch unberingte Vögel auf – für die Storchenschützer ist es dann unmöglich, sie zu identifizieren. 

Die meisten Horste finden sich in der Ortschaft Hille. Das bekannteste dürfte das Nest auf dem Schornstein der alten Brennerei im Dorfkern sein; dort ist eine Kamera installiert, die einen Blick auf das Brut- und Aufzuchtgeschäft erlaubt. Auf Hille I Kornbrennerei brütet nach Auskunft von Alfons Bense ein unberingtes Paar auf vier Eiern. Gebrütet wird auch in Hille II-Horstbohlen, Brennhorst-Zanders und  Neuenbaum II-Brunschütte sowie in Mindenerwald- Heuer, Neuenbaum I-Schütte und Wittloge-Schafstall. Und worüber sich Alfons Bense besonders freut: Es gibt ein neues Paar, das auf einer geschnittenen Eiche am Haus Horstbohlen 140 gebaut hat – und, so die Hoffnung, dort auch Nachwuchs großzieht. Dem Nest in Hille IV-Birkenfeld stattete ein Storch möglicherweise nur einen Kurzbesuch ab. 

Eine unerwartete Neuansiedlung war im vergangenen Jahr auf einer der großen Eichen am Lidl in Hille zu beobachten. Auf dem gekappten Baum baute ein Storchenpaar – ein Männchen und wechselnde Weibchen – ein Nest. Offenbar herrscht auch bei den Störchen Wohnungsnot, sodass die Eiche trotz des Verkehrs- und Kundengewusels am Boden eine gute Wahl schien. Der Standort wurde auch in diesem Jahr akzeptiert. Alfons Bense erkannte das Männchen aus dem Vorjahr wieder, das beringte Weibchen ist neu. Möglicherweise begannen die beiden Ende März mit der Brut. 

Bildunterschrift:

Das neue Nest am Lidl in Hille wurde von einem Storchenpaar besetzt. Möglicherweise brütet es auch. Foto: Barbara Tiedermann

Ob es in Eickhorst-Budde zu einer Eiablage gekommen ist, ist noch unbekannt, immerhin hat ein Paar das Nest in Beschlag genommen. 

Auf Storchennachwuchs hofft Alfons Bense dagegen in Hartum-Adebars Ruh an der Kläranlage, Unterlübbe III-Priess & Horstmann und Holzhausen II-Rohlfing sowie Nordhemmern II-Becker, Rothenuffeln-Ritterbruch nahe der Bastau, Hartum II-Kopfpappel und Südhemmern-Peithmann in den Bastauwiesen, Nordhemmern I-Rüter/alte Molkerei, Unterlübbe II-Kühme & Eskate in Köhlterholz, Unterlübbe IV-Fisser-Hülsmeier in Köhlte und Holzhausen I-Koch – hier hat das Brutgeschäft im Laufe des März‘ begonnen.

Im vergangenen Jahr flogen in der Gemeinde Hille insgesamt 45 Jungstörche aus. Oftmals waren es drei oder vier aus einem Nest, beispielsweise in Holzhausen-Pfahlnest Koch, in Nordhemmern-Rüter und Unterlübbe-Pfahlnest Kühme & Eskate. Im Horst auf dem Schornstein der alten Brennerei in Hille hätte es fast einen Totalausfall gegeben: Aus fünf Eiern schlüpfte nur ein Jungtier, das dann auch ausflog.

Zur Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen mussten 2020 zwei bereits flügge gewordene Störche gebracht werden. Das Nesthäkchen aus dem Holzhauser Nest Koch war in ein starkes Regenschauer geraten, landete auf dem Boden und kam aus eigener Kraft nicht wieder hoch. Noch nicht fit genug fürs Fliegen war zudem ein Tier aus Brennhorst. Dort schlüpften vier kleine Störche, ein Ei und später ein totes Junges wurden von den Eltern aus dem Nest geworfen. 

Das Aktionskomitee dokumentierte in 2020 im Kreisgebiet 91 Horstpaare und 194 ausfliegende Jungstörche (2019: 175) – jeweils neue Rekorde

Gemeindepreis

Vorschläge willkommen – Gemeinde lobt erneut Heimatpreis aus

Die Gemeinde Hille vergibt in diesem Jahr erneut den vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Heimat-Preis. Mit ihm werden ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise in Teilbereichen der Gemeinde Hille oder in der Gemeinde Hille insgesamt um Heimat und Gemeinschaft verdient machen. Auch wenn in den vergangenen 12 Monaten viele Aktivitäten ruhen mussten, hat der eine oder die andere Ehrenamtliche sicherlich Begonnenes fortgeführt oder Neues begonnen.

Von jedermann vorgeschlagen werden können Einzelpersonen, Gruppen, Organisationen oder örtliche Vereine. 

Berücksichtigt werden begonnene, laufende oder bereits abgeschlossene Projekte zur Schaffung, Stärkung und zum Erhalt lokaler Identität und Gemeinschaft. Das Kulturgut muss dabei im Mittelpunkt stehen und das Projekt nachhaltig und nachahmenswert sein. Weitere Kriterien sind die allgemeine Zugänglichkeit und keine Gewinnerzielungsabsicht.

Der Antragsvordruck wird rechtzeitig auf der Internetseite der Gemeinde Hille unter www.hille.de/Leben&Lernen/Heimatförderung/Heimatpreis digital  zur Verfügung stehen und kann auf Wunsch in Papierform zugesandt werden. Ansprechpartnerin ist Anke kleine Siemer, Tel. 0571 4044 367.

Die Anträge können vom 1. Mai bis 15. Juni 2021 eingereicht werden.

Das Preisgeld beträgt 5.000,00 Euro. Bei drei Platzierten werden 2.500,00 Euro für den 1. Platz, 1.500,00 Euro für den zweiten Platz und 1.000,00 Euro für den 3. Platz vergeben. Bei zwei Platzierten sind es 3.000,00 Euro und 2.000,00 Euro. Auch ein einziger Preisträger ist möglich.

Über die Preisvergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Im vergangenen Jahr wurden der Heimatverein Nordhemmern e.V. für die Restaurierung und Renovierung des ehemaligen Spritzenhauses in der Ortschaft Nordhemmern, der Heimatverein Südhemmern e.V. für die Vorführungen historischer Handwerkskunst in der Heimatstube Südhemmern und Frau Regina Frese für die langjährige Organisation und Leitung der Gemeindebücherei Hartum ausgezeichnet.

Feldahorn

Arztbesuch für den alten Feldahorn

Baumkontrolleurin Sibylle Michels erstellt und pflegt Baumkataster der Gemeinde

Könnte er sprechen, hätte er sicherlich viel zu erzählen: Der Feldahorn auf dem Hartumer Friedhof ist zwischen 80 und 120 Jahre alt und mit rund 19 Metern einer der höchsten Bäume auf dem Gelände. Dass es ihm auch im hohen Alter gut geht, er fest im Erdreich steht und ein Pilzbefall früh entdeckt wird, darum kümmert sich Sibylle Michels. Sie ist Sachverständige für die Verkehrssicherheit von Bäumen, kurz gesagt eine Baumkontrolleurin, die im Auftrag der Gemeinde Hille das Baumkataster der Gemeinde erstellt und pflegt.

Die Forstwirtin, die nach ihrer Ausbildung Forstwissenschaft studierte, sich 2004 selbstständig machte und dann auf Baumkartierung spezialisierte, arbeitet seit Dezember 2013 für die Kommune. „Ich erfasse alle auf gemeindlichen Flächen wachsenden Bäume, dokumentiere unter anderem Art, Höhe und Stammdurchmesser und schaue, ob sie verkehrssicher sind.“ Beeinträchtigen beispielsweise Pilze die Standfestigkeit oder hat ein Sturm die Krone erheblich beschädigt, muss ein Ast entfernt oder gar der komplette Baum gefällt werden, informiert sie Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert, die entsprechende Maßnahmen einleitet. 

Aktuell sind 6.385 Bäume im Kataster dargestellt. Sie stehen an Straßen, im Kurpark Rothenuffeln, an Kitas und Schulen, auf Friedhöfen und an Feuerwehrgerätehäusern. Meist handelt es sich um Linden, Obstgehölze, Eichen, Buchen, Ahorn und Hainbuchen, selten ist die Esskastanie mit nur drei Vertretern in Nordhemmern, Oberlübbe und Hartum. In Hartum ist sie der Nachbarbaum vom Feldahorn und wird bewohnt von einem Ameisenvolk, das in einer Höhlung im Stammfuß haust. Ist darum die Standfestigkeit des gewaltigen Baums gefährdet? Sibylle Michels greift zu ihrem Schonhammer und klopft die Rinde ab. „Hohl klingt es nicht, da ist also keine Gefahr im Verzug.“

Alte Exemplare wie der Feldahorn und die Esskastanie werden einmal jährlich kontrolliert, junge Bäume alle drei Jahre und stark geschädigte Bäume wie die Eiche am WEZ in Hille alle sechs Monate. Welcher Baum und wie viele pro Monat zu überprüfen sind, legt Sibylle Michels in einem Arbeitsplan Anfang eines Jahres fest. Mal nimmt sie einen im Frühjahr unter die Lupe, um die Krone zu begutachten, mal im Sommer, wenn er voll belaubt ist, mal im Herbst, wenn sich die Pilze zeigen – so erhält sie einen Gesamteindruck vom Zustand. Den Stammumfang misst sie mit dem Messband, mit dem Schonhammer sucht sie nach Hohlräumen, Stammfuß und Krone bewertet sie nach Augenmaß, mit ihrem Schraubenzieher stochert sie in Höhlungen auf der Suche nach Fäulnis, und alle Daten trägt sie in den Laptop ein. Und immer arbeitet sie eng mit dem Baubetriebshof zusammen.

Seit einigen Jahren machen ihr nicht so sehr Baumkrankheiten und stürmische Wetterkapriolen Sorgen, sondern der Klimawandel. „Der Stammumfang des Feldahorns liegt wie bereits bei der letztjährigen Kontrolle bei 2,60 Meter, dabei hätte er etwas zunehmen müssen. Die langen Trockenphasen der Hitzesommer setzen ihm zu.“ Der Wassermangel mache Bäume krankheitsanfällig oder lasse sie absterben. Umso mehr bedauert sie es, wenn kerngesunde Laubbäume auf Privatgrundstücken abgeholzt werden. „Sie zu erhalten, muss Priorität haben, denn durch den Klimawandel werden noch unzählige Bäume verloren gehen.“

Bildunterschrift:


Sibylle Michels misst den Stammumfang des Feldahorns auf dem Hartumer Friedhof.
Foto: Gemeinde Hille

Schulstandorte sind sicher

Wahl der Grundschulabgänger fällt vorrangig auf Verbundschule Hille

Gute Prognosen für die Schulen in der Gemeinde Hille: Die Grundschülerzahlen bleiben in den nächsten Jahren konstant, daher sind die vier Grundschulstandorte gesichert. Gleiches gilt für die Zweizügigkeit des Gymnasiums und die Fünfzügigkeit der Gesamtschule. Und: In der Verbundschule Hille gibt es auch in den kommenden Jahren ausreichend Plätze für Schüler und Schülerinnen aus der Gemeinde Hille.
Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff stellte kürzlich den Politikern und Politikerinnen im Ausschuss für Generationen, Bildung, Sport & Kultur die Schulstatistik 2020/2021vor.
Demnach wählten für das laufende Schuljahr 75,7 Prozent aller Grundschulabgänger aus der Gemeinde Hille die Verbundschule als weiterführende Schule.
Auf Basis der durchschnittlichen Übergangsquote von knapp 52 Prozent werden in der Gesamtschule für das Schuljahr 2021/22 67 Viertklässler aus der Gemeinde Hille angemeldet. Insgesamt 125 Kinder – auch aus angrenzenden Städten und Gemeinden – werden für den fünften Jahrgang angenommen. Laut Statistik sinken im Schuljahr 2026/27 die Anmeldungen für die Grundschulen in der Gemeinde zwar auf unter 500 und damit vier Jahre später auch die für die Gesamtschule, doch die stets hohe Nachfrage aus den Nachbarkommunen sichert die Fünfzügigkeit.

Von den 129 Schülern, die Ende dieses Schuljahrs eine Grundschule in der Gemeinde Hille verlassen, werden sich, so die Prognose, 41,6 Prozent (54 Kinder) für ein Gymnasium entscheiden. Von ihnen werden 75 Prozent (40) das Gymnasium der Verbundschule besuchen. Zehn Schüler aus den Nachbarkommunen komplettieren den Jahrgang. Ausgehend von rund 50 Anmeldungen je Schuljahr kann das Gymnasium auch in den nächsten Jahren zweizügig laufen.
Eingependelt hat sich die Schülerzahl an der Verbundschule bei rund 1450. Im aktuellen Schuljahr kommen 58 Prozent der Schüler aus der Gemeinde Hille (836), aus Espelkamp 188, Minden 119, Lübbecke 111, Petershagen 96 und Rahden 65.
An den vier Grundschulstandorten der Gemeinde Hille werden, so die Prognose, für das Schuljahr 2021/22 129 Jungen und Mädchen angemeldet: In Hille 31 (zwei Klassen), in Nordhemmern 49 (zwei Klassen), in Oberlübbe 24 und in Rothenuffeln 25 (jeweils eine Klasse). Ein Spitzenwert wird dann 2022/23 mit 143 Einschülern erreicht, in 2026/27 sind es dann nur noch 114 Kinder.

Die Statistik zeigt auch, wie sehr die Betreuung im Offenen Ganztag nachgefragt wird. Im laufenden Schuljahr sind in den Grundschulen Hille, Nordhemmern und An der Bergkante mit den Standorten Rothenuffeln und Oberlübbe insgesamt 200 Kinder angemeldet, das entspricht einer Quote von knapp 39 Prozent. (www.hille.de)

Irritation über geheime Wahlen

Gemeinderat bestätigt Feuerwehrleiter Bernhard Förster und Stellvertreter Andreas von Behren-Krüger in ihren Ämtern

Die Alten sind die Neuen: Der Gemeinderat wählte erneut Bernhard Förster zum Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille und Andreas von Behren-Krüger zu seinem Stellvertreter. Die Amtszeit dauert, so schreibt es das Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz vor, sechs Jahre.

Wider Erwarten fand die Wahl nicht öffentlich und zudem in zwei Wahlgängen statt – beantragt hatten das FWG und CDU. Auf Bernhard Förster entfielen 16 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen. Von den 30 Ratsmitgliedern votierten 20 für von Behren-Krüger, 2 stimmten mit Nein, 8 enthielten sich der Stimme.

Für die beiden Feuerwehrmänner waren die Anträge ein Schlag ins Kontor. Sie deuteten sie, so Bernhard Förster, als Diskussion um ihre Person, wo es doch grundsätzlich um die Belange der Feuerwehr und ihre Leitung hätte gehen sollen. Dieses Misstrauensvotum werde die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat in den kommenden Jahren nicht einfach machen, besonders mit Blick auf Standortfragen sowie die Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Michael Schweiß zusammen mit Kreisbrandmeister Michael Schäfer die Mitglieder der Feuerwehr um die gesetzlich vorgeschriebene Stellungnahme zu dieser Personalie gebeten – coronabedingt in diesem Jahr schriftlich. Angehört wurden die neun Löschgruppen, die drei Jugendwehren Unterlübbe, Hartum und Hille, der Musikzug Holzhausen und die Kinderfeuerwehr Moordrachen. Das Ergebnis fiel für die bisherigen Amtsinhaber einstimmig und damit erfreulich aus: Bernhard Förster und Andreas von Behren-Krüger sollten nach dem Willen der Feuerwehr für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt werden. (www.hille.de)

Bildunterschrift:

Bernhard Förster (rechts) mit seinen Stellvertretern Andreas von Behren-Krüger (Mitte) und Sven Bredebusch (links). Foto: Feuerwehr

Ein Plus von 11 Personen

Bildunterschrift

In der Kulturscheune im Kurpark Rothenuffeln ließen sich im vergangenen Jahr 6 Paare trauen. Foto: Gemeinde Hille

Die Einwohnerstatistik für die Gemeinde Hille: Zu- und Wegzüge, Sterbefälle und Nationalitäten

15.587 Menschen waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 in der Gemeinde Hille mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 11 mehr – ein Plus, das selten geworden ist. Das letzte Mal war das 2015 der Fall, als auch die Gemeinde zahlreiche Flüchtlinge aufnahm.
Die meisten Einwohner*innen verzeichnet Hille (3.929), gefolgt von Rothenuffeln (2.439) und Oberlübbe (2.133). Auf den Plätzen folgen Hartum (1.673), Nordhemmern (1.225), Südhemmern (1.153), Eickhorst (1.086), Holzhausen II (1.051) und Unterlübbe (898). Vier Dörfer mussten im Zeitraum 2019 bis 2020 einen Einwohnerschwund verzeichnen: Südhemmern (-37), Oberlübbe (-33), Rothenuffeln (-4) und Unterlübbe (-2).
Die höchsten Zuwächse konnten Hartum (+41) sowie Nordhemmern (+16) und Eickhorst (+13) verbuchen.
Die Gemeinde Hille wuchs in den Jahren 2019 und 2020 um insgesamt 115 Personen: 2019 standen 715 Zuzügen 665 Wegzüge gegenüber, 2020 war das Verhältnis 687 zu 622. Im Jahr 2018 kehrten 739 Menschen der Kommune den Rücken, nur 668 meldeten hier ihren Hauptwohnsitz an. Woher die Neubürger kommen bzw. wohin die Wegzügler gehen und auch die Gründe für ihre Entscheidungen hält die Gemeindeverwaltung nicht fest.
Ohne Zuzüge könnte die Gemeinde Hille ihre Einwohnerzahl nicht in dieser Höhe halten, denn jedes Jahr sterben mehr Menschen mit Hauptwohnsitz in einer der neun Ortschaften als geboren werden. Wie schon 2019 lag das Minus in 2020 bei 53. 121 Neugeborenen standen 174 Beerdigungen gegenüber. 73 Verstorbene gehörten zur Altersgruppe 80 bis 100 Jahre.
In der Pandemie starben bislang mit oder an Corona fünf Menschen – genauso wie in der Gemeinde Stemwede. In den Städten des Kreises Minden-Lübbecke liegen die Zahlen teilweise deutlich höher. In Minden und Lübbecke sind es jeweils 36, in Rahden 29.
Wer in der Gemeinde Hille heiraten will, kann das im Trauzimmer im Rathaus, in der Kulturscheune in Rothenuffeln, im Müllerhaus in Südhemmern oder in Privaträumen tun. 64 Paare gaben sich in 2020 das Jawort: 44 im Rathaus, 10 im Müllerhaus, 6 in der Kulturscheune und 4 privat. Vermutlich wegen der Coronabeschränkungen wurde so manche Hochzeit verschoben. Im Wonnemonat Mai gab es nur 6 Trauungen, im Juli und August waren es dagegen 11 bzw. 15.
In der Gemeinde lebt ein buntes Völkergemisch, die Männer und Frauen kommen aus 64 Staaten, aus Syrien, der Türkei und Rumänien, aus Somalia, Eritrea und Ghana, aus Schweden, Österreich, der Russischen Föderation und Großbritannien – 226 Menschen aus ganz Europa haben sich für einen Wohnsitz in der Gemeinde entschieden, 309 stammen aus Asien, 40 aus Afrika, 3 aus Nordamerika und einer aus Australien. 132 von ihnen sind Flüchtlinge und leben mit Stand 31. Januar 2021 in den Wohnanlagen in Hille (32) und Holzhausen (9) sowie in Privatwohnungen (91). 10 Syrer bilden die größte Gruppe und wohnen am Sportplatzweg in Hille. Dort sind u.a. auch 4 Personen aus Guinea, 3 aus dem Irak und jeweils 2 aus Marokko,Tadschikistan und Iran untergebracht. (www.hille.de)

Herzlich willkommen in der Gemeinde Hille

Geschenk für Neubürger:

Der Bürgerbeutel enthält alles Wissenswertes rund um die Gemeinde Hille. Foto: Gemeinde Hille

Zugezogene erhalten bei Anmeldung Bürgerbeutel mit Informationen

Die Gemeinde Hille empfängt Neubürger*innen mit offenen Armen und einer gefüllten Tasche: Dem Bürgerbeutel. Den erhält jeder Haushalt, der in die Kommune zieht und sich im Bürgerservice im Rathaus anmeldet. Orientierungshilfe in der neuen Heimat geben und über das Leben in den neun Dörfern und der Region zu informieren, ist das Ziel des Geschenks.

Grasgrün ist der Beutel und bedruckt mit Hillerich, dem Maskottchen der Gemeinde Hille. Sachbearbeiterin Anke kleine Siemer, die 2012 auf die Idee kam und damit im Rathaus auf offene Ohren stieß, füllt ihn mit einem Rabattheft des Gewerbevereins Hiller Land, mit einem Ortsplan, Broschüren, die auf Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele hinweisen sowie auf Mahl- und Backtage an den Mühlen, und dem Mühlenkreismagazin. Wer sich für die Geschichte der Wind- und Wassermühlen in der Gemeinde interessiert, wird sich über das Buch „Gemeinde Hille – unsere Heimat. 700 Jahre Mühlengeschichte“ des früheren Gemeindeheimatpflegers Gerhard Finke freuen.

Kernstück ist eine umfangreiche Mappe mit unzähligen Informationen, die Antworten auf viele Fragen der Neubürger geben und ihnen das Eingewöhnen leicht und unkompliziert machen. Es gibt Daten und Zahlen zur Kommune, kurze Porträts der neun Dörfer, Freizeitangebote in der Natur, einen Behördenwegweiser, die Kontaktdaten der Ortsvorsteher, Ortsheimatpfleger und Schiedspersonen, die Adressen von Schulen, Kindergärten, Grillhütten und Bürgerhäuser sowie alles rund um Steuern und Gebührensätze, Bürgermeister und Gemeinderat, Abfallentsorgung, Musikschule, Kirchen und Ärzte.

Eine Kommune wird durch ihre Vereine lebendig und lebenswert, das gilt auch für die Gemeinde Hille. Daher werden auf elf Seiten alle Vereine und Gruppen mitsamt der Ansprechpartner*innen aufgelistet. Ein Hillerich-Kugelschreiber und ein Anstecker mit dem Storch runden den Inhalt des Bürgerbeutels ab.

Nach Auskunft von Anke kleine Siemer findet das Willkommensgeschenk reißenden Absatz – nach einem verhaltenen Start im Jahr 2013. Ursprünglich wurden die Bürgerbeutel von den Ortsvorstehern an der Haustür überreicht, doch das Verfahren war umständlich, das Info-Schreiben wurde von vielen Zugezogenen offenbar zunächst beiseite gelegt und dann vergessen.
Mittlerweile sieht das anders aus. 2019 erhielten 140 Haushalte die grüne Tasche, 2020 waren es 100, und aktuell liegt die Zahl bereits bei 40. (www.hille.de)

Sanierung oder Abriss?

Die Mietwohnung im Obergeschoss des früheren Sportlerheims in Oberlübbe ist marode. Foto: Gemeinde Hille

Wohnung im früheren Sportlerheim in Oberlübbe ist marode / Gemeinderat vertagt Entscheidung

Der TuS Eintracht Oberlübbe will in Kürze die Sanitäranlagen im alten Sportlerheim am Oberlübber Sportplatz, das der Gemeinde Hille gehört, sanieren. Doch was passiert mit der Mietwohnung im Obergeschoss? Sie ist stark sanierungsbedürftig und kann in diesem Zustand nicht mehr vermietet werden; die jetzigen Bewohner ziehen demnächst aus. Abriss oder Instandsetzung – über dieses Thema wurde nun in der Sitzung des Gemeinderats diskutiert. Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst. Zunächst wollen sich die Mitglieder des Bauausschusses im April bei einem Ortstermin über die Situation informieren.
Die Verwaltung stellte beide Alternativen vor. Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff gab dazu entsprechende Erläuterungen. Eine komplette Sanierung wäre teuer. Die Verwaltung schätzt die Kosten auf insgesamt 274.100 Euro, von denen knapp 110.000 Euro aus einem Förderprogramm für energetische Sanierung (40 Prozent Tilgungszuschuss) stammen würden. Für die Gemeinde verbliebe ein Eigenanteil in Höhe von 164.460 Euro.
Die Sanierung würde nicht nur die einzelnen Räume betreffen. Hinzu kämen unter anderem der Bau einer außen liegenden Stahltreppe, ein Wärmeverbundsystem für das gesamte Gebäude, eine Dachsanierung und neue Fenster sowie eine neue Elektroinstallation und die Instandsetzung der Sanitäranlagen inklusive Versorgungsleitungen.
Sehr viel günstiger wären dagegen der Abriss der maroden Wohnung und ein neues Dach mit Pfanneneindeckung. Hier liegen die geschätzten Kosten bei 62.000 Euro.
Unabhängig davon müssen einige Regenwasserkanäle erneuert werden. Geschätzte Kosten: 15.000 Euro. (www.hille.de)

Hille – Glasfaseranschlüsse für 2 weitere Schulen

Sonderförderprogramm für Schulen ermöglicht digitales Lernen.
Verträge mit GREENFIBER geschlossen

Seit einigen Monaten läuft in der Gemeinde Hille
der Glasfaserausbau im Rahmen des kreisweiten
Masterplanes.
Für die Verbundschule Hille, die Grundschule Hille
und die Grundschule Nordhemmern werden
entsprechende Glasfaseranschlüsse errichtet, die
Mitte 2022 verfügbar sein sollen.

In Kürze beginnen nun die Ausbauarbeiten
für modernste Glasfaseranschlüsse an zwei
weiteren Schulen in Hille.
In der Grundschule An der Bergkante am
Hauptstandort Oberlübbe und an der
Förderschule Mindenerwald des Kreises
Minden-Lübbecke können die Schüler*innen
bald in ihren Klassenzimmern mit Europas
schnellsten Internetleitungen ins Netz gehen.

Den Zuschlag für das Ausbau-Projekt erhielt
der Internetanbieter GREENFIBER.
Bürgermeister Michael Schweiß begrüßt die
Entscheidung für die Schüler*innen in Hille sehr:
„Die Glasfaseranschlüsse bieten auf viele
Jahrzehnte die technischen Voraussetzungen
für ein modernes Lernangebot.
Dank des Sonderprogramms für Schulen
können wir hier zwei weitere Standorte versorgen.“

Der Ausbau der Schulen ist Teil eines
umfangreichen Netzausbaus in Hille und Umgebung.
Auch wenn coronabedingt auf eine gemeinsame
Vertragsunterzeichnung verzichtet wurde, freut
sich auch Paul Gummert, Geschäftsführer von
GREENFIBER, über den Ausbau.

„Schulen als Teil des glasfaserschnellen
Internets in der Region sind sicherlich die
strukturell nachhaltigsten Investitionen, die
man derzeit in die Bildung tätigen kann.“
Investiert werden insgesamt rund 99.000 €,
von denen 90% von Bund und Land gefördert
werden.

Im ganzen Kreis aktiv

GREENFIBER ist auf dem Gebiet modernster Glasfaserleitungen in der Region keine
unbekannte Größe. Derzeit verlegt das Unternehmen ein eigenes Glasfasernetz im
Kreis Minden-Lübbecke.
In den kommenden Monaten werden bis zu 21.000 Haushalte von GREENFIBER an
das glasfaserschnelle Netz angeschlossen.
Mit den Glasfaseranschlüssen ist eine NGA-Bandbreite zuverlässig sichergestellt. Eine
Datenübertragung von dann 10 GigaBit pro Sekunde ist bis zu 100mal schneller, als die
veralteten Kupferleitungen. Hille wird so Teil des schnellsten Internets Europas.
Zwar ist der Aufwand, der durch das Verlegen der Glasfaserkabel entsteht, nicht
gering, doch er lohnt sich. Die so entstandene Infrastruktur ist auf Jahrzehnte
nutzbar. Viele Möglichkeiten, die das glasfaserschnelle Internet bietet, werden
erst von kommenden Gerätegenerationen abrufbar sein

Wasser sprudelt wieder ab Ostern

Brunnen auf dem Hartumer Dorfplatz instand gesetzt

Der Brunnen auf dem Dorfplatz in Hartum war in die Jahre gekommen: Die Pumpentechnik funktionierte nicht mehr, Wasser versickerte im Boden, Mühlsteine hatten sich verschoben. Ein Jahr lang war dem Brunnen im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgedreht. Das war 2020. Jetzt, im Jahr 2021, wird es ab Ostern wieder sprudeln. Das verspricht Ortsvorsteher Heinz Becker, der zusammen mit der Dorfgemeinschaft Hartum im vergangenen Jahr Geld aus dem NRW-Förderprogramm „Heimat-Scheck“, in dem Mittel für kleinere Projekte eines Vereins oder einer Ortschaft bereit stehen, beantragte. Und auch erhielt. Mit diesen Mitteln und einer zusätzlichen finanziellen Eigenbeteiligung der Dorfgemeinschaft sowie Eigenleistungen in Form von Muskelhypothek wurde der Brunnen im Spätherbst rundum saniert.
Pumpentechnik, Schläuche und Sprudel wurden ausgetauscht, die Bodensteine frisch und damit wasserdicht verfugt, die Mühlsteine gerade gerückt. Ostern will Heinz Becker in einer kleinen Feierstunde dann den Wasserhahn wieder aufdrehen – damit erhält der Dorfplatz an der Mindener Straße seine kleine Attraktion zurück. (www.hille.de)

Der Hartumer Ortsvorsteher Heinz Becker kümmerte sich um die Sanierung des Brunnens auf dem Dorfplatz. Foto: Gemeinde Hille

Foto: Gemeinde Hille

Der Hartumer Ortsvorsteher Heinz Becker kümmerte sich um die Sanierung des Brunnens auf dem Dorfplatz.

Obstbaumallee am Dannenkamp

Helfer pflanzen 40 Birnen-, Apfel- und Zwetschgenbäume

Eine Obstbaumallee wächst in den nächsten Jahren auf einem Teilstück des Dannenkamps in Holzhausen II heran. Dafür pflanzten rund 20 große und kleine Helfer*innen kürzlich 40 Bäume am Straßenrand: Birnen, Äpfel und Zwetschgen.
Der 1. Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins Holzhausen II, Michael Koch und die Holzhauser Ortsvorsteherin Kirsten Gardini sind glücklich, dass die Anpflanzung der Obstbaumallee trotz der Corona-Einschränkungen am Samstag, den 06. März möglich war. Die Bäume wurden im Herbst 2020 nach Beantragung des landwirtschaftlichen Ortsvereins vom Umweltamt des Kreises zur Verfügung gestellt und geliefert und mussten nun im Frühjahr dringend gepflanzt werden. Die Ortsvorsteherin kümmerte sich um freiwillige Helfer, die dann in 2er- oder Familienteams die Einzelbäume pflanzten. Dagmar Meinert, Baubetriebshofleiterin der Gemeinde und Landschaftsgärtner Dirk Prothmann unterstützten aktiv mit eigenen Familienmitgliedern sowie Mitarbeitern die Aktion.
Unter fachkundiger Anleitung von Dirk Prothmann wurden Löcher in die Straßenbankette gegraben und die Bäume eingesetzt. Ein Kunststoffmantel sichert sie vor Wildverbiss, zwei Holzpflöcke geben ihnen Standfestigkeit, ein Gießrand sorgt dafür, dass das lebenswichtige Wasser nicht abfließen kann.
Vereinsvorsitzender Michael Koch freute sich über das Bürgerengagement und den Spaß und Elan, mit dem Alt und Jung bei der Sache waren – natürlich unter Einhaltung der Coronaregeln mit Abstand und Mundschutz. „Am Dannenkamp standen schon früher Obstbäume. Diese Ersatzpflanzung lässt das alte Straßenbild wieder aufleben. Zudem tun wir etwas für den Natur- und Insektenschutz.“
Das Obst kann später kostenlos von den Bürgern geerntet werden, eine kurze Information an Dagmar Meinert, Telefon 0571/ 4044162, reicht aus.

Fotos: Gemeinde Hille

Angebote der Kinder- und Jugendförderung

Angebote der Kinder- und Jugendförderung in den Osterferien

Die für die Osterferien geplanten analogen Angebote der Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde Hille können leider nicht unter den aktuellen Bedingungen im Rahmen der Corona- Schutzverordnung stattfinden. Für die Ferien steht ein Online-Angebot zur Verfügung, welches gemeinsam mit der Jugendförderung der Stadt Espelkamp angeboten wird. Die Informationen hierfür sind unter www.hille.de/Leben-Lernen/Familie-Jugend-Senioren/Jugendförderung zu finden. Die Anmeldung für dieses Angebot erfolgt direkt beim Anbieter.

Alle übrigen ursprünglich geplanten Aktivitäten werden im Rahmen des diesjährigen Sommerangebots nachgeholt.

Pressetext:Attraktive Heimat für junge Familien und JugendlicheBüro Moduldrei stellt Kommunikationskonzept für die Gemeinde Hille vor

19.03.21 - Aussetzung Beiträge Ganztagsschule

Kommunikationskonzept

Jungen Familien und jungen Menschen eine lebenswerte Heimat bieten, das möchte die Gemeinde Hille. Dafür müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, und dafür müssen Rat und Verwaltung die Stärken und Schwächen der Kommune kennen. Das Büro Moduldrei aus Dortmund erhielt den Auftrag, diese zu analysieren und zu dokumentieren sowie ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten, das nun dem Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt wurde. Die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes war ein Ergebnis des Prozesses der strategischen Haushalts-konsolidierung, an dem Rat und Verwaltung vor einigen Jahren aktiv gearbeitet haben und in dem als Ergebnis verschiedene strategische Ziele für die Zukunft der Gemeinde definiert wurden.
In ländlichen Regionen sinkt die Bevölkerungszahl: Der Wegzug in die Städte ist größer als der Zuzug. Das gilt auch für die Gemeinde Hille. Ihr erklärtes Ziel heißt daher: Eine attraktive Wahl sein für jene, die ein Haus bauen, eine Wohnung mieten und/oder einen Ausbildungsplatz suchen.
Punkten kann die Kommune unter anderem mit bezahlbaren Grundstücken, der Verbundschule mit ihren Schulformen Gymnasium und Gesamtschule, vielfältigen Kultur- und Sportangeboten, einer abwechslungsreichen Landschaft mit Moor und Wiehengebirge, acht Kindertagesstätten sowie funktionierenden Dorfgemeinschaften. Es fehlen dagegen ausreichend Mietwohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmeter, Gastronomie, Arztpraxen, Wohlfühlorte wie kleine Parks, Sitzbänke und öffentliche Grünflächen als Treffpunkt für Alt und Jung; auch die Busanbindungen wären verbesserungswürdig.
Rhena Schuck und Charlotte Holthausen von Moduldrei empfehlen als Logo und Markenkern, unter dem die Gemeinde alle Projekte und Aktivitäten zusammenfassen und vermarkten soll, „Gemeinde Hille. Freiraum zum Wachsen“. Es impliziere Entfaltungsmöglichkeiten, Unterstützung durch Verwaltung und Einwohner, eine starke Gemeinschaft, Platz fürs Wohnen und Arbeiten, Erholung und Freizeitangebote vor der Haustür.

Zielgruppen sind junge Familien aus der Gemeinde und von außerhalb, Jugendliche und Schulabgänger der Verbundschule sowie Studienabbrecher. Für diese könnte eine speziell konzipierte Broschüre in den umliegenden Universitäten und Fachhochschulen ausliegen, die über Ausbildungsplätze in der Gemeinde Hille informiert. Moduldrei schlägt eine gemeinsame Veranstaltung von Schulabgängern und örtlichen Betrieben vor, in der sich die Firmen präsentieren und die Jugendlichen über ihren Betrieb informieren. Und jungen Familien könnte man einen Paten zur Seite stellen, der bei Behördengängen, der Jobsuche oder der Suche nach einem Kita-Platz hilft.
Alle Angebote und Informationen werden dann auf der Website der Gemeinde Hille übersichtlich und umfassend dargestellt. Damit steht die erste Aufgabe für die Verwaltung fest: Neugestaltung und Erweiterung der Homepage, beispielsweise mit einem virtuellen Rathaus, einer lokalen Jobbörse, einer interaktiven Karte mit Kitas, Schulen, Spielplätzen und Geschäften sowie einem Veranstaltungskalender. Hinzu kommt der Auftritt auf Instagram und mit Videos, die das vielfältige Leben in der Kommune zeigen und auch von Einwohnern eingestellt werden können.
Das Maskottchen der Gemeinde, Storch Hillerich, könnte als menschengroße Figur auf einem frequentierten Platz aufgestellt und zu einem Instagram Hotspot werden: Wer möchte, fotografiert sich mit Hillerich und postet das Bild. Ein auf regionalen Baumessen von Hillerich verteiltes Kinderbuch inklusive Info-Broschüre für die Eltern ist eine weitere Idee in dem Kommunikationskonzept (www.hille.de).
Nun gilt es, die Ergebnisse und vielen Ideen auszuwerten und ein umsetzbares „Paket“ für die Gemeinde Hille zu schnüren.

VCD bringt das freie Lastenrad milla.bike im Mühlenkreis an den Start:

Ab März läuft die kostenlose Ausleihe in Hille, Rahden,
Preußisch Oldendorf und Petershagen

Anfang März ist es soweit: Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bringt je ein Lastenrad
in Hille, Rahden, Preußisch Oldendorf und Petershagen an den Start. Die Ausleihe ist
kostenlos bzw. gegen eine kleine Spende zu reservieren. Die Reservierung kann
unkompliziert über das web bzw. eine webApp www.milla.bike gebucht werden. VCDProjektleiter Thomas Dippert ist stolz: „Nach nur vier Monaten Vorlaufzeit können wir
nun je ein leistungsfähiges E-bike Lastenrad vom Typ Urban Arrow Family an vier verschiedenen Stationen im Kreis Minden-Lübbecke zur Verfügung stellen. Die Buchung
kann stundenweise, tageweise oder auch wochenweise erfolgen. Bis zu sieben Tage bzw.
168 Stunden pro Monat kann eine angemeldete Person über das Buchungsportal sich
eines der vier Lastenräder reservieren. Einzige Buchungsvoraussetzung ist ein gültiger
Personalausweis.“ Viel Wert hat der VCD-Projektleiter darauf gelegt, dass die Ausleihe
unkompliziert und für alle ab 18 Jahren zugänglich ist. Vier Ausleihstellen haben sich
bereiterklärt, unentgeltlich die Räder auszugeben und wieder zurückzunehmen.

Frisch aufgeladen und dann mit 50 bis 80 Kilometern Reichweite leistet das
E-Lastenrad seinen Dienst bei einem Kurztrip zum Einkauf genauso wie bei
einem Wochenendausflug als Kinderkutsche oder für den Transport von
Picknickkorb samt Sonnenschirm.
Bei Edeka WEZ in Hille und Rahden, im REHA-Shop Fuchs in Preußisch
Oldendorf sowie im Kulturzentrum Altes Amtsgericht in Petershagen steht
jeweils ein milla.bikeLastenrad nach entsprechender Buchung abholbereit.

Der VCD hat das Projekt gut vorbereitet. Bei ähnlichen Initiativen in Detmold
(dela) und Bielefeld (bisela) wurden diverse Typen Lastenräder Probe gefahren.
Die Wahl für das milla.bike ist auf ein Einspur-Lastenrad vom Typ Family des
Amsterdamer Herstellers Urban Arrow gefallen.
„Der E-Antrieb liefert einen eingebauten Rückenwind, so dass bis zu zwei Kinder
oder auch problemlos Waren und Stückgut bis 100 kg Zuladung in der Transportbox
befördert werden“, erklärt VCD-Projektleiter Thomas Dippert.
„Beste Vorgabe für die erste Nutzung: Schaue fünf Meter nach vorne und nicht auf
das Vorderrad, so kommt man sicher und zügig ans Ziel. Alles weitere ist kinderleicht.
Aber Vorsicht: Je schwerer die Zuladung, desto länger der Bremsweg!“

Zur Eröffnung der Verleihstation bei Edeka WEZ Hille, Mindener Straße 71-75, in Hille
übergibt VCD-Projektleiter Thomas Dippert am 4. März den Akku und die Schlüssel für
milla.bike an WEZ-Marktleiter Stefan Schellhase. Mit dabei ist auch Iris Niermeyer,
Vorstandsmitglied im Verein Bündnis Ländlicher Raum, der die Förderung des Landes
NRW für den Kreis Minden-Lübbecke koordiniert und auch milla.bike mit knapp zwei
Dritteln der notwendigen Aufwendungen unterstützt: „Wir freuen uns, dass wir mit
dem milla.bike einen Baustein für klimafreundliche Mobilität nach Hille gebracht haben.
Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern viel Spaß bei der Nutzung und allzeit gute
Fahrt!“
Marktleiter Schellhase betont, dass er gerne das kostenlose VCD-Angebot mit der
Ausgabe und Rücknahme des Lastenrades unterstützt. Die optimale Lage in Hille, zudem
die umfassenden Öffnungszeiten des Marktes werktäglich von 7 bis 22 Uhr böten zudem
beste Voraussetzungen dafür, dass das tolle Angebot auch rege nachgefragt wird.

Nähere Information: www.milla.bike , Start der Ausleihe ab 5. März 2021 ab 7 Uhr.

19.02.2021 Antrag für Hartplatz gestellt

TuS Südhemmern möchte Sportplatz neu gestalten

Als im vergangenen Jahr die Turnhalle und das Vereinsheim in Südhemmern wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurden, standen auch die Breitensportgruppen des TuS Südhemmern buchstäblich vor der Tür. Einige, wie die Volleyballer und die Monday-Fitness-Gruppe, wichen auf den Sportplatz aus, doch perfekt war das nicht. Mal hatte Regen den Boden aufgeweicht, mal war der Maulwurf besonders aktiv gewesen, auch der gepflasterte Hof vor dem Vereinsheim war keine optimale Alternative. Und so kam aus den Reihen des Sportvereins der Vorschlag, auf einem Teilbereich des Sportplatzes einen multifunktionalen Hartplatz mit Flutlicht anzulegen und die restliche Rasenfläche einer Generalüberholung zu unterziehen. Realisiert werden kann das Projekt aber nur, wenn Geld aus dem NRW-Landesprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ fließt. Einen entsprechenden Antrag hat die Gemeinde Hille als Eigentümerin des Sportplatzes bereits gestellt. 

Der TuS Südhemmern ist der mitgliederstärkste Verein der Ortschaft Südhemmern. In den Sommermonaten trainieren auf dem Sportplatz die Handball-Jugendmannschaften und der Fußballtreff, Kinder und Jugendliche spielen dort in ihrer Freizeit,  zudem nutzen 13 Breitensportgruppen sowohl die Rasenfläche als auch das Vereinsheim, halten sich mit Yoga, Tai Bo, Gymnastik und anderen Sportarten fit. Ihnen allen möchte der TuS langfristig eine Möglichkeit geben, ihrem Sport und Freizeitvergnügen nachzugehen – trotz der Pandemie.

Der Hartplatz, so die Planung, wird eine Größe von 20 mal 13 Meter haben und nach Auskunft von TuS-Vorstandsmitglied Herbert Kracht, der das Projekt vereinsseitig begleitet, einen schnell trocknenden Belag aus Kunststoffplatten erhalten, die auf einer Betonschicht aufgebracht werden. Ausgestattet wird er mit Volleyballnetz, Basketballkorb und Toren. „So können alle unabhängig vom Wetter Sport treiben.“ 

Der TuS ist bereit, die Pflege und Unterhaltung des Hartplatzes sowie die Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen.

Der Sportplatz soll laut Planung eine Maulwurfssperre und einen neuen Belag aus Rollrasen erhalten. Insgesamt sind für die Umgestaltung des Geländes 127.000 Euro kalkuliert, der Eigenanteil liegt bei zehn Prozent. Den Eigenanteil will der Verein nach Möglichkeit als Eigenleistung erbringen. 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember 2020 dem Antrag des Südhemmer Sportvereins zugestimmt, einen entsprechenden Antrag auf Förderung zu stellen. (www.hille.de)

11.02.2021 Neues Gewerbegebiet in Hartum geplant

Baufläche umfasst 2,6 Hektar

Den Startschuss für die bauplanungsrechtliche Ausweisung neuer Gewerbeflächen in Hartum gab der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2020. Südlich der Mindener Straße und damit genau gegenüber dem Gewerbepark Hartum-Ost soll das Gewerbegebiet Hartum-Südost Teil I entstehen. Damit ist das Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan eingeleitet, welches in einem Jahr abgeschlossen sein soll, so das Ziel.  

Es gebe laufend Anfragen von Firmen, denn Gewerbestandorte seien rar gesät, sagt Hans-Peter Seele, Sachbereichsleiter Planung & Entwicklung. Laut Bebauungsplan soll auf der aktuell landwirtschaftlich genutzten Fläche ein Gewerbegebiet mit einer Größe von 2,6 Hektar entstehen.

Bereits im seit 2012 geltenden Flächennutzungsplan ist dieser Bereich als Gewerbegebiet dargestellt. Ausgeschlossen von der Ansiedlung sind dabei Betriebe mit hohen Emissionswerten.

Zu einem Bauleitverfahren gehört gemäß Baugesetzbuch auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Die werde, sagt Hans-Peter Seele, aber wegen der Corona-Pandemie nicht in gewohnter Form, nämlich einer Bürgerversammlung, ablaufen. „Die Stellungnahmen müssen schriftlich im Rathaus abgegeben werden.“ Das wird voraussichtlich im März oder April der Fall sein, den genauen Zeitraum wird die Gemeinde aber fristgerecht bekannt geben. (www.hille.de)

09.02.2021 (Gemeinde Hille, HH)

Moderne Atemschutzgeräte für Feuerwehr

Gemeinderat genehmigt Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters

 Aus Kostengründen (Mehrwertsteuersenkung, Teuerungsrate aufgrund steigender Nachfrage) erließ Bürgermeister Michael Schweiß im November 2020 eine Dringlichkeitsentscheidung: Die Gemeinde Hille erteilt noch 2020 den Auftrag für die Lieferung von Überdruck-Pressluftatmern für die neun Löschgruppen nach EURO-Norm ISO 16900-xx / ISO RPD. Sie spart damit 10.000 Euro ein – nun kosten die Atemschutzgeräte rund 100.000 Euro. Der Gemeinderat genehmigte nachträglich in seiner Sitzung im Dezember 2020 den Kauf.

Zurzeit verfügt die Feuerwehr über insgesamt 54 Normaldruck-Pressluftatmer. Ende 2019 wurde die EURO-Norm u.a. wie folgt geändert: Der Luftdruck in der Einatemphase in einer Atemschutzmaske darf auf keinen Fall unter Null (also einem negativen Bereich) liegen.

Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, erklärt es so: „Unter Überdruck-Pressluftatmern versteht man Atemschutzgeräte, bei denen ein konstanter Überdruck innerhalb der Maske gehalten wird. Rauchgase oder Rauchpartikel werden durch den permanenten Überdruck in der Maske daran gehindert, einzudringen. Darüber hinaus ist der Einatemwiderstand wesentlich geringer als bei Normaldruckgeräten.“ Der Druck der Einatemphase dürfe nach der Klassifizierung der neuen Norm auf keinen Fall unter null, also in einem negativen Bereich liegen. Diese Voraussetzung werde nur unter Verwendung von Überdruckgeräten und nicht von den vorhandenen Normaldruckgeräten sichergestellt.
Die Übergangsfrist von den alten auf die modernen Geräte beträgt fünf Jahre. Bis Ende 2024 müssen die Hersteller also noch Ersatzteile vorhalten.

Alternativ zum Neukauf hatte die Feuerwehr auch über eine Umrüstung des Altbestandes nachgedacht. Sie würde, lautete ihr Fazit, zwar nur 65.000 Euro kosten, aber in den Folgejahren den Gemeindehaushalt mit erheblichen Unterhaltungskosten belasten. Eine Neubeschaffung in diesem Jahr hatte sie mit 110.000 Euro kalkuliert. Daraufhin begann im Rathaus das Rechnen. Mit dem Ergebnis, dass ein Auftrag bereits in 2020 die Gemeinde 10.000 Euro weniger kosten würde. Positiv ist auch: Die Gemeinde muss sich nicht um die Entsorgung der Altgeräte kümmern, denn dasanbietende Unternehmen nimmt sie in Zahlung. (www.hille.de)

 

(04.02.21) Neues HFL für Löschgruppe Hartum

31 Jahre altes Fahrzeug nur noch eingeschränkt einsatzfähig

Über 31 Jahre alt ist das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF), das im Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Hartum steht. Nun ist es an der Zeit, es zu ersetzen. Den Weg frei für die Neuanschaffung machte der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember 2020. Die Bedingung: Das Fahrzeug passt in die Halle an der Holzhauser Straße. Die Lieferzeit beträgt nach Auskunft von Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, 28 Monate. 400.000 Euro hat die Gemeinde für den Kauf im Haushalt 2020 eingestellt. Es ist eine Verpflichtungsermächtigung, die je nach Bedarf auch in den nächsten Jahren abgerufen werden kann.

Veraltete Technik, Probleme im Lenksystem, Rost am Rahmen und an der Mannschaftskabine sowie angeschlagene Achswellen sind nur einige Mängel, die der Technische Überwachungsdienst (TÜD) vom Institut der Feuerwehr in Münster bei seiner Überprüfung des HLF feststellte. Der TÜD nimmt, ergänzend zum TÜV, Feuerwehrfahrzeuge unter die Lupe und hat dabei besonders das feuerwehrtechnische Equipment im Blick. Sein Fazit: Das 1989 in Betrieb genommene HLF ist nur noch eingeschränkt einsatzbereit.

Die Löschgruppe Hartum mit ihren 34 aktiven Feuerwehrleuten rückt mit ihm nicht nur zu Bränden aus, sondern auch zu Verkehrsunfällen. In den vergangenen zwei Jahren leistete sie elfmal technische Hilfe und befreite in ihren Autos eingeklemmte oder eingeschlossene Menschen. 

Ein HFL fasst neun Personen Besatzung und ist laut Bernhard Förster über die normale feuerwehrtechnische Beladung, Schläuche und Löschwasser hinaus mit Rettungsschere, Spreizer, Hydraulikstempel und weiteren Gerätschaften für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Ein weiteres, zu einem HFL umgerüstetes Fahrzeug steht im Feuerwehrgerätehaus in Rothenuffeln, der Löschgruppe Hille steht ein Rüstwagen zur Verfügung, eine „fahrende Werkzeugkiste“ nennt ihn der Wehrführer. (www.hille.de) 

Der HLF ist mittlerweile über 31 Jahre alt und nur noch bedingt einsatzbereit.
Foto: Gemeinde Hille

(29.01.2021) Am Kleinen Bruch darf gebaut werden

Bauleitverfahren für Bebauungsplan Nr. 80 abgeschlossen

Das Bauleitverfahren für den Bebauungsplan Nr. 80 „Kleiner Bruch“ in Hartum ist mit dem zustimmenden Votum des Gemeinderates in seiner Sitzung im Dezember 2020 abgeschlossen.

Es handelt dabei nach Auskunft von Hans-Peter Seele, Sachbereichsleiter Planung & Entwicklung, um die Überplanung eines teilweise bebauten Gebiets und landwirtschaftlicher Flächen. Die Größe der für die Bebauung vorgesehenen Fläche beträgt 1,1 Hektar, wobei auf einem Teil der festgesetzten überbaubaren Fläche bereits eine Bestandsbebauung vorhanden ist. Die Aufstellung des Bebauungsplans durch die Gemeinde Hille war erforderlich, weil die Firma B-Plan GbR vier Wohnhäuser errichten will. Genehmigt wird im Rahmen des Bebauungsplans eine bis zu zweigeschossige Bauweise. Für die Erschließung der Anlage ist eine Privatzufahrt geplant.

Hans-Peter Seele geht davon aus, dass schon bald entsprechende Bauanzeigen von B-Plan GbR im Rathaus eingehen werden. „Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass das gesamte Plangebiet kurzfristig bebaut wird.“ (www.hille.de)

(26.01.2021) Gemeinderat stimmt Antrag der CDU-Fraktion zu

Jugendfeuerwehr erhält Sicherheitsschuhe

Die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr erhalten demnächst von der Gemeinde Hille finanzierte Sicherheitsschuhe. Den entsprechenden Antrag stellte die CDU-Fraktion, darüber entschieden wurde in der Sitzung des Gemeinderates im Dezember 2020. Bisher zahlten die knapp 60 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren ihre Schuhe – nach Absprache zwischen Feuerwehr, Gemeinde und Eltern - aus eigener Tasche. 

Die Sicherheitsschuhe sollen, so beschloss es der Gemeinderat, nach Möglichkeit bei lokalen Händlern gekauft werden. „Wir suchen einen Fachanbieter und hoffen, ihn vor Ort zu finden“, sagt Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille. Es würden bald Angebote eingeholt.

Die Sicherheitsschuhe müssen laut Din-Norm durchtrittssicher sein, kein Nagel oder ähnliches darf durch die Sohle dringen, sie haben eine Stahlkappe und einen Knöchelschutz. 

Die Jugendfeuerwehren in Hartum, Unterlübbe und Hille erhalten von der Gemeinde eine Schutzausrüstung, die bislang aus Bundhose/Latzhose, Arbeitsjacke, Winterblouson, Helm und Handschuhen besteht. Nun wird diese durch die Sicherheitsschuhe ergänzt.

Schuhe können erfahrungsgemäß 8 bis 10 Monate getragen werden, dann ist der Feuerwehrnachwuchs rausgewachsen. Egal, ob privat gekauft oder von der Gemeinde, aus hygienischen Gründen dürfen sie anschließend nicht innerhalb der Gruppe weitergegeben werden. „Die von der Gemeinde finanzierten Schuhe gehen später in den Privatbesitz seiner Träger über“, berichtet Bernhard Förster. 

Nach Auskunft von Detlef Hartmann, Fachbereichsleiter Ordnung & Soziales, geht jährlich eine Bedarfsmeldung der Jugendgruppen im Rathaus ein: Wie viele Hosen, Jacken und sonstige Ausrüstung müssen in welcher Größe bestellt werden? Dafür werde eine Summe im Haushaltsplan der Gemeinde eingestellt. Ein Paar Sicherheitsschuhe kostet, so die Kalkulation, rund 100 Euro, daher sind im Haushaltsplan 2021 insgesamt 6000 Euro eingeplant. (www.hille.de)

(04.02.21) Moderne Atemschutzgeräte für Feuerwehr

Gemeinderat genehmigt Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters

Aus Kostengründen (Mehrwertsteuersenkung, Teuerungsrate aufgrund steigender Nachfrage) erließ Bürgermeister Michael Schweiß im November 2020 eine Dringlichkeitsentscheidung: Die Gemeinde Hille erteilt noch 2020 den Auftrag für die Lieferung von Überdruck-Pressluftatmern für die neun Löschgruppen nach EURO-Norm ISO 16900-xx / ISO RPD. Sie spart damit 10.000 Euro ein – nun kosten die Atemschutzgeräte rund 100.000 Euro. Der Gemeinderat genehmigte nachträglich in seiner Sitzung im Dezember 2020 den Kauf.

Zurzeit verfügt die Feuerwehr über insgesamt 54 Normaldruck-Pressluftatmer. Ende 2019 wurde die EURO-Norm u.a. wie folgt geändert: Der Luftdruck in der Einatemphase in einer Atemschutzmaske darf auf keinen Fall unter Null (also einem negativen Bereich) liegen. 

Bernhard Förster, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hille, erklärt es so: „Unter Überdruck-Pressluftatmern versteht man Atemschutzgeräte, bei denen ein konstanter Überdruck innerhalb der Maske gehalten wird. Rauchgase oder Rauchpartikel werden durch den permanenten Überdruck in der Maske daran gehindert, einzudringen. Darüber hinaus ist der Einatemwiderstand wesentlich geringer als bei Normaldruckgeräten.“ Der Druck der Einatemphase dürfe nach der Klassifizierung der neuen Norm auf keinen Fall unter null, also in einem negativen Bereich liegen. Diese Voraussetzung werde nur unter Verwendung von Überdruckgeräten und nicht von den vorhandenen Normaldruckgeräten sichergestellt. 

Die Übergangsfrist von den alten auf die modernen Geräte beträgt fünf Jahre. Bis Ende 2024 müssen die Hersteller also noch Ersatzteile vorhalten.

Alternativ zum Neukauf hatte die Feuerwehr auch über eine Umrüstung des Altbestandes nachgedacht. Sie würde, lautete ihr Fazit, zwar nur 65.000 Euro kosten, aber in den Folgejahren den Gemeindehaushalt mit erheblichen Unterhaltungskosten belasten. Eine Neubeschaffung in diesem Jahr hatte sie mit 110.000 Euro kalkuliert. Daraufhin begann im Rathaus das Rechnen. Mit dem Ergebnis, dass ein Auftrag bereits in 2020 die Gemeinde 10.000 Euro weniger kosten würde. Positiv ist auch: Die Gemeinde muss sich nicht um die Entsorgung der Altgeräte kümmern, denn das anbietende Unternehmen nimmt sie in Zahlung. (www.hille.de)

Gemeinde-News (Fördermittel-Verwendung)

(25.01.21) Naherholung vor der Haustür
Reimlers Teich in Hille wird ökologisch saniert

Die Naherholungsanlage „Reimlers Teich“ im Hiller Dorfkern wird in diesem Jahr naturnah umgestaltet und saniert – dank eines Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen. 313.000 Euro erhält die Gemeinde Hille, die das Gewässer seit April 1987 von den jeweiligen Eigentümern des benachbarten Von-Oeynhausen-Hofs gepachtet hat, aus dem Topf „Grüne Infrastruktur“. Es ist ein kurzfristig aufgelegtes Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 5 Millionen Euro. „Die hohe Fördersumme hat uns überrascht“, freut sich Dagmar Meinert, Leiterin des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille. Sie musste den Antrag „Naturnahe Gestaltung der Grünanlage Reimlers Teich“ in Windeseile stellen, denn die Frist betrug gerade einmal vier Wochen. Maßgeblich unterstützt wurde sie dabei von Dirk Esplör von der Biologischen Station.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Und: Die Maßnahme wird zu 100 Prozent gefördert, für die Gemeinde fallen keine Kosten an. Bedingung für die Bewilligung war, dass die Entschlammung des Teichs von der Gemeinde außerhalb des Förderprogramms erledigt wird.

Als „optisch zurückhaltenden Zustand“ beschreibt die Baubetriebshofchefin das Aussehen der Grünanlage an der Dorfstraße. Und meint: Es wachsen dort nur Rasen und Schilf, es fehlt an Attraktivität, um ein gern besuchtes Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür zu sein. „Schön ist nur der teilweise alte Baumbestand aus Eichen, Birken, Hainbuchen und Rotbuchen.“ Einige von ihnen müssten allerdings gefällt werden. „Der Teich braucht Luft, Licht und Wind, was mehrere Bäume mit ihrer großen Krone und dem im Herbst fallenden Laub erschweren.“

Der Mittelpunkt der Anlage ist natürlich der 1200 Quadratmeter große Teich – und damit zugleich das Sorgenkind. Die wasserundurchlässige Schicht scheine, sagt Dagmar Meinert, undicht zu sein, die Hitzesommer sorgten für eine übermäßige Verdunstung. Unterm Strich sei der Wasserstand dauerhaft zu niedrig.
Das konnten auch nicht die alte Grundwasserpumpe und das Regenwasser, das über den Gully an der Bushaltestelle an der Dorfstraße eingeleitet wurde, ausgleichen. Die Pumpe muss durch ein leistungsstärkeres Gerät ersetzt oder saniert werden, und Oberflächenwasser soll - geht es nach Dagmar Meinert - wegen der Verschmutzungsgefahr überhaupt nicht mehr in den Teich fließen, auch wenn die Zuleitung in der Vergangenheit das ökologische System nicht gefährdet hat.
Um zu sehen, wie die Teichsohle aussieht, hat der Baubetriebshof in der Weihnachtszeit das Wasser abgepumpt. Bei niedrigem Wasserstand fischte der Fischereiverein Lübbecke, der den Teich betreut, das Gewässer leer. Allein an einem Tag wurden 100 Kilogramm Karpfen, Karauschen und andere Fischarten gefangen. Sie alle fanden eine neue Heimat im Fischteich am Badesee in Mindenerwald.

Der Bauhof wird spätestens ab Anfang März – das hängt vom Wetter ab – den Schlamm ausbaggern. Leerpumpen, Entschlammung und Abfischen müssen in Eigenleistung erbracht werden, die anderen Arbeiten werden ausgeschrieben.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Anfang Februar beginnende Ausschreibung für die Lehmabdichtung des Teichs. Gemäß der Planung soll damit im April begonnen werden.

Bilder-Zoom

  ... mit der Maus kann hier nach den letzten Pfützen Wasser geklickt werden!

Im August 2021 soll die Umgestaltung beendet sein. Dann liegt ein ökologisches Kleinod mitten im Dorf, das Lebensraum für Fauna und Flora bietet und wo Erholungssuchende jede Menge erleben und sehen können: Eine naturnah gestaltete Uferzone, ein Grünes Klassenzimmer inmitten einer Blumenwiese, Staudenbeete, Wildgehölzhecken und der Blick von einem Holzpodest auf die Wasserfläche. Installiert werden zwei Sitzbänke und Schautafeln, ein Weg führt westlich am Teich vorbei. (www.hille.de)

Gemeinde-News (Energie)

(21.01.21) Strom statt Diesel / alternativ: Getankt wird Strom
Baubetriebshof der Gemeinde Hille erhält E-Kastenwagen

Der Baubetriebshof der Gemeinde Hille hat ein neues Fahrzeug erhalten: Einen Mercedes Benz eVito, ein Elektrofahrzeug. Am Lenkrad des extralangen Kastenwagens sitzt Elektriker Florian Rohlfing, der sich um die elektrischen Anlagen in den gemeindeeigenen Gebäuden wie Schulen, Bürgerhäuser und Friedhofskapellen kümmert. Sein bisheriges Fahrzeug musste altersbedingt ersetzt werden.
Der eVito wurde nach Auskunft von Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert im Sommer 2020 bestellt und nun ausgeliefert. Sein zulässiges Gesamtgewicht beträgt 3,2 Tonnen, seine elektrische Reichweite 144 Kilometer. „Aufgetankt“ mit Strom wird das E-Auto nachts am Bauhof an der Holzhauser Straße in Hartum, wo ein entsprechendes Modul, eine sogenannte Wallbox, errichtet wurde.
Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 45.300 Euro. 60 Prozent davon finanziert die Gemeinde Hille, 40 Prozent (18.140 Euro) stammen aus dem Förderprogramm „Progres.NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen.
(www.hille.de)

Gemeinde-News (Landschaftspflege)

(19.01.21) Sträucher werden geschnitten, tote Bäume gefällt
Gehölzpflege des Baubetriebshofs bis 28. Februar

Rund 20 Pappeln fällen Mitarbeiter des Baubetriebshofs der Gemeinde Hille zurzeit an Wegen im Naturschutzgebiet Bastauwiesen südlich des Hartumer Sportplatzes. Pappeln wachsen schnell und altern auch schnell und sind dann anfällig für Windbruch. „Diese Bäume sind überaltert und werden gefällt“, sagt Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert. Nur eine Pappel werde nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde lediglich geköpft. „Hier verweist ein Loch auf einen zeitweisen Fledermausbesatz.“ Eine Neuanpflanzung von Bäumen werde es nicht geben. Denn die sind später ein perfekter Ansitz für Krähen und Greifvögel, die es auf Bodenbrüter wie Kiebitz und Brachvogel abgesehen haben. „Wir werden dort einen Blühstreifen aus einer regionalen Saatgutmischung mit gebietsheimischen Pflanzenarten anlegen.“

Vom 1. Oktober bis 28. Februar dürfen Gehölzschnitt und Baumpflege- und Fällarbeiten auch in Naturschutzgebieten ausgeführt werden. Daher gehört dies zu den Hauptarbeiten des Baubetriebshofs in den Wintermonaten. Auch Gehölzpflegearbeiten auf gemeindeeigenen Flächen gehören dazu. Dabei geht es um die Verkehrssicherungspflicht, für die die Gemeinde Hille im öffentlichen Bereich zuständig ist, sowie um die Unter- und Erhaltung von Bäumen und Sträuchern an Gemeindestraßen und innerörtlichen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, an Wegeseitengräben, öffentlichen Grünflächen wie u.a. auf den Dorfplätzen und im Kurpark.
Nach Auskunft von Dagmar Meinert laufen übers Jahr von den eigenen Mitarbeitern und auch den Bürger*innen Informationen über die Sicht behindernde Äste, auf Fahrbahnen wuchernde Büsche und andere potenzielle pflanzliche Hindernisse im Baubetriebshof an der Holzhauser Straße in Hartum ein.
Zudem prüft Baumkontrolleurin Sibylle Michels die Bäume im öffentlichen Bereich regelmäßig. Ihre Auswertung ergab, dass diesmal 36 Bäume nicht mehr standfest waren und gefällt werden mussten. Hinzu kommen aktuell jene Pappeln im Moor und viele durch die Hitzesommer vertrocknete Birken.

Acht Mitarbeiter des Baubetriebshofs sind täglich in drei Kolonnen in der Gemeinde unterwegs. Zu ihrer Schnittschutzkleidung gehören Hose, Jacke und Helm, als Arbeitsgeräte stehen ihnen unter anderem Motorsägen und Hoch-entaster zur Verfügung. Um in großer Höhe arbeiten zu können, mietet sich der Baubetriebshof einen Teleskopradlader mit Arbeitskorb – für den der Mitarbeiter den Nachweis „Arbeitssicherheit Baum II“ haben muss – und ein Anbaugerät für den Bagger, namens Schnittgriffy.

Sein Name ist Programm: Er hält mit dem Greifarm einen Stamm fest und schneidet dann Äste und Zweige ab. „Gerade bei Totholz ist schwer einzuschätzen, wohin alles fällt. Der Arbeiter bedient die Technik aus einiger Entfernung und steht somit außerhalb des Gefahrenbereichs“, erklärt Dagmar Meinert. So hat die Baumkontrolleurin festgestellt, dass 167 Bäume, vor allen Dingen Eichen und Ahornbäume, wegen ihres Totholzanteils nicht mehr sicher für Autofahrer und Passanten sind, sie werden ausgeschnitten. Apropos Passanten: Immer wieder ignorieren Spaziergänger, Fahrradfahrer und Freizeitsportler die Absperrungen, die die Kolonnen gerade zum Schutz derselben auf den Wegen aufgestellt haben. Das sei, warnt Ralf Kolanowski, Vorarbeiter der Straßenbaukolonne, verboten und lebensgefährlich.
Im Laufe der Monate werden zudem Sträucher auf den Stock gesetzt. Haselnuss, Schlehe, Weißdorn, Holunder und all die anderen Büsche treiben im Frühjahr neu aus und verdichten sich durch den Verjüngungsschnitt. Damit das Gewicht der langen Äste sie nicht auseinanderbrechen lässt, werden Kopfweiden geschneitelt. „Die gekappten Kronen bieten Lebensraum für Vögel und Insekten“, berichtet Dagmar Meinert.
Ein anderes großes Thema ist das Lichtraumprofil an Straßen und Gehwegen. Laubbäume wie Ahorn, Eichen und Linden werden aufgeastet, das heißt: Alle Äste werden bis zu einer bestimmten Höhe zurückgeschnitten. Bei Straßen liegt die Grenze bei 4,50 Metern, bei Gehwegen bei 2,50 Metern. Auch Obstbäume an Straßen sind zu pflegen, gerade wurden die am Bliewnißweg und an der Westerholzstraße in Nordhemmern beschnitten.
Der gesamte Grünschnitt werde, sagt Dagmar Meinert, gehäckselt und verkauft.
(www.hille.de)

Gemeinde-News (Dienste)

(11.01.2021) Streutanks sind gefüllt

Winterdienst der Gemeinde Hille ist startklar

Seit November ist der Baubetriebshof der Gemeinde startklar für den Winterdienst, unter anderem mit einem neuen Lkw. Auch die so genannte Präventivstreuung auf den Gemeindestraßen verlief problemlos. Das Ziel der Aktion, mit der Dagmar Meinert, Leiterin des Baubetriebshofs, ihre Mitarbeiter beauftragte: Funktioniert die Technik der Streuaufsätze nach mehreren Monaten in der Halle noch? Lassen sich die Aufbauten ohne Komplikationen montieren? Alles war in Ordnung – der Baubetriebshof ist gerüstet.

Sobald der regionale Wetterdienst um 14 Uhr Reifglätte, Schnee oder Frost meldet, müssen Dagmar Meinert und ihr Stellvertreter Andreas Schossau handeln. „Die Gemeinde steht vom 1. November bis zum 31. März in der Streupflicht.“ Dafür gibt es ein Bereitschaftsteam mit insgesamt zehn Mitarbeitern und fünf Fahrzeugen, einem Holder für die Gehwege sowie vier Fahrzeuge für die Straßen und öffentlichen Plätze, darunter ein Trecker, der bei Starkschnee beispielsweise auf Schulhöfen im Einsatz ist. Jedes Fahrzeug ist in der Regel mit einer Person besetzt. Die Ausnahme: Der wendige Unimog für die steilen Straßen an der Bergkante, auf dem zwei Männer sitzen. „Das ist aus Sicherheitsgründen erforderlich“, sagt Andreas Schossau.

Grundlage für den Winterdienst ist ein Tourenplan. Und die enge Absprache mit den Fahrern, wer wo das Streusalz ausbringen wird. Jedes Fahrzeug legt dann bis zu 100 Kilometer zurück – pro Einsatz. 

Gestreut werden als erstes Busstrecken sowie die Straßenabschnitte vor Schulen und öffentlichen Einrichtungen, zudem Gemeindestraßen, Gefahrenstrecken wie Steillagen und die Gehwege vor gemeindeeigenen Flächen. Die Kreis-, Landes- und Bundesstraßen übernehmen – auch innerörtlich – der Kreis oder der Landesbetrieb Straßen NRW. „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ lautet die Maßgabe, wenn es um die Menge des auszubringenden Streusalzes geht. Wobei es sich nach Auskunft von Andreas Schossau nicht ausschließlich um Streusalz handelt. „Wir geben eine Solelösung dazu, die Wirkung ist besser.“ Die Mischung verwehe nicht und bleibe trotz des Verkehrs auf der Fahrbahn haften. 

Die Gemeinde Hille und der Kreis Minden-Lübbecke kooperieren bei Einkauf und Lagerung. Der Kreis kümmert sich um das Salz, das in einer Halle in Oberlübbe lagert, die Kommune um die Sole, für die ein Tank auf dem Bauhof in Hartum steht. Der Mengenverbrauch schwankt von Jahr zu Jahr. „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir keinen strengen Winter, entsprechend geringer war die Anzahl der Einsätze“, sagt Andreas Schossau. 

Ganz neu im Fuhrpark des Bauhofs ist ein Scania-LKW inklusive Streuausrüstung. Er wurde als Ersatz für einen alten, kaum noch fahrtüchtigen Lkw angeschafft und im Sommer 2020 ausgeliefert. Der Lastwagen ist wie die anderen drei Großfahrzeuge multifunktional einsetzbar: Im Winter unter anderem für den Streudienst und ganzjährig im Straßenbau und der Straßenunterhaltung

Der neue Lkw Scania mit Winterdienstausrüstung. Foto: Gemeinde Hille

Gemeinde-News (intern)

(11.01.2021) Neuer Radlader

Bauhof erhält Ersatzfahrzeug

74.800 Euro hat die Gemeinde Hille in den Kauf eines neuen Radladers investiert. Der Volvo L35G mit einem Eigengewicht von 6,5 Tonnen und einer geschätzten Lebensdauer von mindestens 15 Jahren ersetzt zwei Radlader, deren Reparatur sich aufgrund ihres Alters nicht mehr lohnte, und wurde kürzlich ausgeliefert. Grundlage für die Anschaffung sei, sagt Baubetriebshofleiterin Dagmar Meinert, das Bauhofkonzept 2018, in dem unter anderem auch das Investitionsvolumen für den gemeindlichen Betrieb festgelegt ist.

Mit dem Radlader kamen auch ein Kehrbesen sowie eine Gabel und eine Schaufel an der Holzhauser Straße in Hartum an. 

Den Kehrbesen benötigt der Bauhof für die Baustellenreinigung bei eigenen Straßenbaumaßnahmen, bei der Beseitigung von Ölspuren, bei der Laubsammlung und beim Abkehren von diversen sonstigen Verschmutzungen, z.B. das Aufkehren von Entenkot am Badesee.

„Auch vor dem Aufbringen von Splitt oder Warmasphalt und vor  der Ausbesserung von Straßen müssen die Baustellen frei von Laub und Steinchen und anderen störenden  Dingen sein, da kommt der Kehrbesen zum Einsatz“, berichtet der stellvertretende Bauhofleiter Andreas Schossau. 

Mit der Radladergabel transportieren die Mitarbeiter des Baubetriebshofs Paletten und andere schwere Materialien, mit der Schaufel setzen sie Erde, Schüttgut und Baumaterialen um. Noch in diesem Monat wird ein Holzgreifer für den im Winter fälligen Gehölzschnitt geliefert. (www.hille.de)

Er darf sich als Erster hinters Steuer setzen: Ralf Kolanowski nimmt, beobachtet von Andreas Schossau, den neuen Radlader im Empfang. Foto: Gemeinde Hille

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