Seniorenfahrt
Reserve 996
13.10.2025 (Text Heinrich Schafmeier, Fotos Heinrich Schafmeier und HH)
Reiselustige Seniorinnen und Senioren wieder auf Fahrt!
Teilnehmer aus Hille und Umgebung besuchten 3 Städte und 2 Länder in 8 Tagen!
Nach einer längeren Unterbrechung, unter anderem durch Corona, kam die Anregung aus der bisherigen Reisetruppe, doch wieder einmal eine gemeinsame Fahrt zu unternehmen.
Die Anregung wurde aufgenommen und als Ziel die Städte Breslau, Krakau und Prag ins Visier genommen.
Schnell war die Unterstützung durch Pastor Daniel Brüll gewonnen, der auch gleich die Hotels in den genannten Städten buchte. Seine Auswahl war durchweg gut, da die Häuser zentral lagen und eine gute Ausstattung hatten.
Los ging die Fahrt nach Breslau am Sonntag morgen. Am späten Nachmittag erreichten die gut dreißig Personen das erste Ziel. Der erste Stadtrundgang erfolgte im Nieselregen, doch nachdem jeder ein Restaurant nach seinem Geschmack gefunden hatte und es gut zu Essen und Trinken gab, hatten alle die nötige Bettschwere.
Am nächsten Tag gab es dann die obligatorische Stadtführung. Über den Rynek, vorbei an der Magdalenenkirche ging es zum Stadtschloss und zum Alten Rathaus am Großen Ring, einem der schönsten Wahrzeichen Breslaus.

Das alte Rathaus in Breslau
Am Nachmittag hatten die Teilnehmer dann die Gelegenheit, Breslau auf eigene Faust zu erkunden. Dabei durfte natürlich auch ein Besuch der Dominsel nicht fehlen.
Am Dienstag wurde die Fahrt fortgesetzt. Mit einem Zwischenstopp im KZ-Außenlager Birkenau, dass auch heute noch zu Betroffenheit führt und das einem in der heutigen Zeit zweifeln lässt, ob wir Menschen aus der Geschichte lernen, erreichte die Gruppe bei bes-tem Septemberwetter Krakau.
Auch hier erfolgte die erste Erkundung des Rynek mit seiner Tuchhalle und vielen Gastro-nomiebetrieben in Gruppen, aber auf eigene Faust. So war es nicht schwer eine geeignete Gastronomie für den eigenen Geschmack zu finden.
Am Mittwoch erfolgte die professionelle Stadtführung mit Hinweisen, die nicht sofort zu er-kennen sind, wie das Museum unter dem Rynek oder das Czartoryski-Museum, in dem das Frauenporträt „Die Dame mit dem Hermelin “eines der vier von Leonardo da Vinci ge-malten Frauenporträts. Oder dem gegenüber liegenden Waffenmuseum.
Die Geschichte vom Wächter auf dem Turm der Marienkirche auf dem Hauptmarkt durfte natürlich auch nicht fehlen und das stündliche Hornsignal wurde in den drei Tagen in Kra-kau oft gehört.

Der Marktplatz in Krakau
Der Besuch der Jagiellonen-Universität, die bereits 1364 vom polnischen König Kasimir dem Großen gegründet wurde, gehörte natürlich ebenso zum Programm. Sie ist die äl-teste slawische, zweitälteste mitteleuropäische und eine der ältesten Universitäten Europas. Zu ihren berühmtesten Studenten zählen der Astronom Nikolaus Koperni-kus und Papst Johannes Paul II.
Am Mittwoch stand dann der Besuch des Salzbergwerks Wielicza, es ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke der Welt, an. Der Besuch startete mit 288 Stufen zur ersten Sohle. Der Tourführer war, wie sich herausstellte, ein ehemaliger Lehrer aus Schwaben. Er führte die Gruppe gekonnt durch die Stollen. Das Holz-Stützwerk in der Mi-chalowice-Kammer war beeindruckend. Aber auch die Kingakapelle in 96,5 m Tiefe über-zeugte wie die unterirdischen beleuchteten Salzseen sowie die Kronleuchter und Skulpturen aus Salzgestein.
Nach diesem anstrengenden aber schönen Besuch wurde eine Auszeit genommen um sich für das Abendessen im Restaurant „Ogniem i Mieczem“ (Mit Feuer und Schwert)“ zu stärken. Ein rustikales Restaurant, in dem schon viele Persönlichkeiten zu Gast waren. Auch dieser Tagesordnungspunkt der Reise wird sicherlich den meisten Teilnehmern in sehr angenehmer Erinnerung bleiben.

In einem rustukalen Restaurant "Ogniem i Mieczem" (Mit Feuer und Schwert) wurde in fröhlicher Runde gespeist.
Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es dann am Freitag von Krakau nach Prag.
Dank unserer Stadtführerin Rosa, die die Gruppe vorab kennenlernen wollte, gelang es an diesem Abend, einen Platz in einem Böhmischen Restaurant in der Nähe des Wenzelplatzes zu bekommen. Was bei einem Besuch allerdings auch dazu gehört, ist der Genuss eines frisch gezapften tschechischen Bieres.
Das Essen war gut, die Preise fair und der „Verdauungsschnaps“ sorgte bei dem Einen oder Anderen Genießer dafür, das die nötige Bettschwere schnell erreicht wurde.
Am nächsten Morgen ging es dann frühzeitig mit dem Bus zur Prager Burg, heute Sitz des Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik
Erstes Ziel war die Wachablösung am Eingangstor. Die beiden Wachsoldaten stehen je-weils 1 Stunde nahezu bewegungslos auf ihrem Posten.

Wache vor der Prager Burg
Weitere Ziele waren, der Veitsdom mit der Goldene Pforte mit einem Mosaik des Jüngsten Gerichts, seinen wunderbaren Glasmalereien, dem silbernem Grab des Johann Nepomuk, der Kohl-Brunnen von 1686 in der Mitte des zweiten Burghofs und das Goldene Gässchen, wo kurze Zeit Franz Kafka wohnte.
Über die Alte Schlossstiege ging es dann um die Mittagszeit zur Moldau, um bei einer zweistündigen Schifffahrt auf der Moldau mit Schleusung, die Stadt vom Wasser aus zu betrachten. Die Gelegenheit wurde natürlich auch dazu genutzt, sich bei einem reichhalti-gen Buffet an Bord für den Rest des Tages zu stärken, da danach zu einer Erkundung der Stadt auf eigene Faust aufgebrochen wurde.
Einig waren sich aber alle: Rosa „ist ihr Geld wert“. Für sie war die Betreuung nicht einfach eine Buchung sondern eine Herzensangelegenheit, kannte sie einige Teilnehmer doch schon von einer anderen Fahrt.

Die Stadtführerin Rosa zeigte uns Prag. Ihre humorvolle und herzliche Art begeisterte die ganze Reisgruppe.
Bei einem Besuch von Prag gehört natürlich auch der Gang über die Karlsbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Europas, die die Altstadt und die Kleinseite verbindet. Zwei beein-druckende Türme begrenzen die Brücke auf der jeweiligen Seite der Moldau.
Am Sonntag wurde es dann wieder Zeit, die Heimreise nach Hille anzutreten.
Dank Busfahrerin Carmen kam die Gruppe wohlbehalten und gut gelaunt am frühen Abend wieder in Hille an.
Die achttägige Tour war anstrengend aber für alle ein tolles Erlebnis. Die Eindrücke aus den drei Städten und den Landschaften der beiden Länder muss jeder erst einmal in aller Ruhe verarbeiten. Die Geselligkeit wurde aber ebenso geschätzt, wie die Aktivitäten.
Man wird sehen, wann und wo es die reiselustigen Seniorinnen und Senioren das nächste Mal hinzieht.










